Handball

Randzios Rückkehr mit Ratingen nach Radevormwald

Seit 2018 trägt Carina Randzio Grün. Beim TV Ratingen fühlt sie sich vom ersten Tag an extrem wohl. Foto: TVR
+
Seit 2018 trägt Carina Randzio Grün. Beim TV Ratingen fühlt sie sich vom ersten Tag an extrem wohl.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
    schließen

Frühere Handballerin der HSG muss beim Verbandsliga-Spitzenspiel am Sonntag zuschauen.

Von Fabian Herzog

Die sportliche Rückkehr in ihr langjähriges handballerisches Wohnzimmer fällt diesmal aus. Carina Randzio laboriert an einem Bänderriss samt Sprunggelenksverletzung und wird am Sonntag (13.15 Uhr) nicht für den TV Ratingen im Spitzenspiel der Frauen-Verbandsliga bei der HSG Radevormwald/Herbeck auflaufen können. Bitter für die Handballerin, die so lange in der Bergstadt gespielt hat und mit der Halle Hermannstraße viele Erinnerungen verbindet. „Spiele dort sind jedes Mal aufs Neue etwas Besonderes“, sagt die 25-Jährige. „Vor allem, weil dort zu Schulzeiten auch mein Sportunterricht stattfand.“

Trotz Verletzung wird sie sich die Rückkehr nach Rade nicht nehmen lassen. „Auf jeden Fall werde ich dabei sein. Keine Frage“, sagt Randzio. „Ich möchte auf der Bank sitzen und die Mädels so gut ich kann unterstützen.“ Für die Ratingerinnen steht eine Menge auf dem Spiel, schließlich wollen sie in die Oberliga aufsteigen. „Das ist unser Ziel, seitdem ich beim TVR spiele“, erzählt Randzio, die das Rennen um den Titel aber als extrem ausgeglichen einschätzt. „Ich bin wirklich gespannt, wer es am Ende schafft. Wenn wir es wären, fänd ich das schon sehr cool.“

Nach dem Abitur 2015 ist sie flügge geworden

Seit 2018 trägt die Rückraumspielerin das Ratinger Trikot. „Ich fühle mich sehr wohl“, sagt Randzio, die als gebürtige Wipperfürtherin auf der Grenze nach Rade aufgewachsen ist und viele Jugendjahre bei der HSG verbracht hat. Auch beim HSV Wuppertal war sie im Nachwuchsbereich am Ball. Nach dem Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium im Jahr 2015 wurde sie aber flügge – privat wie sportlich. Randzio zog nach Düsseldorf, begann eine Ausbildung zur Logopädin samt integriertem Studium und schloss sich dem Landesligisten SF Düsseldorf an.

Nach einer Spielzeit merkte die Rechtshänderin aber, dass sie doch ambitionierter spielen wollte, und wechselte zu Fortuna Düsseldorfs 2. Mannschaft in die Oberliga. Zwei weitere Saisons später lockte sie Rudi Lichius nach Ratingen, wo sie fand, was sie suchte: „Die Mädels da sind große Klasse.“

Ihre treuesten Fans sind ihre Eltern. Astrid und Detlef Randzio, als Trainer bestens in der hiesigen Handballszene bekannt, lassen sich selten ein Spiel der Tochter entgehen. Auch im privaten Bereich sind sie ihr gefolgt und wohnen mittlerweile in Düsseldorf-Pempelfort. „Mit dem Auto bin ich in fünf Minuten bei ihnen“, erzählt Carina Randzio, die auch den sportlichen Weg des Vaters genau beobachtet.

Nach früheren Stationen in Rade, Remscheid und der Panther-Jugend coacht Detlef Randzio mittlerweile die SG Unterrath in der Bezirksliga. Am Sonntag liegt aber auch für ihn der Fokus auf der Halle Hermannstraße. Wenn die Familie in ihr langjähriges sportliche Wohnzimmer zurückkehrt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

TGH kann ausgerechnet beim BVB aufsteigen
TGH kann ausgerechnet beim BVB aufsteigen
TGH kann ausgerechnet beim BVB aufsteigen
09/35 kämpft im Endspiel um die Klasse
09/35 kämpft im Endspiel um die Klasse
09/35 kämpft im Endspiel um die Klasse
HSG muss nun warten
HSG muss nun warten
Das zerfledderte Ende der Handballsaison nervt
Das zerfledderte Ende der Handballsaison nervt
Das zerfledderte Ende der Handballsaison nervt

Kommentare