Handball

Rader Handballer legt steile Karriere hin

Schnieke bei einer Präsentation: Finn Hebbecker. Fotos (2): FH
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Schnieke bei einer Präsentation: Finn Hebbecker. Fotos (2): FH
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Finn Hebbecker erobert die Welt

Radevormwald. Mutig ist er. Das steht schon einmal fest. Mit gerade einmal 21 Jahren die Heimat zu verlassen, um eine gleichermaßen erfolgversprechende wie ungewisse berufliche Zukunft anzutreiben – das würde nicht jeder machen. Anders Finn Hebbecker. Der junge Mann aus Radevormwald galt als Talent im Handball. Und hat mit dem klebrigen Teil (vorerst) nichts mehr zu tun.

Als wir mit ihm per Video telefonieren, hockt er gerade in einem Hotelzimmer in Dubai. Dreht sein Handy, lässt uns per Bild an dem Blick auf die Hochhäuser der Weltmetropole teilhaben. Von der F-Jugend bis zum ersten Jahr der A-Jugend hat Hebbecker bei der HSG Radevormwald/Herbeck Handball gespielt. Ein Jahr verbrachte der Spielmacher noch in der A-Jugend des JHC Wermelskirchen, dann gelang beim HCW der Sprung zu den Senioren. Und zwar so überzeugend, dass sein Heimatclub ihn zurück zur Halle Hermannstraße lockte.

Rader Handballer schloss 2020 seine Lehre als Zerspanungsmechaniker ab

Hebbecker wechselte zur HSG, um dort – wir alle kennen die Probleme der Pandemie – so gut wie keine Möglichkeit mehr zu haben, sich beim Spitzenreiter der Handball-Landesliga zu beweisen. Die Saison wurde erst unter-, dann abgebrochen.

„Vielleicht“, sagt Hebbecker heute, „hat das Wissen um die lange sportliche Pause auch ein Stück weit dazu beigetragen, dass ich diesen Schritt gegangen bin.“ Nach der 10. Klasse hatte der Rader das Theodor-Heuss-Gymnasium verlassen und eine Lehre als Zerspanungsmechaniker angeschlossen. Abschluss: Februar 2020.

Lässig unter Palmen: Auch das gehört zum Leben des Handballers.

Was danach folgte, klingt ein bisschen wie ein modernes Märchen. Mit einem Geschäftspartner im österreichischen Bregenz baute er eine Social-Media-Agentur auf. Mit dem Ziel, den Firmen Arbeit abzunehmen. Das lief gut an. „Immer mehr Leute sind auf uns zugekommen“, berichtet Hebbecker. Um schnell festzustellen, dass man mit Coaching-Programmen noch besser fährt. Das Angebot: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Kunden sollen irgendwann einmal die eigene Expertise monetarisieren können.

Das fluppt. „Der Bedarf ist enorm“, sagt Hebbecker. Er glaubt an eine längerfristige berufliche Perspektive, bricht gerade zu seinem nächsten Ziel auf. Das heißt Mexiko. „Die wöchentliche Auseinandersetzung mit dem Gegner fehlt mir schon“, gibt der erklärte Fan des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln zu. „Aber in den nächsten ein, zwei Jahren passiert diesbezüglich nichts.“

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