Golf

Patricia Klemm möchte bei WM in Japan einen raushauen

Patricia Klemm beim Abschlag: Bei der WM n Japan hofft sie auf einen Volltreffer.
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Patricia Klemm beim Abschlag: Bei der WM n Japan hofft sie auf einen Volltreffer.
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Remscheiderin misst sich im Long-Drive-Wettbewerb mit den besten Frauen der Welt.

Von Fabian Herzog

Sie steht immer wieder für besondere Sportmomente. Sei es als Studentin am Campus des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg, dem Job als Golfexpertin auf einem Kreuzfahrtschiff oder als General-Managerin der Rhein-Fire-Footballer – Patricia Klemm liebt es, sich außergewöhnlichen Herausforderungen zu stellen. Dazu gehört seit einigen Jahren auch die Golf-Disziplin „Long Drive“, bei der es einzig und allein darum geht, den Ball auf einer 50 Meter breiten Bahn möglichst weit zu schlagen.

Eine Aufgabe, die die Remscheiderin exzellent beherrscht, weswegen sie schon diverse Erfolge verbuchen konnte. 2017 wurde sie auf Anhieb Dritte bei der Deutschen Meisterschaft, zwei Jahre später Zweite, und bei der Europameisterschaft 2021 holte sich Klemm sogar die Goldmedaille.

„Jetzt fehlt nur noch der WM-Titel“, sagt die 32-Jährige augenzwinkernd, die sich für dieses Unterfangen trotz einiger Hürden („Ich habe wegen der coronabedingt geltenden Richtlinien bis zuletzt gezittert, ob ich überhaupt ein Visum bekomme“) am vergangenen Freitag von Frankfurt aus auf den Weg nach Tokio gemacht hat. Im Gepäck: Der Driver, also der Golfschläger mit dem dicken Kopf, der in der Regel für den Abschlag und die größten Weiten genutzt wird.

Mit diesem möchte Klemm in Nakagawa, etwa 170 Kilometer nördlich der japanischen Hauptstadt gelegen, bei der von diesem Mittwoch bis kommenden Freitag stattfindenden Long-Drive-Weltmeisterschaft der Frauen im wahrsten Wortsinn einen raushauen. „Das wird bestimmt ein spannendes Event“, glaubt die Remscheiderin. „Es ist jedenfalls auch hoch dotiert. Die Gewinnerin bekommt alleine 25 000 US-Dollar.“ Ihre Chancen kann Klemm allerdings nur schwer einschätzen. „Ich glaube aber schon, dass die Top Ten drin ist.“

Im letzten Jahr war der Ball bei ihrem weitesten Schlag bei einem offiziellen Wettbewerb nach 290 Yards gelandet. Zur Einordnung: Den Titel bei der letzten WM sicherte sich die US-Amerikanerin Kanani Lodge mit 332 Yards. Bis zuletzt konnte die Remscheiderin jedoch kaum an einer Steigerung ihrer Bestmarke arbeiten, musste einige Events aufgrund ihrer beruflichen Belastung sausenlassen. „Ich war gefühlt an sieben Tagen pro Woche für 24 Stunden im Einsatz“, berichtet Klemm, warum sie ihre Tätigkeit bei Rhein Fire beendet hat und ab dem 1. Oktober abgelöst wird. „Es war einfach zu krass.“

Bedeutet für die Sportlerin, dass sie sich zukünftig auch wieder mehr ihren Hobbys widmen kann. Den besonderen. Wie der Weltmeisterschaft im Long-Drive-Wettbewerb. Zuzutrauen ist der Remscheiderin dabei natürlich fast alles.

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