Laufveranstaltung

1. Bachtal-Run: Der Regen sorgt für die zweite Luft

Maximal zehn Läuferinnen und Läufer gingen am Samstag in den sogenannten Slots gleichzeitig auf die Strecke. Fotos: Michael Sieber
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Maximal zehn Läuferinnen und Läufer gingen am Samstag in den sogenannten Slots gleichzeitig auf die Strecke.
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1. Bachtal-Run: Rund 150 Aktive laufen für einen guten Zweck.

Von Peter Kuhlendahl

Als um 13 Uhr am Samstagmittag die ersten zehn Läuferinnen und Läufer auf die Strecke gingen, lag eine drückende Schwüle im Lenneper Bachtal. 50 Minuten später schüttete es wie aus Kübeln. Die ersten Aktiven, die in unterschiedlichen, sogenannten Slots die 5- oder 10-Kilometer-Strecke gemeistert hatten, sahen aus wie begossene Pudel, als sie das Ziel erreichten. Aber es war allen Beteiligten egal.

„Endlich wieder eine Laufveranstaltung“, meinte zum Beispiel Stefan Mischka, der die lange Distanz absolviert hatte, stellvertretend für die meisten Teilnehmer. Dass auf ihn eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe gewartet hatte, wusste er nur zu gut: „Ich wohne gleich nebenan am Hasenberg.“ Seine Zeit von 49:18 Minuten interessierte ihn nur am Rande.

Zuschauer gab es auf der Strecke, hier vom Feldbachtal zur Panzertalsperre, nur ganz spezielle.

So wie auch viele andere der rund 150 Teilnehmer bei der 1. Auflage des Bachtal-Runs. Organisiert hatte die Veranstaltung der Röntgensportclub, der sonst für den Röntgenlauf verantwortlich ist, sowie die Agentur NeoMove, die bereits in anderen Städten in der Zeit der Corona-Pandemie ähnliche Läufe veranstaltet hat. „Hier geht alles glatt über die Bühne. Schade ist aber, dass nur 150 Aktive dabei sind“, meinte Agentur-Geschäftsführerin Nicole Hafner, die 300 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke hätte schicken dürfen.

Erster Kostenvoranschlag beläuft sich auf 23 000 Euro

Dabei ging es beim 1. Bachtal-Run nicht nur darum, dass sich die Aktiven – natürlich nicht im gewohnten Wettkampfmodus Mann gegen Mann, sondern einzig über die Zeiten – messen konnten, sondern auch um einen guten Zweck. Die Hälfte des Startgeldes ging an den Röntgensportclub, der das Geld für die Instandhaltung der Masten benötigt, die die Bachtalrunde in Lennep in den Herbst- und Wintermonaten beleuchtet. Dies muss bis 2022 erledigt sein. „Wir haben dafür einen ersten Kostenvoranschlag von 23 000 Euro“, berichtete Wolfgang Görtz vom Organisationskomitee des Röntgenlaufs. Derweil hatte sich Bernd Fiedler vom Röntgensportclub selbst auf die Strecke gemacht. „Beim Regen hat man dann die zweite Luft bekommen“, lautete sein Kommentar nach dem Zieleinlauf.

So dürfte es auch den vielen anderen Breitensportlern gegangen sein, die den Großteil der Teilnehmer bildeten. Aber es gab auch Spitzensportler auf der Strecke. Wie den Ronsdorfer Lauftrainer Tim Wagner, der die 5 Kilometer in beeindruckenden 15:32 Minuten bewältigte und nur knapp über seiner eigenen Bestzeit blieb. „Aber auch für mich war es in erster Linie wichtig, dass es eine Veranstaltung mit Wettkampfcharakter gab“, sagte er.

Und auch ein Olympia-Teilnehmer von 2016 war am Start. Der belgische Judoka Jasper Lefevere, der in Zukunft für den Remscheider TV in der 2. Bundesliga kämpft, lief die 10 Kilometer. Wie sein künftiger Teamkollege Marco van Huet und René Endres, der sich bei den RTV-Judoka um die Finanzen kümmert. Deren Teammanager Cedric Pick hatte im Bachtal die Moderation übernommen: „Wir haben am Sonntag einen Teamtag. Und da ist Jasper bereits einen Tag eher angereist.“ Genauer bei den Judoka hingeschaut dürfte Nicole Hafner haben. Sie hat für den 1. JC Mönchengladbach in der Bundesliga gekämpft und war auch international im Einsatz.

Als sich um 15 Uhr der zweite Teil der Aktiven in den Slots auf die Strecke machten, hatte der Himmel seine Schleusen wieder geschlossen. Dafür kehrte aber die Schwüle ins Lenneper Bachtal zurück.

So geht es weiter

Aufgrund der Corona-Pandemie sind bereits fast alle Laufveranstaltungen in der Region für den Rest des Jahres abgesagt worden. Darunter auch der Röntgenlauf, der Ende Oktober zum 20. Mal hätte stattfinden sollen. Der Röntgensportclub und die Agentur NeoMove richten im Herbst vielleicht doch noch eine weitere Veranstaltung aus. In zwei Wochen wollen sich die Verantwortlichen zusammensetzen und darüber beraten.

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