Handball

Rade/Herbeck muss sich für den Sommer neuen Coach suchen

Als Spieler bleibt Roman Warland der HSG über die Saison hinaus erhalten. Foto: Sieber
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Als Spieler bleibt Roman Warland der HSG über die Saison hinaus erhalten.
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Warland beendet Trainertätigkeit bei der HSG.

Von Andreas Dach

Bei der internen Weihnachtsfeier am Samstagabend war die Kunde erstmals im Mannschaftskreis durchgesickert. Inzwischen wurde sie vom Verein in Person des Vorsitzenden Jörg Henseler bestätigt: „Roman Warland wird uns am Saisonende als Trainer verlassen.“ Handball-Landesligist HSG Radevormwald/Herbeck muss sich also – mit einem halbjährigen Vorlauf – auf die Suche nach einem Nachfolger machen.

Gerne hätte man beim aktuellen Tabellendritten, der noch beste Aufstiegschancen hat, über die aktuelle Saison hinaus mit Warland weitergearbeitet. „Ich habe mit Engelszungen auf ihn eingeredet“, bestätigt Henseler die jüngsten Versuche, den früheren Drittligaspieler von einem Verbleib zu überzeugen. Gebracht hat es nichts. „Wir müssen ihn schweren Herzens im Sommer gehen lassen.“

Angedeutet hatte sich die Trennung schon länger. Immer wieder hatte Warland verbale Warnschüsse abgegeben, weil er mit der Einstellung einzelner Akteure nicht einverstanden gewesen ist. Das Thema Anspruch und Wirklichkeit – es ist schon lange eins bei der HSG. Mehrfach mussten Trainingstage ganz abgesagt werden, weil Spieler sich aus unterschiedlichsten Gründen für die Einheit abgemeldet hatten. Mit einem ehrgeizigen Typ wie Warland lässt sich das nicht dauerhaft durchziehen. Schon vor wenigen Wochen hatte er im RGA-Gespräch deutlich gemacht, dass er nicht wisse, wie lange er sich das noch anschaue. Jetzt herrscht Klarheit. Trotz der jüngsten Erfolge, mit denen man wieder Einzug in die Spitzengruppe der Liga gehalten hat. Diese hatte allerdings mehr etwas mit der individuellen Klasse zu tun als mit einer offensichtlichen Weiterentwicklung.

„Wir wollten keine Spekulationen und machen deshalb die Personalie frühzeitig öffentlich“, sagt Henseler. Ihm sei klar gewesen, „dass Roman Warland nicht bis zur Rente bei uns bleiben wird“. Die Hoffnung, ihn noch eine gewisse Zeit binden zu können, habe es aber gegeben. Ein Trost: Der Spielerpass wird in Radevormwald bleiben. Warland hat nicht vor, woanders Handball zu spielen. Wohin es ihn als Trainer (oder Co-Trainer?) zieht, bleibt offen. Zur HG Remscheid und speziell Chefcoach Alex Zapf wird ihm ein guter Kontakt nachgesagt. Dort ist die Position des Assistenten aber mit Jörg Müller kompetent besetzt, der seinen Vertrag verlängert hat. Es bleibt spannend. Warland betreffend und die HSG Rade/Herbeck betreffend.

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