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Bergische Fußballszene trauert um Remscheider Jürgen Kohle

Jürgen Kohle 
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Jürgen Kohle 
  • Peter Kuhlendahl
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Früherer Spieler des VfB Marathon stirbt im Alter von 78 Jahren.

Remscheid. Sein Name ist untrennbar mit dem Triumph im Jahr 1968 verbunden. Jürgen Kohle sorgte mit seinen drei Treffern im Finale um die Deutsche Amateur-Meisterschaft beim 5:3-Sieg nach Verlängerung gegen Wacker München dafür, dass der VfB Marathon Remscheid den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte. In dieser Woche ist Jürgen Kohle im Alter von 78 Jahren gestorben. Gesundheitliche Probleme plagten ihn seit längerer Zeit. Zuletzt litt er an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs. 8000 VfB-Fans waren beim Sieg gegen München in Bochum dabei. Fast 10 000 empfingen ihre Helden abends auf dem Theodor-Heuss-Platz in der Innenstadt. Und nicht wenige von ihnen dürften geknickt gewesen sein, dass der damals 25-Jährige sein letztes Spiel für den VfB bestritten hatte und nach Wuppertal wechselte.

2014 war Jürgen Kohle anlässlich einer Buchvorstellung noch einmal im Stadion am Zoo zu Gast. Dort traf Kohle (r.) auch beim Aufeinandertreffen mit Bayern München 1972 beim 1:1.

Mit dem WSV stieg Kohle in der 1. Bundesliga auf

Beim Regionalligisten startete er dann richtig durch. Mit dem legendären Team unter Trainer Horst Buhtz und unter anderem an der Seite von Manni Reichert sowie Günter Pröpper stieg er mit dem WSV in der Saison 1971/72 schließlich in die Bundesliga auf.

In seinem ersten Bundesligajahr erzielte der Remscheider dann als Mittelfeldspieler gleich zwölf Treffer für die Wuppertaler und hatte damit großen Anteil daran, dass das Team den damaligen Uefa-Cup erreichte. Gefürchtet war Kohle wegen seiner brandgefährlichen Freistöße und seiner unglaublichen Schusskraft. Beim WSV absolvierte er insgesamt 56 Bundesligaspiele, in denen er 16 Tore erzielte. In seinen beiden Europapokalspielen gelang ihm ein außerdem ein Treffer.

1974 wechselte er dann nach Solingen und lief dort für die Union zwei Jahre in der 2. Bundesliga auf. 1976 kehrte er schließlich zu seinen Wurzeln zum VfB nach Remscheid zurück.

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