Schwimmen

Putzmunter wie die Fische im Wasser

Endlich tummelten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Remscheid in der Wuppertalsperre wieder in ihrem Element.
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Endlich tummelten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Remscheid in der Wuppertalsperre wieder in ihrem Element.
  • Peter Kuhlendahl
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Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Remscheid trainieren ab sofort in der Wuppertalsperre.

Es waren bewegte Stunden am vergangenen Pfingstwochenende. Der großen Vorfreude folgte angesichts des miesen Wetters zunächst die große Skepsis. Weniger bei den Schwimmerinnen und Schwimmern der SG Remscheid. Mehr schon bei ihren Eltern. Doch als die sahen, mit welch strahlenden Augen ihr Nachwuchs am frühen Samstagnachmittag aus dem Wasser der Wuppertalsperre kletterte, waren alle Bedenken restlos verflogen. „Das war eine runde Sache“, fand SG-Trainerin Michelle Jünger, die einen Teil ihrer Schützlinge der Leistungsgruppe 1 und 2 zu einer ganz besonderen Übungseinheit gebeten hatte.

Auf dem schlammigen Weg begann für die Aktiven der SG Remscheid die Trainingseinheit zunächst einmal mit einem kleinen Aufwärmprogramm.

Mit dabei war auch Benett Radig aus Wermelskirchen, der seit zwei Jahren bei der SG ist. „Ich freue mich riesig“, sagte der 13-Jährige. Und es machte ihm wie auch allen anderen überhaupt nichts aus, dass das Wasser in der Nähe des Freizeitparks Kräwinklerbrücke von allen Seiten kam. Neun Grad Lufttemperatur und immer wieder kräftige Schauer. Auch das Wasser in der Sperre dürfte nur einstellige Temperaturen gehabt haben.

Entsprechend waren die klaren Anweisungen ihrer Trainerin. „Sobald ihr im Wasser merkt, dass ihr richtig anfangt zu frieren, dann sofort raus.“ Und bevor die Aktiven sich in die Fluten stürzten, war zunächst einmal ein Aufwärmprogramm auf dem matschigen Weg angesagt.

Neopren-Anzüge sorgen für ein anderes Schwimmgefühl

„Länger als zehn Minuten dürfte es keiner im Wasser aushalten“, vermutete Jünger und wunderte sich schließlich. Zunächst waren alle ruckzuck im Wasser, als wäre es das Normalste der Welt. Nicht nur wegen der Wassertemperatur, sondern auch wegen der Neopren-Anzüge, die alle trugen. Jünger: „Wundert euch nicht. Damit habt ihr ein ganz anderes Schwimmgefühl.“

Das kosteten ihre Schützlinge auch sofort aus. „Soll ich mal eben zum anderen Ufer schwimmen“, rief ihr dann einer der Jungs aus dem Wasser zu und kraulte los. Es war einfach die pure Freude, die alle an den Tag legten, endlich wieder in ihrem eigentlichen Element zu sein. Und fast alle tummelten sich eine gute Viertelstunde im Wasser, bevor sie wieder das schlammige Ufer erreicht hatten.

Seit Oktober des vergangenen Jahres kannten alle das Wasser nur noch aus der Badewanne oder der Dusche. Und daran dürfte sich auch noch eine Zeit lang nichts ändern. „Ich fürchte, dass wir das Sportbad im Park vor Juli nicht nutzen können“, erklärte Michelle Jünger.

Der Weg ins Wasser war schon ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Aus diesem Grund kam der Verein bereits vor einigen Wochen auf die Idee, für die Aktiven der ersten beiden Leistungsgruppen Neopren-Anzüge anzuschaffen beziehungsweise den Aktiven die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe des SG-Fördervereins ist dies schließlich nun gelungen. 130 Euro bekam jeder, um sich einen passenden Anzug für das Freiwassertraining zu besorgen.

Dies war zumindest ein dickes Trostpflaster für alle Beteiligten. Die hatten in den vergangenen Monaten auch immer mal wieder ein wenig neidisch nach Wuppertal geschaut, wo die Kader-Athleten trainieren konnten. „Bei uns in der Leistungsgruppe wäre mit Sicherheit der eine oder andere gewesen, der den Sprung in den Kader geschafft hätte“, betonte Jünger. Da aber auch im vergangenen Jahr kaum trainiert wurde und nur wenige Wettkämpfe stattfanden, konnten die erforderlichen Zeiten nicht erbracht werden.

Nach der erfolgreichen Premiere soll nun regelmäßig in der Wuppertalsperre trainiert werden. In kleinen Gruppen wie es derzeit noch aufgrund der Inzidenzzahlen vorgeschrieben ist. Oder individuell. Am Pfingstsonntag trainierte der eine oder andere auch für sich im Freiwasser. Und da war auch das Wetter ein wenig besser.

SG-Wettkämpfe

Die SG Remscheid hofft, dass sie in der zweiten Jahreshälfte die geplanten Wettkämpfe im Sportbad am Park ausrichten kann. Das sind der BRSNW-Cup und Wettkampf um den Sparkassenpokal. Und da gibt es als Höhepunkt auch noch die Deutschen Meisterschaften der Aktiven mit Handicap. Da hofft die SG – wie in den vergangenen Jahren – auf die Zusage zur Ausrichtung vom Verband.

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