Handball 3. Liga und Regionalliga

Panther und die HG Remscheid verlieren auswärts

Wenigstens er war guter Stimmung: Bodo Leckelt schaute sich in Neuss die Partie seines Ex-Clubs HG Remscheid an. Foto: Andreas Dach
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Wenigstens er war guter Stimmung: Bodo Leckelt schaute sich in Neuss die Partie seines Ex-Clubs HG Remscheid an.
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Handball: Herzig nimmt den kraftlosen Drittligisten auseinander – Regionalligist kassiert zweite Niederlage.

Von Andreas Dach

3. Liga, VfL Gummersbach U23 – Bergische Panther 38:31 (18:17).

Lange palavern? Nicht das Ding von Marcel Mutz. Der Trainer der Bergischen Panther nahm die hohe Niederlage im Oberbergischen ohne großes Wehklagen zur Kenntnis, sagte: „Ohne Training können wir gegen eine so starke Mannschaft nichts ausrichten.“ Bis zu Beginn der zweiten Hälfte bewegten sich die Gäste gegen die mit Fynn Herzig, Julius Fanger und Torhüter Diogo Valerio (alle aus der 1. Mannschaft) aufgemotzten Gummersbacher auf Augenhöhe, führten sogar mit 20:18. Dann ließen die Kräfte trotz aller Bemühungen nach – die Panther hatten nichts mehr gegenzusetzen.

Vor allem Herzig war nicht zu stoppen, trug mit 13 Treffern zum Kantersieg der U23 des VfL bei. „Ich wüsste gar nicht, wann wir mal 38 Tore kassiert haben“, sinnierte Mutz. Was auch immer die Gäste anstellten: Sie fanden nie den richtigen Zugriff auf das variable Angriffsspiel der Zweitvertretung. Das Abwehr-Torwartspiel passte nicht. Wechselnde Abwehrformationen zeigten ebenfalls keine Wirkung. Mit zunehmender Dauer gingen die Köpfe runter. Jetzt hofft man bei den Panthern nach einer beispiellosen Krankheitswelle auf eine „vernünftige Trainingswoche“ (Mutz). Gegen Baunatal kann und will man am Samstag wieder in die Spur kommen. Mit frischen Kräften und neuem Mut.

Statistik der Bergischen Panther

Tore: Schlösser (9), Weiß (8), Ueberholz (5), Görgen (3), Reinarz (2/1), Padeken, Heider, Jesussek, Wolter (je 1).

Regionalliga: Neusser HV – HG Remscheid 34:33 (17:15).

Sicher kann man über den Siebenmeter streiten, der zwölf Sekunden vor Schluss nach einem eher harmlosen Foul von Dominik Hertz zur Entscheidung führte und die Halle an der Jahnstraße in ein Tollhaus verwandelte. Und gewiss kann man die HGR auch loben, wie es Trainer Alexander Zapf machte: „Das war unsere beste Saisonleistung.“ Unter dem Strich aber steht bereits die zweite Niederlage in drei Spielen und damit ein Saisonstart, der in die Hose gegangen ist.

Was läuft (noch) schief bei der Mannschaft, die bezüglich ihrer Individualisten eigentlich zum Besten gehört, was die Regionalliga zu bieten hat? Vielleicht passt als Antwort ja, was Bodo Leckelt anmerkte, als die Gäste zwischen den Minuten 20 und 40 ihre schwächste Phase hatten und sogar mit fünf Treffern in Rückstand gerieten (17:22): „Für mich wirkt die HGR wie eine Interessengemeinschaft. Die Neusser brennen mehr.“ Leckelt hat als Halbrechter selbst eins für die Remscheider gespielt, lebt mit seiner Familie in Düsseldorf und wollte sich einen schönen Handballabend gönnen.

Immerhin: Die von ihm genannte Gemeinschaft schien das Interesse zu haben, die Partie doch noch zu ihren Gunsten zu drehen. Sie stemmte sich vehement gegen die Niederlage, holte Tor für Tor auf und war ganz nah dran, den Bock noch umzustoßen, als es plötzlich 29:29 (53.) und 33:33 (59.) stand. „Wir hätten nur mal in Führung gehen müssen“, meinte Zapf. „Damit hätten wir denen den Stecker gezogen.“ So blieb Neuss unter Strom, immer wieder nach vorne gepeitscht von seinem fanatischen Publikum. Da konnte die HGR noch so viel Hertz (der Rückraummann war bester Remscheider) und Herz auf die Platte bringen – es reichte nicht.

Statistik der HG Remscheid

Tore: Heimansfeld (9/4), Luciano (7), Hinkelmann, Jansen (je 5), Hertz (3), Handschke, Rath (je 2).

Lage der Ligen

In der 3. Liga sind drei Teams noch ohne Punktverlust. Die SGSH Dragons, der TuS Opladen und die KSG Krefeld marschieren vorneweg. Überraschend Rang vier belegt der Leichlinger TV, der sich gegen Gensungen durchsetzte. In der Regionalliga endete das Spitzenspiel zwischen interaktiv Handball und dem TSV Bonn (mit Trainer Frank Berblinger) unentschieden.

Dazu auch: Starke HSG-Frauen bauen Frust ab und Serie aus

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