Interview

Mit der perfekten Freibadfigur fing alles an

Hat aktuell richtig gut Lachen: Marco Colella jettet momentan in Europa von einem Termin zum nächsten und gehört zu den gefragtesten Fitnesstrainern.

Marco Colella ist in der Fitnessszene ein gefragter Trainer. Dem gebürtigen Remscheider wurde eine große Ehre zuteil.

Von Fabian Herzog

Sie sind vor wenigen Tagen zum Trainingsstar der Sportmarke Asics gekürt worden, zieren derzeit zwei Seiten in der aktuellen Ausgabe der Mens Health und werden in eben dieser weltweit größten Fitnesszeitschrift regelmäßig vertreten sein. Wie kommt man dazu?

Marco Colella: Das habe ich der Community zu verdanken, dass ich überhaupt dran teilnehmen konnte und die mich ins Finale gevotet haben.

Community? Finale? Das müssen Sie mal näher erläutern.

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Colella: Also: Ich bin Diplom-Sport- und Gesundheitstrainer und seit Jahren auch Markenbotschafter von Asics. Als solcher hatte ich mich – wie deutschlandweit über 5000 andere auch – bei der Aktion „Trainingsstar“ beworben und wurde von der bundesweiten Fitness-Community ins Finale gewählt, in dem ich dann sogar gewonnen habe.

Das dürfte Sie mit großem Stolz erfüllen.

Colella: Auf jeden Fall, das ist schon cool. Schließlich habe ich mich nicht gegen vier oder fünf andere Trainer durchgesetzt, sondern gegen eine deutlich größere Anzahl. Es dann am Ende auf Platz eins geschafft zu haben, ehrt einen natürlich.

Wie viel Training steckt dahinter? Wie viel Zeit investieren Sie, um so auszusehen und so erfolgreich zu sein?

Colella: Es steckt viel Training und vor allem Zeit darin. Fitness ist wie ein ewiger Marathonlauf, der niemals endet. Denn mir geht es vor allem darum, dass ich mich schmerzfrei bewegen kann – und das auch später im hohen Alter. Deswegen ist Fitness für mich eine Lebensweise.

War das denn immer schon so? Oder wann haben Sie diesen Weg eingeschlagen?

Colella: Das hat bei mir in der Jugend angefangen. Wie viele andere auch, wollte ich in dem Alter die perfekte Freibadfigur haben (lacht).

Heute halten Sie sich nicht mehr nur noch selber fit, sondern bringen in Ihrem Studio in Düsseldorf auch andere in Form. Wie läuft das ab?

Colella: Meine Kunden kommen mit einem Ziel, einem Wunsch zu mir. Dann arbeite ich mit ihnen daran, diese auch zu erreichen. Dabei ist das Wichtigste, ihnen ein neues Lebensgefühl zu geben und sie dann am Ende zufrieden und glücklich zu sehen. Das treibt mich am besten an und macht mich am Ende auch stolz.

Wie sehen Ihre eigenen Ziele aus?

Colella: Mein Ziel ist, dass ich mit meinem Trainingskonzept und der Marke „BoostTheBeast“ eine Personal-Training-Studio-Kette entwickle, die für betreutes und qualitatives Training steht.

Früher hatten Sie mal andere Träume. . .

Colella: Mein sportlicher Hintergrund liegt im Fußball. Ich habe beim 1. FC Klausen, Cronenberger SC, der SG Hackenberg unter Trainer Gerardo Franciosi und beim FC Remscheid II unter Sigitas Jakubauskas gespielt. Und wie alle anderen Fußballer auch hatte ich damals den Traum von einer Profikarriere. Aber spätestens, als viel talentiertere Freunde von mir es nicht bis ganz nach oben geschafft haben, wusste ich, dass es beim Traum bleiben würde.

Colella – der Name ist in Remscheid ja überhaupt ein Begriff. Unter anderem durch die Fußballer Adriano Colella (FCR II) und Amedeo Colella (TuRa Süd) oder die Pizzeria Pomodoro in Lennep.

Colella: Ja, der Name steht für sportliche Power (lacht). Adriano ist mein vier Jahre jüngerer Bruder, Amedeo gehört ebenfalls zur Verwandtschaft. Und die Pizzeria Pomodoro in Lennep führt der Cousin meines Vaters. Also eine typisch große italienische Verwandtschaft.

Abschließende Frage: Jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht – welche Tipps können Sie als Experte geben, wie man kurz- und langfristig die perfekte Freibadfigur bekommt?

ZUR PRSON

MARCO COLELLA Der Remscheider wurde am 5. Oktober 1988 in Lennep geboren. Beruflich führte ihn sein Weg über die Hauptschule Klausen zur Höheren Handelsschule, wo er auch seinen Abschluss machte. Nach einer Ausbildung zum Chemiekanten spezialisierte er sich dann durch ein Studium beim IST-Studieninstitut zum Sport- und Gesundheitstrainer. Mit seiner eigenen Marke (boostthebeast.com) hat er mittlerweile ein Studio in Düsseldorf. Dort lebt er jetzt auch seit drei Jahren.

Colella: Also beim Fitness sollte man eigentlich niemals kurzfristig denken. Man sollte sich immer ein Ziel setzen und dabei den richtigen Plan verfolgen. Denn ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch! Für die perfekte Freibadfigur sollte man definitiv einen guten Essensplan haben. Darauf achten, dass dem Körper gute Fette zugeführt werden. Wie zum Beispiel Fisch, Avocados und Nüsse. Vor allem eiweißreich sollte es sein. Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln oder Reis sollten immer nur ein Viertel des Tellers ausmachen. Frei nach dem Motto: Ausgewogen statt abgewogen! Das Training sollte da ebenfalls nicht einseitig sein, hier reichen aber zwei Übungsseinheiten pro Woche vollkommen aus.

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