Türchen 18

Adventskalender: Picard kommt auf Umwegen zur Liebe

Hier erkennt man auch das Gesicht: Tobias Picard. Foto: TP
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Hier erkennt man auch das Gesicht: Tobias Picard.
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Türchen Nummer 18 im Adventskalender des RGA-Sports mit dem talentierten Amboss-Footballer

Von Andreas Dach

Drei persönliche sportliche Ziele hatte sich Tobias Picard beim AFC Amboss vor der zurückliegenden Oberliga-Spielzeit gesetzt. Der aus der U19 zu den Senioren aufgerückte American Footballer wollte einen Touchdown werfen, einen fangen und einen erlaufen. Nur Ersteres ist ihm nicht geglückt. „Dann schaffe ich das halt in der kommenden Saison“, sagt der 19-Jährige, der eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann bei der Firma OBI macht.

Tobias Picard, mit der längst akzeptierten 18 auf dem Dress, hat sich im Seniorenbereich bestens eingefunden.

Ja, so eine Spielzeit bei den Erwachsenen macht selbstbewusst(er). Als die U19 nicht spielfähig war, wurde der begeisterte Sportler ruckzuck hochgezogen. Berührungsängste gab es für ihn nicht. „Ich habe schon seit Ende des Jahres 2019 bei den Senioren mittrainiert“, schildert Tobias Picard die Entwicklung. Bereits im ersten Saisonspiel gegen Aachen kam er zum Einsatz, trug zum 27:0-Erfolg bei. Seine Position? „Ich bin Quarterback“, sagt er. Um einzuschränken: „Beim Amboss ist sie durch Tom Schröder besetzt.“ Auf der Bank versauern sollte und wollte er nicht. Picard: „Der Offense Coordinator hat mich gefragt, ob ich mir auch vorstellen könnte, als Receiver aufzulaufen.“ Gefragt, getan.

So konnte er bereits in seinem ersten Jahr wichtige Erfahrungen sammeln. Was schließlich auch für die Position des Quarterbacks gelten sollte. Als sich nämlich Führungsspieler Tom Schröder in den Partien gegen Köln und Münster verletzte, war Picard erste Wahl. Und machte seine Sache gut.

Türchen 18.

Kommen wir zur 18, zu seiner Trikotnummer. Ein Zufallsgriff. „Eigentlich hätte ich gerne die 16 gehabt“, gibt Tobias Picard zu. „Sie war in der Jugend meine Zahl der Wahl.“ Verkraftbares Pech: Bei den Senioren war sie vergeben. Also blieb er mit der 18 in der Nähe. Was ja durchaus auch symbolisch gedeutet werden könnte. Mit 18 Jahren wird man erwachsen. Wie Tobias Picard beim AFC Amboss, der sagt: „Ich habe mir den Sprung in den Erwachsenenbereich schwieriger vorgestellt.“

Dabei war er längst nicht von Kindesbeinen an ein Footballer. Zunächst probierte sich der Remscheider beim Fußball aus, spielte bei den Bambini des VfB Marathon. Danach folgte der Wechsel zum Hockey – zum RTB. Alles in Reinshagen. Dort also, wo auch der Amboss seine Heimat hat. Als sein Bruder Patrick ihn zum Football mitschleppte, war es um Tobias Picard geschehen: „2014 habe ich mich sportlich komplett neu orientiert.“ Er ist der Sportart und dem Verein treu geblieben. Was für seinen Bruder nur bedingt gilt. Patrick Picard spielt mittlerweile in der GFL 2 für die Langenfeld Longhorns.

Tobias Picard hingegen hat ein klar formuliertes Vorhaben mit dem AFC: „Mein größter Traum ist es, mit dem Amboss aufzusteigen.“ Es würde ihn glücklich machen, „mit den Jungs ausgiebig zu feiern“. Ein Garant für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Vereins und seiner eigenen Person ist laut Picard der Headcoach Carsten Weber. Von ihm schwärmt der Remscheider in höchsten Tönen: „Er ist bei allen beliebt.“ Und zudem auch höchst kompetent und kommunikativ. Gerade bei jungen Spielern wie Picard schaut Weber genau hin. Die Nummer 18 des Amboss: „Er wählt auch das persönliche Gespräch und fragt, wie es einem geht. Zudem achtet er darauf, dass man auch Spielzeit bekommt.“ Kein Wunder, dass Picard den Footballsport liebt.

Serie

In unserem Rückennummer-Adventskalender kamen bislang der Reihe nach die Fußballer Sebastian Weber (SV 09/35), Yusuf Kaya (Dabringhauser TV) und Antonio Angelov (FC Remscheid), Handballer Jens Reinarz (Bergische Panther), Erik August von Fußball-Bezirksligist VfB Marathon), Moritz Mettler von Handball-Landesligist ATV Hückeswagen, Fußballer Dennis Dossmann (Bergisch Born II), Footballer Tommy Le, Handballer Ben Vornehm (Bergische Panther II), Anis Geus vom Fußball-Bezirksligisten SSV Bergisch Born, Max Richter von Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid, Fußballerin Melina Stratemeyer (SG Hackenberg), Handballerin Anke Görke (Lüttringhauser TV), Handballerin Alina Eigenbrod (Wermelskirchener TV) und Fußballer Luca Lenz (SC Ayyildiz) vor.

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