Fußball

FCR erkämpft sich verdientes Remis

FCR-Stürmer Patrick Posavec ließ nach seiner Einwechslung nichts unversucht und kämpfte im Strafraum um jeden Ball. Foto: Michael Sieber
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FCR-Stürmer Patrick Posavec ließ nach seiner Einwechslung nichts unversucht und kämpfte im Strafraum um jeden Ball.

Fußball-Landesliga: SV 09/35 Wermelskirchen bleibt nach 1:1 in Steele weiter ungeschlagen

Von Peter Kuhlendahl und Marc Jörgens

FC Remscheid – Blau-Weiß Mintard 1:1 (0:1). Nach 86 Minuten hielt es keinen mehr auf der Bank. Ahmed Al Khalil hatte doch noch den Ausgleich erzielt, der Jubel war riesig. Ein paar Minuten später machte sich aber Ärger breit. Drei Minuten lautete die Nachspielzeit. „Das ist eine Frechheit“, war Teammanager Mike Zintner angesichts zahlloser Unterbrechungen außer sich. Und als der Unparteiische schließlich abpfiff, gingen die Köpfe im Kollektiv nach unten. „Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, sprach FCR-Trainer Marcel Heinemann alle Beteiligten aus der Seele.

Zumindest nach der Leistung im zweiten Abschnitt. Da hatten die Remscheider das Heft fest in der Hand. Waren bissig und spielten auch einen guten Ball nach vorne. Nur im Abschluss war es einfach wie verhext. Bereits in der 47. Minute ließ Yu Sato eine Chance aus, als er plötzlich vor dem Gästekeeper auftauchte. 20 Minuten später vergab der Japaner aus der Drehung. Der eingewechselte Yutaro Ichimura ließ dann eine 1:1-Situation gegen den Keeper aus (69).

Zuvor hatte Heinemann noch mehr auf die Offensive gesetzt. Brachte zunächst nach einer Stunde Patrick Posavec und zehn Minuten vor dem Ende dann auch noch Abdoul Morou. Alles oder Nichts war nun angesagt. In der 86. Minute war es dann Posavec, der den Ball Richtung Tor beförderte. „Ich hatte den Ball aber irgendwie gar nicht richtig getroffen. Aber den Torschrei schon auf den Lippen“, musste der Stürmer dann aber erleben, dass ein Mintarder den Ball noch vor der Linie mit dem Kopf erwischte. Das Leder flog zurück zur Fünfmeterlinie, wo Al Khalil stand, der nur noch einnicken musste.

Trotz der guten zweiten Hälfte sollte man aber auch die durchwachsene erste Halbzeit nicht vergessen. Die begann zwar mit einem Paukenschlag, als Tristan Maresch, der ein gutes Spiel machte, den Ball nach 30 Sekunden auf die Latte setzte. Je länger die Partie dann aber dauerte, desto mehr waren die Gäste am Ruder. Und mit ihrem ersten richtig vorgetragenen Angriff gingen sie schließlich nach 20 Minuten auch verdient in Führung.

SpVgg Steele 03/09 – SV 09/35 Wermelskirchen 1:1 (1:0). Das tabellarische Spitzenspiel entpuppte sich eher als ein durchwachsener Kick am Sonntagnachmittag. Dabei hatten die Gäste zwar über weite Strecken eine optische Überlegenheit. Kaufen konnten sie sich aber dafür bis zur 83. Minute gar nichts.

Doch sie haben da ja noch Aleksandar Stanojevic. Der Stürmer setzte sieben Minuten vor dem Ende zu einem Alleingang an und schob den Ball aus rund zwölf Metern zum umjubelten Ausgleich ein. Es war bereits der fünfte Saisontreffer der Wermelskirchener Offensivkraft, der damit einen sehr großen Anteil daran hatte, dass der SV 09/35 auch nach dem fünften Spieltag weiter ungeschlagen ist und in der Spitzengruppe der Liga eifrig mitmischt.

Sie jubeln weiter, die Wermelskirchener. Auch in Essen blieben sie ungeschlagen und damit oben dran.

Aus diesem Grund war Wermelskirchens Coach Sebastian Pichura zum einen auch unter dem Strich zufrieden. „Das ist zwar super. Aber hier wäre heute auf der anderen Seite mehr möglich gewesen.“ Allerdings musste auch er kurz vor dem Ende noch einmal tief durchatmen, als die Gastgeber wie aus heiterem Himmel den Ball an die Latte setzten.

Ähnlich war es auch in der 38. Minute. Da leisteten sich die Wermelskirchener einen Aussetzer, und der Ball landete im Netz. „Da verstehst du doch die Welt nicht mehr“, entfuhr es Pichura, der dann auch mit ansehen musste, dass sich seine Schützlinge erstmal wieder sammeln mussten. In der Folge waren die Gäste zwar wieder am Drücker. Zwingende Möglichkeiten blieben aber Mangelware.

Aufstellungen

FCR: Horn, Angelov, Babic, Sato, Blume (82. Morou), Shavershyan, Lüttenberg (46. Ichimura), Saibert, Buscemi (63. Posavec), Maresch, Al Khalil.

SV 09/35: Weber, Legat, Streit (76. Aikawa), M. Postic, Kücüktireli, Kelm (54. Mehmeti), L. Postic (54. Mittmann), Wylezol, Stanojevic, Demir (76. Eryürük), Sari (54. Lilliu).

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