Türchen 23

Adventskalender: Ein Fußballer inspiriert den Handballer

Die 23 auf dem Trikot, die 23 auf der Hose – unverkennbar Christopher Grassow vom Handball-Landesligisten HSG Rade/Herbeck, der mit seiner Freundin Alina in Hückeswagen lebt. Foto: Michael Sieber
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Die 23 auf dem Trikot, die 23 auf der Hose – unverkennbar Christopher Grassow vom Handball-Landesligisten HSG Rade/Herbeck, der mit seiner Freundin Alina in Hückeswagen lebt.
  • Andreas Dach
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Wir öffnen Türchen Nummer 23 im Rückennummern-Adventskalender des RGA-Sports – mit Chris Grassow.

Remscheid. Es gibt reichlich Gründe, eine bestimmte Nummer auf dem Trikot zu tragen. Das lässt sich nach 22 Teilen unserer Adventskalender-Serie mit Fug und Recht behaupten. Die Zahl kann ein reines Zufallsprodukt sein. Oder jemand hat sich für sie entschieden, weil sie den Geburtstag abbildet. Zwei von vielen Beispielen. Aber dass ein Akteur einer komplett anderen Sportart den Ausschlag gegeben hat – das gab es noch nicht.

Bis zu dem Gespräch mit Chris Grassow. Der Handballer der HSG Radevormwald/Herbeck begründet seine 23 mit dem Blick auf die Fußballhistorie: „Ich habe mich von Rafael van der Vaart inspirieren lassen.“ Grassow war ein Fan des früheren holländischen Fußball-Nationalspielers mit dem starken linken Fuß. Vor allem zu der Zeit, als der Niederländer beim HSV die möglicherweise beste Zeit seiner Karriere hatte.

Fußballer fixt Handballer an. Ein bemerkenswerter Dreh in unserer Serie, in welcher wir interessante Typen des bergischen Sports porträtieren. Diesmal Grassow. Er ist ein wichtiger Faktor beim Handball-Landesligisten HSG Radevormwald/Herbeck. Kann in der Mitte spielen. Oder auf Halblinks. Beides macht er gerne, schränkt allerdings ein: „Durch Arbeit und Studium sind meine Kapazitäten zum Teil eingeschränkt.“ Bedeutet: Er steht nicht bei allen Einheiten zur Verfügung. Seit seinem dualen Studium („International Business“) bringt er sein Wissen im Marketingbereich der Wermelskirchener Firma Interroll ein. Ein berufsbegleitendes Masterstudium in Bergisch Gladbach sorgt für zusätzliche Beanspruchung.

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Deshalb vom Handball zu lassen, kommt für ihn aber nicht in Frage. Grassow liebt den Sport und fühlt sich bei der HSG pudelwohl, bestens aufgehoben. Dabei ist er eigentlich Hückeswagener und hat beim ATV auch seine ersten Erfahrungen gesammelt. Irgendwann ging es aber mit der gesamten Mannschaft zur HSG: „Ich glaube, das war in der D- oder C-Jugend. Unsere Trainerin war damals Martina Gowitzke.“ Seitdem gibt er alles für die Radevormwalder und glaubt die Mannschaft stark genug, in dieser Spielzeit endlich den Sprung in die Verbandsliga zu schaffen. Im dritten Anlauf. „Wir haben eine Qualität, welche nicht viele aufbieten können und sind zudem breit aufgestellt. Mit den unterschiedlichsten Spielertypen – vom Wühler bis zum Shooter.“ Nicht nur das. Grassow bestätigt gerne: „Das Miteinander bei uns stimmt.“

Alles paletti also bei der HSG, die erst in den jüngsten Spielen so richtig ins Rollen gekommen ist und bei der es zuletzt einige Diskussionen gab, die sich um Anspruch und Wirklichkeit drehten. Der Rückraummann schildert seine Sicht der Dinge: „Ich sehe das Problem darin, dass die letzten beiden Spielzeiten jeweils einen bitteren Verlauf genommen haben. Wenn du zweimal wegen der Corona-Pandemie nicht aufgestiegen bist, können schon mal Zweifel daran aufkommen, dass die Saison diesmal zu Ende gespielt wird.“ Das nagt an Akteuren, möglicherweise sogar an einer kompletten Mannschaft.

Seit einer Verletzung vor drei Jahren hat Grassow den regelmäßigen Kraftsport mit in sein Trainingsprogramm aufgenommen. Er findet: „Dadurch habe ich in Eins-gegen-Eins-Situationen deutlich mehr Power.“ Die will er einbringen, um endlich den Aufstieg mit der HSG feiern zu können. Und dann eine Abschlussfahrt nach Mallorca anzuschließen: „Malle steht bei mir schon immer hoch im Kurs.“

Serie

In unserem Rückennummer-Adventskalender kamen bislang seit dem 1. Dezember der Reihe nach die Fußballer Sebastian Weber (SV 09/35), Yusuf Kaya (Dabringhauser TV) und Antonio Angelov (FC Remscheid), Handballer Jens Reinarz (Bergische Panther), Erik August von Fußball-Bezirksligist VfB Marathon), Moritz Mettler von Handball-Landesligist ATV Hückeswagen, Fußballer Dennis Dossmann (Bergisch Born II), Footballer Tommy Le, Handballer Ben Vornehm (Bergische Panther II), Anis Geus vom Fußball-Bezirksligisten SSV Bergisch Born, Max Richter von Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid, Fußballerin Melina Stratemeyer (SG Hackenberg), Handballerin Anke Görke (Lüttringhauser TV), Handballerin Alina Eigenbrod (Wermelskirchener TV), Fußballer Luca Lenz (SC Ayyildiz), Footballer Tobias Picard (AFC Amboss), Handballer Florian Hinkelmann (HG Remscheid), Fußballerin Denise Hock (TG Hilgen) und Fußballer Yannik Prahl (SC 08 Radevormwald) vor.

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