Football

Patricia Klemm ist Teil des Rhein-Fire-Hypes

Patricia Klemm im Gespräch mit ELF-Chef Patrick Esume.
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Patricia Klemm im Gespräch mit ELF-Chef Patrick Esume.
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Remscheiderin gehört als General-Managerin der Führungscrew des Footballprojekts an.

Von Fabian Herzog

Der Auftakt hatte es in sich. Beim früheren Erzrivalen und amtierenden Titelverteidiger Frankfurt Galaxy hatte Düsseldorf Rhein Fire am Pfingstsonntag aufgetrumpft und mit einem 29:26 zum Start der Saison in der European League of Football (ELF) für Furore gesorgt. Was für die Verantwortlichen angesichts des erst vor wenigen Monaten wieder neu ins Leben gerufenen Projekts in der Landeshauptstadt und der Kürze der Zeit so sicherlich nicht zu erwarten gewesen war.

Auch nicht für die Remscheiderin Patricia Klemm, die allerdings noch überraschter davon war, welch wichtigen Posten sie bei Rhein Fire übernehmen durfte. Seit dem 1. Dezember des vergangenen Jahres ist die 31-jährige General-Managerin des Vereins, damit die einzige Vollzeitangestellte und verantwortlich für 120 Mitarbeiter. „Als ich von Gründungsgesellschafter Martin Wagner gefragt wurde, ob ich Interesse an dieser Aufgabe hätte, war ich erstmal ganz schön perplex. Ich konnte das gar nicht glauben“, erinnert sich Klemm.

Auf sie gestoßen war Wagner durch einen Artikel im RGA-Lokalsport, der ihr Sportmanagement-Studium auf dem neuen Campus des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg beleuchtet hatte. Wobei sich beide aus gemeinsamen Tagen bei den Solingen Paladins kannten, wo Klemm bei den Frauen vor einigen Jahren Football gespielt und Wagner dem Coachingteam der Männer angehört hat.

Nach dem Wiedersehen kam man zügig auf einen Nenner. „Es ging alles sehr schnell“, erzählt die Remscheiderin, die zuvor etwas mehr als ein Jahr in Frankfurt gelebt und im Vertrieb für ein Golfprodukt gearbeitet hat. Dort packte sie aber umgehend ihre Koffer, um sich diese Chance nicht entgehen zu lassen. „Für mich ist das eine große Ehre“, sagt sie. Wohl wissend, welch große Verantwortung mit dieser Herausforderung verbunden ist. „Das ist nicht ohne.“

„Für mich war es eine große Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen.“

Patricia Klemm

Mit einem Mix aus Ehrfurcht und „großem Spaß“ stürzte sie sich voller Tatendrang in die Arbeit und schob diverse Extraschichten nach Feierabend, um den Anforderungen gerecht zu werden. Schließlich war Klemm von Anfang an bewusst, welchen Stellenwert Rhein Fire in der hiesigen Footballszene hat. „Es gibt eine riesige Community.“ In der war die Freude groß, als das Feuer im September 2021 wieder entzündet wurde und das einstige Kult-Verein auf die sportliche Landkarte zurückkehrte. Und das, nachdem der Spielbetrieb 15 Jahre zuvor eingestellt wurde. Für das neu zusammen zu stellende Team hatten Klemm und Co. zum Probetraining eingeladen und wurden von der Resonanz förmlich erschlagen. „Wir hatten 600 Bewerber für 60 Plätze.“

Aus den erfolgreichen Jahren in der damaligen NFL Europe, als die Düsseldorfer zweimal den Titel gewannen und das damalige Rheinstadion regelmäßig mit Zuschauern füllten, kennt auch Klemm Rhein Fire. „Das war damals ein mega Erlebnis“, erinnert sie sich an ihre ersten Berührungspunkte mit dem Football und vor allem das Drumherum. Genau das sollen die Fans auch jetzt wieder geboten bekommen. Am kommenden Sonntag (19. Juni) steigt das erste Heimspiel in Duisburg, wohin man mangels Kapazitäten in der Landeshauptstadt für die erste Saison gezogen ist. Zu Gast sein wird mit den Istanbul Rams ebenfalls ein ELF-Neuling.

Während es sportlich dann erstmals ernst wird, blickt Patricia Klemm schon auf extrem ereignisreiche Wochen und Monate zurück. In denen hatte sie es plötzlich mit Menschen wie ELF-Chef Patrick „Coach“ Esume oder Kommentator und Moderator Jan Stecker zu tun. „Leute, die ich vorher nur aus dem Fernsehen kannte“, sagt die Remscheiderin lächelnd und voller Respekt. Auch das erste Zusammentreffen mit Jim Tomsula, den Rhein Fire wieder als Headcoach gewinnen konnte, hat Klemm schwer beeindruckt. Die Ausstrahlung des langjährigen NFL-Trainers sei „einfach der Wahnsinn“.

Bei der Saisoneröffnungspressekonferenz Mitte Mai in Hamburg stand sie dann auch selbst voll im Rampenlicht, repräsentierte das Projekt unter anderem in einer Live-Übertragung im Internet und gab auf Englisch Auskünfte zu Rhein Fire. Klemm: „Wenn man da die Kamerateams der Fernsehsender sieht, realisiert man, was diese Aufgabe bedeutet.“

Heimspiele

Patricia Klemm und Rhein Fire bestreiten außer dem Heimspielauftakt am Sonntag fünf weitere Partien zu Hause. Schon eine Woche später (26. Juni) sind die Barcelona Dragons und im weiteren Saisonverlauf die Cologne Centurions (10. Juli), Hamburg Sea Devils (24. Juli), Frankfurt Galaxy (21. August) und Leipzig Kings (4. September) zu Gast. Tickets gibt´s auf der Homepage unter:

www.rheinfire.eu

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