Fußball-Bezirksliga

Rade schlägt den VfB mit dessen Waffen

Titus Hoffmann traf doppelt für den SC 08 und sorgte für eine Menge Frust beim VfB. Foto: Michael Sieber
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Titus Hoffmann traf doppelt für den SC 08 und sorgte für eine Menge Frust beim VfB.
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Born und DTV überraschen beim Zweiten ihrer Gruppe, auch Ayyildiz gewinnt.

Von Fabian Herzog

SC 08 Radevormwald – VfB Marathon 4:2 (3:2). Zum Jahresabschluss sicherten sich die Gastgeber den Derbysieg und brachten selbst ihren erfahrenen Coach völlig aus der Fassung. „Haben wir jetzt 4:2 oder 5:2 gewonnen?, fragte Zdenko Kosanovic ungläubig und gab zu: „Ich bin echt perplex.“ Eine Woche nach dem 6:0 bei Bayer Wuppertal legte seine Truppe mit einer weiteren Topleistung nach.

Ein Eigentor von Erik August (13.) brachte den SC 08 auf Kurs. Als dann auch noch Titus Hoffmann das 2:0 (30.) erzielte und Yannik Prahl einen Foulelfmeter von David Lopez Aragon parierte (33.), sprach viel für den Gastgeber. Marathon gab sich aber nicht geschlagen und verkürzte zweimal durch Nico Pasold (37./42.). Zwischenzeitlich hatte Dennis Berke in einem in dieser Phase wilden und hart umkämpften Nachbarschaftsduell das 3:1 erzielt (40.). Nach der Pause ließen die Gastgeber kaum noch was zu, bekamen durch Hoffmanns 4:2 (56.) mehr Sicherheit und vergaben ein paar weitere Möglichkeiten. Kosanovic: „Wir waren spielerisch überlegen und auch aggressiver.“

Speziell letztgenannter Punkt überraschte. „Wir haben uns unser schlechtestes Spiel des Jahres für das letzte aufgehoben“, konstatierte Spielertrainer Dominik Müller. Bei seiner Mannschaft lief nichts zusammen, was sich schon beim Warmmachen andeutete, als Keeper Nico Tauschel verletzt passen musste. Dazu das frühe Eigentor. „Das einzig Gute ist, dass wir immer noch über dem Strich sind“, meinte Müller, der von der desaströsen Vorstellung David Lopez explizit ausklammerte.

TSV Ronsdorf – SSV Bergisch Born 2:5 (0:1). Die Borner sind und bleiben der Angstgegner der Wuppertaler. Von den vergangenen vier Spielen an der Parkstraße hat der SSV drei gewonnen, allerdings nie so deutlich. „Das war schon echt gut“, lobte Trainer Tim Janowski, dessen Mannschaft in einer ausgeglichenen ersten Hälfte durch Leo di Donato in Führung ging (25.). Mit der Hereinnahme von Hakan Türkmen und Emre Circir zur Pause wurden die Gäste, bei denen fünf A-Jugendliche (drei davon in der Startelf) zum Einsatz kamen, dominanter und zielstrebiger. Di Donato (51.), Circir (78.), Jan Prein (83.) und Dewald Grigoryev (87.) sorgten für klare Verhältnisse. Ronsdorf verkürzte zwischendurch per Foulelfmeter auf 1:2 (72.) und setzte den Schlusspunkt (88.).

TSV Eller – Dabringhauser TV 1:3 (0:2). Der DTV marschiert weiter. Beim Tabellenzweiten der Gruppe 2 fuhr die Truppe von Patrick Grün den vierten Sieg in Serie ein – drei davon unter dem neuen Coach. „Das war eine brutale Mannschaftsleistung“, schwärmte er. Sein Team nahm vollkommen verdient drei Punkte mit. „Wir hätten sogar noch ein, zwei Tore mehr machen können.“ Pascal Schmid markierte das 1:0, Zakaria Soumah ließ einen Doppelpack (38./60.) folgen. Der aus Afrika zurückgekehrte Angreifer hatte zuletzt schon getroffen und einmal vorgelegt. „Schon krass“, fand Grün, lobte aber in erster Linie das Kollektiv. Ellers Ehrentreffer (71.) hatte nur statistischen Wert.

Union Velbert – SC Ayyildiz 0:1 (0:0). Erdal Demir musste nach dem immens wichtigen Sieg, durch den sein Team die Abstiegsplätze wieder verlassen hat, tief durchatmen. „Ich bin fünf Jahre älter geworden.“ Der Coach hatte eine extrem kämpferische Leistung seiner ersatzgeschwächten Truppe gesehen – aber keine echte Torchance. Muhammed Akbuluts goldenes Tor per Lupfer (60.) resultierte aus einem schlimmen Fehler der Velberter im Aufbau. Demir: „Mein Dank geht an die 2. Mannschaft.“ Vier Spieler hatten sich zur Verfügung gestellt.

Info

Der SSV Dhünn hatte seine Partie vom letzten Hinrundenspieltag vorgezogen und den HSV Langenfeld am 20. November überzeugend wie überraschend mit 4:1 (3:0) bezwungen. Damit hat die Mannschaft von Kristian Fischer alle Chancen, in der Rückrunde, falls diese coronabedingt gespielt werden kann, den Klassenerhalt zu schaffen. Weiter geht´s in den Bezirksliga-Staffeln 2 und 3 planmäßig am ersten März-Wochenende 2022.

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