Fußball

Nächste Abfahrt soll verhindert werden

Nico Postic musste seit dem 2:0-Sieg in Frohnhausen zuschauen, kehrt jetzt aber in die Defensive des SV 09/35 zurück. Foto: Leon Krasniqi
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Nico Postic musste seit dem 2:0-Sieg in Frohnhausen zuschauen, kehrt jetzt aber in die Defensive des SV 09/35 zurück.

Vorschau auf die Landes- und Bezirksliga – Heimspiele für 09/35, VfB, Rade und Born

Von Fabian Herzog und Andreas Dach

Remscheid. Landesliga: SV 09/35 Wermelskirchen – DJK Arminia Klosterhardt (So., 15 Uhr, Dönges-Eifgen-Stadion). Der bisherige Saisonverlauf des SV 09/35 glich gefühlsmäßig einer Achterbahnfahrt. Auf steile Anstiege folgten immer wieder eben auch rasante Abfahrten, was die Mannschaft von Sebastian Pichura nun mit aller Macht verhindern möchte. Heißt: Auf den 2:1-Derbysieg in Remscheid sollen die nächsten drei Punkte folgen. „Ich möchte unbedingt gewinnen“, formuliert es der Coach.

Er verbindet mit den Oberhausenern allerdings nicht die allerbesten Erinnerungen. In der Vorsaison waren diese am zweiten Spieltag im Eifgen zu Gast, drehten einen 0:2-Rückstand in den letzten Minuten und entführten alle drei Punkte. „Das ist eine junge, hungrige Truppe“, meint Pichura, der sich etwas einfallen lassen möchte, dass dem Gegner der Appetit vergeht. Nico Postic könnte so ein Faktor sein. Er kehrt nach abgesessener Rotsperre ins Team zurück. Auch Frederik Streit wäre sicherlich dafür prädestiniert, der Arminia kräftig in die Suppe zu spucken. Doch der in dieser Saison so stabile Innenverteidiger ist krank und steht damit ebenso nicht zur Verfügung wie Eliot Cakolli und Umut Demir. Letztgenannten hat es im Derby übel erwischt, alle Bänder im Sprunggelenk sind durch.

Landesliga: SF Hamborn 07 – FC Remscheid (So., 15 Uhr). In Sachen Adrenalin und Freizeitpark-Fahrgeschäften ist auch der FCR bislang voll auf den Geschmack gekommen. „Diese Liga ist verrückt“, findet Trainer Marcel Heinemann angesichts der vielen Auf und Abs. Weil es aber nahezu allen Konkurrenten so geht, beträgt der Rückstand der Remscheider auf Spitzenreiter nur vier Punkte. Dass dieser aktuell allerdings Steele und nicht Hamborn heißt, wundert den Coach schon: „Vom Papier her haben die die stärkste Mannschaft.“

Da die Partien aber auf dem Rasen und nicht in der Theorie entschieden werden, finden sich die im Sommer aufgemotzten Duisburger um Ex-Profi Timm Golley nur auf Platz neun wieder. „Trotzdem ist das eine Herausforderung für uns“, findet Heinemann, ist aber guten Mutes, eine ordentliche Leistung seiner Mannschaft sehen zu können. Denn: „Gegen die stärkeren Teams sind wir bislang über uns hinausgewachsen.“

Für einen guten FCR-Auftritt spricht auch, dass mit Tristan Maresch, Dylan Oberlies und Ibuki Noguchi drei zuletzt gesundheitlich angeschlagene beziehungsweise gesperrte Spieler in den Kader zurückkehren. Fragezeichen stehen dagegen hinter den Einsätzen von Adis Babic (Oberschenkelprellung) und Patrick Posavec (Rückenprobleme). Vincenzo Lorefice (Wade) und Malte Lüttenberg (Knie) fallen weiterhin aus.

Bezirksliga: FC Britannia Solingen – Dabringhauser TV (So., 15 Uhr). Großen Verhandlungsspielraum bezüglich des sonntäglichen Ziels sieht DTV-Trainer Marco Menge nicht: „Wir müssen gewinnen.“ Er sagt das, ohne den Gegner damit abwerten zu wollen. Alleine der Blick auf die Tabelle macht transparent, wie ernst die Situation ist. Britannia ist Letzter mit einem Punkt, der DTV steht direkt davor (vier Zähler). Mehr Kellerduell geht nicht. Man wolle den Kampf annehmen und „alles rausknallen“, wie es Menge ausdrückt. Positiv, dass ihm der komplette Kader zur Verfügung steht. Lediglich sein Bruder Pascal schwächelte erkältungsbedingt während der Woche ein wenig.

Bezirksliga: VfB Marathon – SC Sonnborn (So., 15 Uhr, Reinshagen). Zweimal war der VfB zuletzt spielerisch nicht die schlechtere Mannschaft, stand aber mit leeren Händen da. „Jetzt wird es Zeit, dass wir wieder punkten“, formuliert Spielertrainer Dominik Müller den klaren Anspruch. Gegen die Wuppertaler gehe es um „Big Points“. Punkte also, die man im Abstiegskampf unbedingt braucht. Natale Gargiullo wurde nach seiner roten Karte für zwei Spiele gesperrt, Marcel Zaremba und David Lopez Aragon befinden sich im Urlaub. Müller selbst sieht sich am Sonntag nicht auf dem Platz stehen, ist durch Schmerzen am Hüftbeuger beeinträchtigt. Umso wichtiger, dass Fabian Heinrich wieder an Bord ist.

Auf Joel Schneider kann der SC 08 Rade im wichtigen Heimspiel kaum verzichten.

Bezirksliga: SSVg. Velbert U23 – SC Ayyildiz (So., 15.15 Uhr). In bald fünf Jahren, die Erdal Demir als Trainer für Ayyildiz arbeitet, hat er eine solch schwierige Phase noch nicht erlebt. Verletzte, Schichtarbeiter, kein guter Start – es gibt viele Erklärungen dafür, weshalb die Situation so ist wie sie ist. „In den vergangenen Jahren hatten wir immer nur Erfolg, Erfolg, Erfolg“, weiß Demir um die neue Lage. „Der Wille ist da, aber wir sind in der Breite qualitativ nicht so gut aufgestellt.“ Auffällig ist die Vielzahl der Akteure, die über muskuläre Probleme klagen. Wie Luca Lenz, wie Fatih Özmen, wie Cemal Öztürk, wie Muhammed Akbulut. Wer von ihnen auflaufen kann, ist unklar. Gleiches gilt für den angeschlagenen Gian Luca Santos. Demir: „Da müssen wir durch.“

Bezirksliga: SC 08 Radevormwald – SSVg. Heiligenhaus (So., 15.15 Uhr, Kollenberg). Die Grippewelle hat keinen Bogen um den SC 08 gemacht, der im Training deshalb nicht die volle Kapelle aufbieten konnte. „Ich hoffe trotzdem, dass unsere Weiterentwicklung anhält“, ist Trainer Zdenko Kosanovic mit den Auftritten der jüngsten Vergangenheit durchaus einverstanden, obwohl nicht immer Zählbares unter dem Strich stand. Für das Training am Donnerstag stand das Thema Abschluss ganz oben auf dem Programm. Seine Jungs mussten aus allen Lagen ballern. Grund: „Wir vergeben noch zu viele Chancen.“ Joel Schneider, Yannik Prahl und Marc Aldergot dürften ihre Erkältungen auskuriert haben, Titus Hoffmann fehlt urlaubsbedingt.

Bezirksliga: SSV Bergisch Born – Germania Wuppertal (So., 15.15 Uhr, Born). Die paar Tage Urlaub mit der Familie an der Playa de Muro auf Mallorca seien ihm von Herzen gegönnt. „Ich bin halt auf die Schulferien angewiesen“, begründet Borns Coach Sascha Odina, weshalb er am Sonntag nicht an der Seitenlinie steht.

Bei seinem „Co“ Domenico Cozza weiß er die Mannschaft in besten Händen und hofft, „dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt“. Insgesamt sei die Trainingsqualität zuletzt gestiegen. Möglicherweise auch deshalb, weil einige A-Jugendliche mit dem nötigen Feuer in jede Einheit gehen und die Etablierten herausfordern. Germania wird den Bornern alles abverlangen, die unverändert auf Langzeitverletzte wie Jan Prein und Anis Geus verzichten müssen.

Verlegung

Ursprünglich sollte der SC Ayyildiz sein Auswärtsspiel bei der U23 der SSVg. Velbert am Sonntagvormittag um 11 Uhr austragen. Schon zum Ende der Woche sickerte aber durch und wurde dann am Freitag auch von offizieller Seite bestätigt: Weil die in der Niederrheinliga spielenden A-Junioren des Oberligisten Priorität haben, wurde die Bezirksligapartie auf den Nachmittag gelegt.

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