Rollhockey

Die IGR rutscht aus, doch sie fällt nicht

Tor durch Alexander Ober. Im Anschluss an einen Penalty erzielte der Nationalspieler das wichtige 4:2 für die IGR Remscheid. Foto: Michael Sieber
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Tor durch Alexander Ober. Im Anschluss an einen Penalty erzielte der Nationalspieler das wichtige 4:2 für die IGR Remscheid.
  • Andreas Dach
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Rollhockey-Bundesliga: Beim 5:3-Sieg in Cronenberg steht die Partie vor dem Abbruch.

Remscheid. Wir wissen nicht, ob die Spieler der IGR Remscheid den Sportteil des RGA in unserer Freitagausgabe gelesen haben. Was wir aber wissen: Der Rollhockey-Bundesligist hat den Wunsch perfekt umgesetzt, den wir dort in der Überschrift formuliert hatten. „Mach´s noch einmal, IGR!“, hatte dort gestanden. Und die Mannschaft von Timo Meier knüpfte an ihre Leistung von vor zwei Jahren an, entschied das bergische Derby beim RSC Cronenberg in der Alfred-Henckels-Halle wieder für sich. Damals im Achtelfinale des Pokals, diesmal am zweiten Spieltag der Meisterschaft mit 5:3 (2:0).

Für beide Partien gilt: Es war Werbung für den Rollhockeysport und machte deutlich, dass RSC und IGR in den kommenden Jahren die Sportart in Deutschland dominieren könnten. Was war das für eine mitreißende Partie. Mit Hektik, mit wunderschönen Treffern, mit einem Höchstmaß an Emotionalität, mit Leidenschaft. Und mit einem Sieger, der verdientermaßen IGR Remscheid hieß.

Bis Mannschaft, Trainer und Betreuer mit den eigenen Fans feiern durften, mussten alle bangen und zittern. Und die letzten Körner aus sich herausholen. Die Begegnung war zu keinem Zeitpunkt entschieden. Schon gar nicht, als es Mitte der zweiten Hälfte zu einer langen Unterbrechung kam. Die vielen Zweikämpfe, bei denen es zu Bodenkontakt einzelner Akteure kam, hatten an einigen Stellen für einen schweißübersäten Untergrund gesorgt. So schnell kam man mit dem Wischen gar nicht nach, wie immer wieder neue Gefahrenstellen vorzufinden waren.

Zwischendurch wurde über einen Abbruch der Partie nachgedacht

Kurz dachte man wohl sogar über einen Abbruch nach. „Ich bin nicht sicher, dass das hier zu Ende gespielt wird“, mutmaßte der IGR-Vorsitzende Georg Feldhoff. Letztlich bekam man die Situation aber in den Griff. Und erlebte extrem spannende letzte Minuten. Die Gäste hatten durch Tore von Max Richter (20.), Yannick Peinke (22.) und Alex Ober (32.) schon mit 3:0 geführt, ehe die nie aufgebenden Wuppertaler nach Standards von Sebi Rath (33.) und Aaron Börkei (37.) herankamen.

Es ging hin und her – die unfreiwillige Pause schien dem RSC eher in die Karten zu spielen. „Unser Trainer hat uns gesagt, dass es jetzt reine Kopfsache ist“, berichtete später der überragende Alex Ober. Und die IGR wankte, aber sie fiel nicht. Ober stellte auf 4:2 (41.), Tom Drübert machte es wieder dramatisch (3:4, 43.). Die Fans auf beiden Seiten gingen fantastisch mit. Es hatte fast schon etwas von südländischer Atmosphäre. Letztlich machte Yannick Peinke kurz vor dem Ende des rassigen Derbys den Sack zu (48.).

„In der ersten Halbzeit ist unser Matchplan sehr gut aufgegangen“, sagte Timo Meier, „Später haben wir uns etwas von der Hektik anstecken lassen.“ Umso wichtiger, dass Jonas Langenohl im Tor wieder ein sicherer Rückhalt war und die Gäste auch die blauen Karten für Yannick Peinke und Fabian Selbach im zweiten Abschnitt kompensierten.

Kompliment aber auch an den RSC, der ebenfalls konsequent auf die eigene Jugend setzt und bei dem Kapitän Rath mit seinen 24 Jahren schon der Alterspräsident ist. Ab sofort beginnt die Vorfreude aufs Wiedersehen – am 6. November ist es in der Halle Hackenberg soweit.

Verspätung

Die Begegnung in der Alfred-Henckels-Halle begann mit gut zehnminütiger Verspätung. Der Andrang im Eingangsbereich war sehr groß, und wegen der 3G-Kontrollen knubbelte es sich erheblich. Letztlich war das Spiel dann erst um kurz vor 18 Uhr beendet. Die lange Unterbrechung wegen der immer wieder rutschigen Spielfläche hatte ihr Übriges getan.

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