Rollhockey

Pokaltugenden sind unbedingt gefragt

Bei den Frauen der IGR hatte man nach der Niederlage gegen Calenberg einiges an Gesprächsbedarf. Foto: Andreas Dach
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Bei den Frauen der IGR hatte man nach der Niederlage gegen Calenberg einiges an Gesprächsbedarf.
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Männer und Frauen der IGR spielen in den Halbfinal-Play-offs um die DM.

Die Rollhockey-Saison nimmt Fahrt auf und geht in die Phase, in welcher es auf jedes Tor, auf jede gelungene Abwehraktion und auf gute Nerven ankommt. Das weiß man auch bei der IGR Remscheid, bei der sich die Männer auf ihr erstes Play-off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft einstimmen und am Samstag um 16 Uhr in der Sporthalle Hackenberg Germania Herringen empfangen.

„Wir freuen uns, dass es ernst wird“, erklärt Trainer Timo Meier. „Dabei sehen wir uns als ziemlich klaren Außenseiter.“ Was nicht bedeutet, dass man sich bei den Bergischen chancenlos einschätzt. Aber die Fakten sprechen einigermaßen deutlich für die Gäste aus Hamm. Die Karschau-Brüder Lucas und Kevin sind immer noch deutsche Spitzenklasse, Christopher Rindfleisch hat die Torjägerkanone gewonnen, Herringen hat die Vorrunde auf Platz eins beendet und ist Doublegewinner. Alles klar?

Wir brauchen unbedingt die Pokaltugenden!

Timo Meier, IGR-Trainer

Die IGR wird die Partie angehen wie eine Art Pokalbegegnung, sieht das Aufeinandertreffen als isoliertes Spiel. „Wir brauchen unbedingt die Pokaltugenden“, formuliert es Meier klar und deutlich. Auch wenn es um die Meisterschaft geht. Deshalb denkt man beim Gastgeber auch nicht an das Wiedersehen in zwei Wochen. Nur an dieses eine Spiel. Was danach kommt, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Das Duell der Führungsspieler Yannick Peinke (IGR, l.) und Lucas Karschau könnte über den Ausgang der Partie entscheiden.

Aus taktischer Sicht hat man sich festgelegt. Bloß nicht einigeln. Bloß nicht wie das Kaninchen vor der Schlange agieren. Diese tierischen Vergleiche entwachsen einer intensiven Beobachtung des Gegners. Man darf ihn nicht ins Spiel kommen lassen, sondern muss möglichst lange selbst Ballbesitz haben. „Das ist der Schlüssel“, glaubt Meier.

Zwei Personalien haben sich schon im Vorfeld geklärt. Moritz Kreidewolf und Ben Kessens haben Corona und können nicht helfen. Meier: „Gott sei Dank hatten sie keinen Kontakt zur Mannschaft.“

Man erwartet eine gute bis sehr gute Kulisse in Hackenberg, das zum Hexenkessel werden soll. „Eine große Unterstützung würde uns helfen“, betont Meier. Wie unlängst im „richtigen“ Pokalspiel gegen Cronenberg. Das wurde gewonnen.

Und nun? Die Vorbereitung läuft völlig normal, ohne jeglichen Hokuspokus. Die Mannschaft weiß, worauf es ankommt. Es muss „nur“ noch umgesetzt werden.

Sogar schon zum zweiten mal im Halbfinale um die DM müssen die Frauen der IGR ran. Sie reisen mit einem fetten Rucksack im Kreuz zum SC Bison Calenberg, wo sie am Samstag um 15.30 Uhr gewinnen müssen, um ein drittes und entscheidendes Spiel am Sonntag zu erreichen. Auch das müsste man gewinnen, um in die Finals einzuziehen. Das Motto lautet also: Siegen oder Fliegen. An zwei realistische Erfolgschancen zu glauben, nachdem man beim ersten Aufeinandertreffen vor Wochenfrist mit 0:5 unter die Räder gekommen ist, fällt nicht leicht. Aber da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, hat man sich bei den Verantwortlichen mit der Ursachenanalyse befasst und ist fündig geworden. Der 2. Vorsitzende Thomas Beck sagt: „Wir waren langsamer im Kopf und in den Beinen. Vor allem im Angriff hat uns die nötige Abgeklärtheit gefehlt.“

Lassen sich diese Dinge kurzfristig abstellen? Man glaubt fest daran, weil sich vor allem die beiden Führungsspielerinnen in einem körperlich besseren Zustand präsentieren dürften. Anna Behrendt hatte am Tag zuvor an der Sporthochschule in Köln ihre Schwimmprüfung absolviert, war groggy. Und Annika Zech klagte über Probleme am Schienbein. Als Folge einer Überbelastung. Beck: „Das war ihr schon beim Aufwärmen anzumerken.“ Die beiden Nationalspielerinnen haben sich erholt, brennen darauf, es besser zu machen. Beck: „Wenn wir in Führung gehen, ist alles möglich. An einem guten Tag haben wir die Chance, Calenberg zu schlagen.“ Man braucht aber zwei davon.

Julia Krause fehlt urlaubsbedingt, Lena Weigert ist mit der U15 unterwegs. Dafür dürfte Sara Sousa nach ihrer Coronaquarantäne wieder zum Kader stoßen.

Gut zu wissen

Bei den Männern stehen sich im zweiten Play-off-Halbfinale die RESG Walsum und der RSC Cronenberg gegenüber, spielen am Samstag um 16 Uhr. Die Duisburger hatten am letzten Spieltag noch die Tabellenführung verloren. Bei den Frauen treffen an diesem Freitag der TuS Düsseldorf-Nord und der RSC Cronenberg aufeinander. Die zweite Partie findet gleich am Samstag in Wuppertal statt.

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