Fußball-Bezirksliga

Borner bezwingen Rades Rasselbande

Bessere Haltungsnoten verdiente sich in dieser Szene Fynn Schneider. Den Sieg holten sich aber Alex Eicker (l.) und der SSV. Foto: Andreas Bornewasser
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Bessere Haltungsnoten verdiente sich in dieser Szene Fynn Schneider. Den Sieg holten sich aber Alex Eicker (l.) und der SSV.

Dhünner gewinnen, DTV mit Remis, Niederlagen für SCA und Marathon

Von Fabian Herzog, Andreas Dach, Peter Kuhlendahl und Peter Brinkmann

SSV Bergisch Born – SC 08 Rade 2:0 (0:0). Die Riesenüberraschung – und das wäre schon ein Punktgewinn des dezimierten SC 08 gewesen – lag nicht zwingend in der Luft, aber definitiv im Bereich des Möglichen. Hätte Dustin Kirn zum Beispiel die lange Zeit einzige Torchance eines fußballerisch schwachen Derbys genutzt (35.) oder Levin Deist etwas genauer gezielt (82.), die Rasselbande aus der Bergstadt wäre nicht punktlos in diese zurückgekehrt. „Die Niederlage war unverdient“, konstatierte Gäste-Trainer Zdenko Kosanovic.

Zumindest auf Durchgang eins bezogen lag er damit sicherlich richtig. Danach steigerten sich die Gastgeber und erspielten sich immerhin einen Hauch des Übergewichts, das im Vorfeld alleine aus personeller Sicht zu erwarten gewesen wäre. Zwingend zu überzeugen wusste bis auf den jungen Alex Eicker im Mittelfeld des SSV aber niemand. „Das Beste an diesem Spiel waren die drei Punkte“, knurrte Trainer Sascha Odina.

Emre Circir löste den Knoten per wuchtigem 20-Meter-Freistoß (51.), der junge Eray Yigiter machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf (90.+2). Den größten Anteil am Auftaktdreier hatte aber ein anderer: Fabio Rizza. Der Keeper war bei den genannten Rader Chancen zur Stelle und wollte das Zustandekommen nicht überbewerten: „Was für zählt, sind einzig und alleine die drei Punkte.“

SSV Dhünn – TSV Urdenbach 3:0 (0:0). Teuer bezahlt wurde der Sieg der Dhünner, bei denen Dennis Schmidt bereits vor der Pause mit Verdacht auf Muskelbündelriss ausgewechselt werden musste. Nach einer Stunde staubte Daniel Matuschzik zur Führung ab. Kurz vor dem Ende erhöhte Robin Eisenkopf auf 2:0. Max Esgen sorgte in der Nachspielzeit für den Schlusspunkt. „Der Sieg war verdient. Vielleicht um ein Tor zu hoch“, sagte SSV-Coach Kristian Fischer.

Dabringhauser TV – SV Wersten 2:2 (0:1). Ein Gegentreffer in der Schlussminute brachte den DTV um den Lohn der Arbeit. Als „Scheißding nach einem Standard“, beschrieb DTV-Coach Marco Menge die Situation. Nach einem Doppelschlag von Cedric Haldenwang (55.) und Michael Kluft (58.) zur 2:1-Führung hatte Dabringhausen mehrfach das dritte Tor auf dem Fuß, brachte den Ball gegen einen starken Gegner aber nicht über die Linie. Der Rest: siehe oben! Wersten war kurz vor dem Seitenwechsel mit 1:0 in Führung gegangen (40.).

SC Ayyildiz – ASV Mettmann 1:2 (0:0). Die Niederlage gegen einen der Topfavoriten der Liga geht in Ordnung. Weshalb Trainer Erdal Demir damit auch leben konnte: „Mit unserem zur Verfügung stehenden Spielermaterial haben wir das Maximum rausgeholt und super gekämpft.“ Eine Halbzeit lang hielt das Bollwerk des Gastgebers, dann führten zwei Standardsituationen zum 0:2-Rückstand (49./81.). Luca Lenz schaffte per Foulelfmeter in der Nachspielzeit den Anschlusstreffer. Beim Stand von 0:1 hatte der Torjäger eine Riesenmöglichkeit vergeben. Ein großes Lob gab es für Osman Öztürk. Eigentlich hätte der Offensivmann angeschlagen nicht spielen sollen. Trotzdem ließ er sich 20 Minuten vor dem Ende einwechseln, um das Unmögliche vielleicht noch möglich zu machen.

SC Werden-Heidhausen – VfB Marathon 6:0 (2:0). Diesen Auftakt hatte sich VfB-Spielertrainer Dominik Müller ganz anders vorgestellt. Am Ende stand eine deutliche Pleite in Essen zu Buche. Müller gab nach der bitteren Niederlage zu: „Wir standen unter Dauerbeschuss und haben hochverdient verloren. Wir sind so gut wie nie beim Gegner ins letzte Drittel gekommen.“ Bereits nach vier Minuten hatte das Unheil für die Remscheider begonnen. Auch bei den weiteren Gegentoren war VfB-Schlussmann Marc Oliver Schidzig völlig schuldlos (45./65./80./87./90.). Trotz der Abfuhr konnte Dominik Müller doch noch eine positive Erkenntnis kundtun: „Zum Glück hat sich keiner meiner Spieler verletzt.“

So geht es weiter

Sonntag, 29. August: TSV Eller – SSV Dhünn, VfL Benrath – Dabringhauser TV, TSV Ronsdorf – SC Ayyildiz, SC Werden-Heidhausen – SSV Bergisch Born, SC 08 Rade – SSVg. Velbert U23, SV Bayer Wuppertal – VfB Marathon.

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