Fußball

Elfer-Wettstreit begeistert alle

Die TGH-Frauen bejubelten den Turniersieg lautstark. Fotos: Peter Teinovic
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Die TGH-Frauen bejubelten den Turniersieg lautstark.
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Kreismeisterschaft vom Punkt im Dönges-Eifgen-Stadion gleicht einem Spektakel.

Von Fabian Herzog

Das Schiri-Team des Kreises wurde erst im Viertelfinale gestoppt.

Remscheid. Verkatert war Christian Tiede am Sonntagmorgen nicht. „Trotzdem fühlt es sich an, wie das Aufräumen nach einer großen Party“, sagte der Dabringhausener, der am Samstag im Dönges-Eifgen-Stadion in Wermelskirchen ein Megaevent auf die Beine gestellt hatte. Die Remscheider Kreismeisterschaft im Elfmeterschießen sorgte bei Fußballern wie Zuschauern für einen Riesenspaß. „Es war ein rundum gelungener Tag“, schwärmte nicht nur Tiede, der das Format mit seinem Start-up-Unternehmen „36feet“ in Zukunft gerne groß und nach Möglichkeit bis zu einer Deutschen Meisterschaft aufziehen möchte.

Manch einer ließ im Eifgen die Muskeln spielen.

Wie schon bei den Turnieren in Wuppertal und Solingen glich der Wettstreit vom Punkt einem gewaltigen Spektakel. 18 Männer- und drei Frauenteams (die TG Hilgen war doch nur mit einer Mannschaft erschienen) sorgten für eine Rekordbeteiligung und verwandelten das Stadion in ein Festivalgelände. Mittendrin der Veranstalter SV 09/35 Wermelskirchen, der sich durchaus überrascht zeigte. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so groß wird“, bilanzierte Abteilungsleiter Kalle Fleischer, der mit seinem Team sogar in Sachen Getränkeversorgung nachjustieren musste.

Dafür mitverantwortlich zeigte sich vor allem die SG Hackenberg. Der A-Kreisligist war mit zwei Mannschaften zur Elfer-Kreismeisterschaft gekommen und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass er nicht nur, aber eben auch über fußballerische Qualitäten verfügt. „Die waren schon richtig gut drauf“, lobte Tiede die Gelb-Schwarzen, die ihre Partien voll auskosteten und im großen Stil zelebrierten. So durfte vor jedem Duell weder das SGH-Vereinslied noch ein Mannschaftskreis zur Einschwörung fehlen.

„Es war eine coole Erfahrung und hat echt Spaß gemacht.“

Vincenzo Tarantino, treffsicherer Schiedsrichter

Möglicherweise war dies aber sogar der Schlüssel zum Erfolg. Denn Hackenberg I und II schafften es, sich durch die Gruppenphase ins Halbfinale zu feiern und erst in den entscheidenden Finalspielen geschlagen geben zu müssen. Die Erste verlor im Finale gegen B-Kreisligist SV 09/35 III, die Zweite gegen Bezirksligist Dabringhauser TV.

Die Torhüter, wie hier Hilgens Florian Eppelmann, zeigten ihre Klasse.

Auf dem Weg dorthin schaltete die SGH I auch das Team der Schiedsrichter aus. Die hatten überraschend ebenfalls gemeldet und so für eine ganz besondere Note der Kreismeisterschaft gesorgt. „Es war eine richtig coole Erfahrung und hat echt Spaß gemacht“, konstatierte Referee Vincenzo Tarantino. Die Unparteiischen konnten sich vor allem auch auf ihren Keeper verlassen. Güven Uzun, früher mal bei Ülküspor zwischen den Pfosten, erwies sich als Elferkiller, parierte unter anderem direkt die ersten drei Strafstöße.

Ungeahnte Qualitäten auf der Linie stellte Cedric Haldenwang unter Beweis. Der Innenverteidiger der DTV-Ersten sprang als Keeper bei der Zweiten ein und qualifizierte sich für mögliche Notfälle im Dabringhausener Tor. „Er hat das richtig gut gemacht“, lobte Tiede, im Vereinsleben ja Abteilungsleiter und Ex-Keeper des DTV.

Christian Tiede, Initiator des verrückten Elfmeterschießen-Formats, zeigte sich mit der Veranstaltung „rundum zufrieden“.

Bei dessen Frauenteam, das nach der Gründung seine offizielle Wettkampfpremiere feierte, trumpfte eine in doppelter Rolle auf. Lara Görtz, die für den MSV Duisburg schon in der Jugend-Bundesliga zwischen den Pfosten stand, gab eine Kostprobe ihres Könnens und wehrte einige Elfmeter ab. Zudem verwandelte sie auch selbst ein paar Versuche. Trotzdem reichte es nicht zum Turniersieg. Den holte sich Bezirksligist TG Hilgen, der den zuvor starken Kreisligisten TS Struck im Finale bezwang.

Stimmung

Kleine Sticheleien untereinander gehörten bei der Remscheider Kreismeisterschaft im Elferschießen wie schon in Wuppertal und Solingen dazu, blieben stets im Rahmen und sorgten so für eine klasse Atmosphäre. Bis auf ein Team konnten auch alle damit umgehen. Für Stimmung sorgten vor allem SGH und DTV, die ihre jeweiligen Teams bei den Spielen lautstark unterstützten.

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