Schwimmen

Rekordflut schwappt durch das Sportbad

Mit Volldampf durch das Wasser im Remscheider Sportbad am Park. Die Schwimmerinnen und Schwimmer mit Behinderungen zeigten am Wochenende bei der DM ihre Klasse. Foto: Holger Battefeld
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Mit Volldampf durch das Wasser im Remscheider Sportbad am Park. Die Schwimmerinnen und Schwimmer mit Behinderungen zeigten am Wochenende bei der DM ihre Klasse.

Viele Bestleistungen bei der DM der Behinderten in Remscheid. Großes Lob für Organisatoren.

Von Gerhard Pick

Der Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen (BRSNW) und die Startgemeinschaft (SG) Remscheid setzten am Wochenende die Serie ihrer erfolgreichen Kurzbahn-Veranstaltungen im Remscheider Sportbad nahtlos fort. Von Freitag bis Sonntag gab es bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung erneut Weltrekorde, Europarekorde und zahllose deutsche Rekorde sowie viele persönliche Bestzeiten. Insbesondere auch vom Remscheider Hannes Schürmann, der für die SG Bayer antrat.

Auch Tobias Pollap, der im September bei den Paralympics in Brasilien startete, war bei der DM in Remscheid dabei.

Beinahe ebenso erfreulich wie die sportlichen Highlights waren die Meldungen von 52 Vereinen, die 146 Schwimmer und Schwimmerinnen in Remscheid an den Start schickten. Aus allen Bundesländern waren die Aktiven gekommen, die dann im Sportbad zeigten, was nach den Paralympischen Spielen in Rio im Schwimmsport noch möglich ist.

Auch von der Bundestrainerin gab es ein großes Lob

Die Veranstalter freuten sich zudem über viele Gäste, darunter auch eine Menge „neuer Gesichter“. Das sorgte gleich für die Wettkampfstimmung, welche die Sportler zu Topleistungen beflügelten. Besonders am Sonntag wurden die Schwimmerinnen und Schwimmer von ohrenbetäubenden Anfeuerungen noch einmal nach vorn getrieben, so dass die vorher bereits stattliche Anzahl von Rekorden noch einmal erweitert wurde. Am Ende zählte man zwei Weltrekorde, vier Europarekorde und 25 Deutsche Rekorde, die man ohne weiteres um die beiden Weltrekorde und sechs Europarekorde auf 31 erweitern kann.

Damit ist wieder eine unglaubliche Rekordflut durch das Remscheider Sportbad geschwappt, zu der Lokalmatador Hannes Schürmann mit seinem Deutschen Rekord über 200m Freistil beim vorletzten Start beitrug.

Verena Schott (l.) trumpfte im Sportbad im Park groß auf. Sie stellte am Wochenende einen Europarekord über 200 Meter Schmetterling auf.

Beeindruckend waren aber nicht nur die sportlichen Höhepunkte, auch die Organisation klappte bestens. Davon beeindruckt war auch Bundestrainerin Ute Schinkitz, die bisher alle Kurzbahn-Meisterschaften in Remscheid verfolgt hatte. „Man merkt, dass hier ein eingespieltes Team ist, das auch bei Kleinigkeiten immer wieder an den Stellschrauben dreht“, sagte die leitende Bundestrainerin der DBS-Schwimm-Mannschaft.

Gut gelaunt stellte sich auch Trainerin Marion Haas-Faller der Presse. „Ich bin sehr zufrieden“, betonte die Trainerin bereits am Samstagnachmittag strahlend. Denn da hatten ihre Schützlinge Hannes Schürmann und Tobias Pollap (beide TSV Bayer 04 Leverkusen) bereits tolle Serien geschwommen. Zufrieden war die Nachwuchsleistungssport-Koordinatorin BSNW (Schwimmen) aber auch mit der Veranstaltung. Die sei „super organisiert“.

Zur Top-Organisation passte der reibungslose Ablauf, der es den Aktiven erlaubte, auch das Rahmenprogramm zu nutzen. Wie den Mittagstisch mit „sportlergerechtem Essen“ im benachbarten Kindergarten und die zünftige Pasta-Party im Vassbendersaal, zu der am Samstagabend etwa 160 Gäste kamen.

Schwimmen: Viele Bestleistungen bei der DM der Behinderten

 © Holger Battefeld
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BERUFUNG

LOKALMATADORIN Die Remscheiderin Anna Krzyzaniak, die für die SG Bergisch Land antritt, wurde am Rande der Deutschen Kurzbahnmeisterschaft in den D/C-Kader des Deutschen Behindertenverbands berufen. Das D/C-Kader ist Nachwuchskader der Paralympischen Nationalmannschaft. Am Wochenende stellte sie in Remscheid gleich vier persönliche Bestzeiten auf.

Da konnten bereits die ersten Erfolge gefeiert werden: Daniel Simon (Startklasse SB 12, VSG Darmstadt) hatte über 50m Brust in 0:31,43 Minuten (804 Punkte) und über 50m Schmetterling in 0:26,74 Minuten (876 Punkte) bereits zwei Weltrekorde aufgestellt. Über jeweilige Europarekorde konnten sich bereits Adam Karas (S9, SF Unna) über 200m Schmetterling in 2:21,07 Minuten (829 Punkte), Verena Schott (S7, PSC Berlin) über 100m Schmetterling in 1:35,24 Minuten (559 Punkte) sowie Josia Topf (S3, SV Erlangen) über 100m Rücken in 2:24,96 Minuten (395 Punkte) freuen.

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