Fußball

Prüfung bestanden – weiter geht es

Patrick Posavec gelangen zwei Treffer für den FCR.
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Patrick Posavec gelangen zwei Treffer für den FCR.
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FCR verteidigt in der Landesliga die Tabellenführung – SV 09/35 verliert umstritten.

Von Andreas Dach und Marc Jörgens

FC Remscheid – FSV Vohwinkel 4:1 (2:1). Bei den Fans des FC Remscheid mag es erst einmal die eine oder andere Orientierungsschwierigkeit gegeben haben. Der Haupteingang in der Nordkurve war gesperrt – der Bereich vor der VIP-Baracke wird zurzeit von der Stadt gepflastert. So mussten die Eingänge hinter der Haupttribüne und der Gegengerade genutzt werden.

Der Fußball-Landesligist fand sich hingegen beim Sieg gegen die Wuppertaler von der ersten Minute an bestens zurecht. Mann der Anfangsphase war Patrick Posavec. Erst gelang ihm nach sechs Minuten ein Kunsttor fast von der Torauslinie, dann legte sich Gästekeeper Nils Engels seinen Freistoß ins eigene Tor (17.).

„Wir machen uns in die Hose“, schimpfte FSV-Trainer Marc Bach. Das sollte sich nach dem völlig überraschenden Anschlusstor von Benjamin Cansiz ändern (29.). Ein Torwartfehler von Maurice Horn war vorausgegangen. Vier Minuten vor dem Seitenwechsel rettete Serhat Kacmaz artistisch auf der Linie. Das wäre der Ausgleich gewesen.

Und die zweite Hälfte? Sie wurde zum Abnutzungskampf. Mit optischen Vorteilen für die Gäste, mit einem kämpfenden FCR. Die Entscheidung fiel nach 77 Minuten, als Hammza Al Khalil auf 3:1 stellte. Ein Konter wie aus dem Lehrbuch. Und als in der Schlussminute Sebastian Bamberg das 4:1 markierte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Für ihn freuten sich alle besonders. Nach siebenwöchiger Verletzungspause war er erst kurz zuvor eingewechselt worden. „Und dann treffe ich das Ding so perfekt“, sagte der Angreifer überglücklich.

Die Gäste waren längst nicht so schwach, wie es der Tabellenplatz hätte vermuten lassen. „Nach der 20. Minute sind wir wieder aufgestanden“, lobte Bach sein Team. Auf der anderen Seite war Chefcoach Marcel Heinemann restlos begeistert, als er seine Mannschaft auf dem Platz zusammenrief: „Wir haben gegen einen harten Gegner die nächste Prüfung bestanden.“

SV 09/35 Wermelskirchen – SpVgg. Steele 1:2 (0:0). Wie bitter! Der SV 09/35 verlor in der vierten Minute der Nachspielzeit einen sicher geglaubten Punkt. Und das, weil das schwache und teilweise arrogante Schiedsrichtergespann einen Eckball gab, der keiner war. Die Gäste nutzten die Standardsituation zum umjubelten Tor.

„Ich muss dazu nichts sagen“, war Trainer Sebastian Pichura stinksauer, der unmittelbar vor dem 1:2 die gelb-rote Karte bekommen hatte. Somit waren die Freudentänze nach dem späten 1:1 durch Frederik Streit (90.) Geschichte und nur ein kurzer Moment der Glückseligkeit gewesen.

„Wir müssen uns aber auch an die eigene Nase fassen, dass wir nicht gepunktet haben“, war Co-Trainer Thorsten „Pille“ Frohn ehrlich. Gerade im vorderen Drittel waren die Gastgeber viel zu ungenau. Der letzte Pass wollte nicht funktionieren, und gute Gelegenheiten durch Umut Demir (25.) und Clinton Mampuya (40.) blieben ungenutzt.

Die Gäste waren lange Zeit bieder, kamen aber nach der Pause stärker auf und gingen nach gut einer Stunde nicht unverdient plötzlich in Führung. Die Hausherren zeigten Moral, wehrten sich und glichen schließlich aus.

Doch dann kam die vierte Minute der Nachspielzeit. Der gute Torwart Yannick Klüppelberg war auch bedient: „Frederik Streit schießt den Gegenspieler ganz klar an. Wie man da auf Eckball zeigen kann, ist für mich nicht nachvollziehbar. “

Unabhängig von der Fehlentscheidung hätte man sicherlich die fast letzte Aktion aber auch besser verteidigen können.

Schema

FCR: Horn, Buscemi (72. Blume), Babic, Kacmaz, Oberlies, Saibert (46. Köseoglu), Shavershyan, Bonanno (64. H. Al Khalili), Maresch (79. Dantas), Posavec (74. Bamberg), Di Donato.

SV 09/35: Klüppelberg, Kayala, Streit, Circir (15. Wünschmann), Raufeiser, Kelm (75. August), Liliu (69. Cetin), Demir (65. Balde), Yigiter, Mampuya, Türksoy (59. Fronia).

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