Handball

Punkteabzug könnte richtig teuer werden

Tobias Schwolow konnte in Gummersbach nur zuschauen.
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Tobias Schwolow konnte in Gummersbach nur zuschauen.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
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Handball: Ex-Wermelskirchener mit Wilhelmshaven in der 2. Bundesliga.

Als seine Mitspieler vom Wilhelmshavener HV sich vor einer Woche für das Spiel in der 2. Handball-Bundesliga beim VfL Gummersbach warm machten, saß Tobias Schwolow gedankenverloren auf der Trainerbank in der Schwalbe-Arena. Und auf die Frage, warum er nicht mitwirken könne, zeigte er nur auf den blauen und geschwollenen Daumen seiner rechten Hand. Knapp zehn Tagen zuvor hatte sich der Rückraumspieler in der Partie gegen Emsdetten einen Stauchungsbruch zugezogen.

„Ich bin auf die Hand gestürzt, und dann ist auch noch ein Gegenspieler auf den Daumen gefallen. Wenn es die linke Hand wäre, könnte ich mit einem dicken Tape mitspielen“, sagte Schwolow, der vor einigen Jahren bereits beim damaligen Drittligisten TuS Wermelskirchen im Rückraum auf der halbrechten Position für Furore sorgte.

Freude über den Aufstieg trübt sich im Herbst ein

Als der TuS dann aus finanziellen Gründen die Segel streichen musste, wechselte er nach Norddeutschland in die 2. Bundesliga. Dort ist er als Kapitän eine feste Größe und hatte in der vergangenen Saison auch entscheidenden Anteil am Wiederaufstieg. Die Freude darüber wurde im Oktober letzten Jahres allerdings stark getrübt. Der WHV musste einen Insolvenzantrag stellen. Der Verbleib in der 2. Liga war sehr fraglich. Durch den Wechsel des wirtschaftlichen Trägers war der dann zwar gesichert. Die Folge ist aber ein Vier-Punkte-Abzug am Ende der Saison.

„Daran haben wir sehr zu knabbern. Auch ohne den Punkteabzug wird es für uns schon sehr schwierig, die Liga zu halten. Unser Kader ist auch aufgrund der vielen Verletzten sehr dünn“, sagte Schwolow, der seit sechs Jahren in Wilhelmshaven spielt.

Mit der Ausnahme von knapp drei (!) Wochen. Anfang Dezember vergangenen Jahres wechselte er zum ambitionierten Drittligisten Eintracht Hagen. Kurz vor Weihnachten ging es zurück nach Norddeutschland. „Dort sind meine Freundin, die ich bald heirate, und ich mittlerweile verwurzelt. Wie auch unsere beiden Kinder. Das soll so bleiben“, betonte der 30-Jährige, der sich zudem langsam aber sicher auch deshalb vom Profi-Handball verabschiedet. „Ich habe in diesen Tagen eine Stelle als Controller bekommen.“

In vier oder fünf Wochen will er aber wieder in der 2. Bundesliga für seine Mannschaft auf der Platte stehen und gegen den drohenden Abstieg kämpfen. Im Oberbergischen hielten die Norddeutschen über weite Strecken zwar gut mit. Nach der 19:27-Niederlage konnte Schwolow aber nur ein paar Utensilien auf der Bank zusammensammeln, während die Gummersbacher feierten.

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