Handball

Rader Höhenflug wird jäh gestoppt

Auch im Derby gegen den HCW waren die Rader, hier Marc Peppinghaus, nicht zu bremsen. Foto: Michael Sieber
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Auch im Derby gegen den HCW waren die Rader, hier Marc Peppinghaus, nicht zu bremsen.
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Wie die Landesligisten im Vergleich zur Vorsaison abgeschnitten haben.

Von Peter Kuhlendahl

Ein Verlierer, zwei Gewinner und zwei Teams, denen es relativ egal sein konnte, dass die Landesliga-Saison abgebrochen wurde. So lässt sich kurz und knapp die Gemütslage die hiesigen Landesligisten zusammenfassen. Wie sich deren Lage im Vergleich zur Vorsaison darstellt und ein erster Ausblick auf die neue Spielzeit sind Teil folgender Analyse.

HSG Rade/Herbeck: Der Tabellenzweite (29:7-Punkte) ist nach dem vorzeitigen Ende der Saison so etwas wie der große Verlierer. Elf Siege in Folge hatte das Team zuletzt eingefahren. Dabei auch den nun – am grünen Tisch – zum Aufsteiger gekürten Haaner TV, der bei einem Spiel mehr einen Minuspunkt weniger auf dem Konto hat, geschlagen. Doch dann stoppte die Pandemie den Höhenflug, und die Bergstädter mussten sich mit ihrem Schicksal abfinden. Vor einem Jahr sah die sportliche Ausbeute noch anders aus. Da mussten die Rader lange um den Klassenerhalt bangen und belegten am Ende den elften Platz (22:30). In der neuen Saison sind sie nun der eindeutige Favorit auf den Aufstieg. Ihre personellen Verstärkungen sprechen eine klare Sprache.

HG Remscheid II: Jenseits von Gut und Böse kam die HGR auf dem fünften Tabellenplatz ins Ziel (23:15). Rang drei (34:18) lautete die Ausbeute vor einem Jahr. Der eigene Anspruch war dann, sich zu verbessern. Das ging schief. Das größte Problem war eine fehlende Konstanz. Im Hinblick auf die neue Saison gibt es aktuell einige Fragezeichen. Der langjährige Coach Jacek Krajnik geht zum Ligakonkurrenten WTV. Sein Nachfolger Fabian Flüß ist ein Eigengewächs und ein Trainernovize. Das größte Talent Sebastian Pflüger wird ins Regionalligateam hochgezogen.

HSG Bergische Panther III: Als 3. Mannschaft hat man oft einen schwierigen Stand. Die Panther haben bis zum Abbruch eine Achterbahnsaison gezeigt und endeten auf dem achten Rang (17:21). Exakt die gleiche Platzierung gab es auch 2018/19 (27:25). Vermutlich wird man sich auch in einem Jahr in diesen Regionen wiederfinden. Das Team war und ist für den Nachwuchs der Panther die Plattform, erste Luft im Seniorenbereich zu schnuppern.

ATV Hückeswagen: Die Hückeswagener sind einer der Gewinner des Abbruchs. Seinen letzten Sieg landete das Team im Dezember des vergangenen Jahres. Kein Wunder, dass man immer tiefer in den Abstiegskampf geriet. Mit 12:26-Punkten belegte der ATV den elften Platz. Vor zwölf Monaten hatte man die Spielzeit noch auf dem fünften Rang (29:23) abgeschlossen. Mindestens dahin will man auch wieder in der neuen Saison. Dafür gab es nun einen familiären Trainerwechsel. Bernd Mettler löst seinen Neffen Sebastian Mettler ab und soll in der Schlossstadt für neuen Schwung sorgen.

HC Wermelskirchen/Wermelskirchener TV: Der HCW ist Geschichte. Als WTV will man wieder an alte Erfolge anknüpfen. Da passt es natürlich ganz gut, dass die Mannschaft den Klassenerhalt durch den Saisonabbruch quasi geschenkt bekam. Die Wermelskirchener sind der große Gewinner. Lagen sie doch mit 10:28-Zählern auf dem 13. Platz und wären wohl abgestiegen. 32:20-Punkte lautete die Ausbeute vor einem Jahr. Dies bedeutete damals Rang vier. Der personelle Umbruch, der dann einsetzte, war nicht vom sportlichen Erfolg gekrönt. Der neue Coach Jacek Krajnik soll diesen wieder herbeiführen.

Saison 2020/21

Da es beim Abbruch der Saison vor einigen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie zwar einen Aufsteiger aber keine Absteiger gab, werden in der kommenden Spielzeit 15 Teams in der Landesliga-Gruppe 2 antreten. Neu dabei sind die Aufsteiger TV Witzhelden und die Cronenberger TG II. Der Haaner TV ist in die Verbandsliga aufgerückt. Völlig offen ist indes, wann die Saison losgeht.

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