Die Woche im Sport von Peter Kuhlendahl

Profisport ist eine Abwechslung im Pandemie-Alltag

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Noch weniger als 100 Tage. Dann beginnen in Tokio die Olympischen Spiele.

Von Peter Kuhlendahl

Die Spiele, die aufgrund der Pandemie im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnten und jetzt nachgeholt werden sollen. Angesichts der explodierenden Inzidenzzahlen hier vor Ort und den wohl unausweichlichen weiteren Einschränkungen in den nächsten Tagen für uns alle scheint das sportliche Spektakel nicht nur aus geografischen Gründen Lichtjahre entfernt.

Oder auch nicht. Was mir in dieser Woche beim Interview mit dem künftigen Olympioniken Johannes Frey bewusst wurde. Das Treffen mit dem Judoka, der in den anstehenden Kämpfen in der 2. Bundesliga für den Remscheider TV auf der Matte steht, fand bei einem Spaziergang an der frischen Luft pandemiekonform im Lenneper Bachtal statt. Auch der 24-Jährige fiebert dem größten Auftritt seiner sportlichen Karriere entgegen. Hat darauf sein komplettes Leben ausgerichtet und nimmt jegliche Entbehrungen in Kauf.

Natürlich betonen jetzt viele völlig zurecht, dass wir seit mehr als einem Jahr in einem Ausnahmezustand leben. Was sind da schon Entbehrungen? Berufliche Existenzen stehen auf dem Spiel oder sind bereits zerstört. Viele müssen große finanzielle Abstriche hinnehmen. Das Privatleben ruht. Und zur Krönung des Ganzen gibt es seit Beginn dieser Woche in Remscheid auch noch die nächtliche Ausgangsbeschränkung.

Dass die Profisportler Privilegien genießen, steht oft in der Kritik. Gleiches gilt für die in den nächsten Monaten anstehenden Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft oder eben die Olympischen Spiele. Allerdings sorgen sie bei allen Sportbegeisterten auch für eine Abwechslung im derzeit sehr tristen Pandemiealltag.

Wenn man im Sommer vor dem Fernseher für einen Zeitraum mal alles rund um Corona vergessen kann, ist es doch sehr positiv. So war es auch beim Treffen mit Johannes Frey. Da stand zum größten Teil einfach nur ein starker Sportler im Mittelpunkt.

TOP Die HGR steckt den Kopf nicht in den Sand und greift in der neuen Regionalligasaison mit der fast identischen Mannschaft an.

FLOP Der Fußball-Verband Niederrhein ist hier leider der Dauerbrenner. Auf was warten die Funktionäre eigentlich noch, um die Saison abzubrechen?

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