Handball

Reaktionen und Nachrichten runden Pütz-Premiere ab

Nach Spielschluss gab es kein Halten mehr. Markus Pütz (Mitte) und die Spieler feierten ausgelassen. Foto: Lehmann
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Nach Spielschluss gab es kein Halten mehr. Markus Pütz (Mitte) und die Spieler feierten ausgelassen.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Als Interimstrainer des Bergischen HC erlebte der Remscheider einige unvergessliche Momente.

Es gehört nicht zu seinem Naturell, in Euphorie zu verfallen oder überschwänglich aus sich heraus zu gehen. So hat Markus Pütz bei seinen damaligen Anfängen als Trainer die Erfolge mit den Handballern der 2. Mannschaft der HG Remscheid nicht außerordentlich abgefeiert. Deshalb ist der Remscheider auch am vergangenen Samstag relativ gelassen geblieben. Da vertrat der 36-Jährige den an Corona erkrankten Sebastian Hinze auf der Bank des Bundesligisten Bergischer HC und feierte bei seiner Premiere als Erstligacoach einen tollen 27:23-Sieg in Wetzlar. „Das war eine schöne Erfahrung, die ich gerne mitgenommen habe“, sagt Pütz rückblickend.

Begonnen hatte der Rollentausch schon in der Woche vor dem Auswärtsspiel in Mittelhessen. Als Hinze am Montag einen positiven Schnelltest hatte, übernahm Pütz die Trainingseinheiten am Vormittag. Dafür musste er aber seine eigentlichen Verpflichtungen als Lehrer an der Sportschule FALS in Solingen zurückstellen. „Da bin ich der Schulleitung sehr dankbar, dass das ohne Probleme ging“, erzählt der Remscheider, der sich spätestens ab Mittwoch, als auch Hinzes PCR-Ergebnis positiv war, noch intensiver als sonst auf die Partie am Samstag vorbereitete: „Ich habe mir sechs Spiele von Wetzlar im Video angeschaut.“

Spielsteuerung überlässt der Coach den Etablierten

Bis zum Anpfiff in der mit fast 4000 Zuschauern nahezu ausverkauften Buderus-Arena hielt Pütz „mehrfach täglich“ und auch noch einmal wenige Minuten vor Beginn Rücksprache mit seinem „Chef“. Ab 15.30 Uhr war er dann aber auf sich alleine gestellt. Wobei dies nur für die Arbeit an der Seitenlinie galt, wo Pütz seinen Part sehr engagiert ausübte. Die Spielsteuerung, wie in den Auszeiten deutlich spürbar, überließ er den Etablierten. Linus Arnesson zum Beispiel, der vor allem Verantwortung übernahm. „Wir hatten eine klare Aufgabenverteilung und sind enger zusammengerückt“, berichtet der Remscheider.

Er selbst rückte nach Spielschluss dann noch weiter in den Mittelpunkt. Zunächst bei der Pressekonferenz und dem obligatorischen Interview des übertragenen Senders Sky, wo Markus Pütz einen sehr souveränen, authentischen Eindruck hinterließ. Zuvor hatten ihn die Spieler beim Siegestanz in ihre Mitte genommen. „Das war eine tolle Reaktion der Mannschaft“, erzählt der Interimscoach und ergänzt lächelnd: „Da konnte ich gar nicht entkommen.“

Als er auf der stimmungsvollen Rückfahrt im Bus einen Blick auf sein Handy warf, staunte er nicht schlecht. „Ich habe sehr viele Nachrichten bekommen. Auch von Leuten, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte.“ Sogar Viktor Szilagyi, Kiels Sportlicher Leiter, meldete sich kurz vor dem Topspiel in Magdeburg noch schnell. „Da habe ich mich sehr drüber gefreut“, sagt der Remscheider, der zu Szilagyi nach dessen BHC-Zeit ein gutes Verhältnis hat.

An diesem Donnerstag steht das nächste Spiel des BHC an. Um 19.05 Uhr sind die Füchse Berlin in der Wuppertaler Uni-Halle zu Gast. Ob Pütz dann noch einmal für Sebastian Hinze einspringen muss, entscheidet sich kurzfristig.

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