Handball

Panther sorgen für Gänsehaut am Schwanen

Sein Tempo, seine Tore und seine handballerische Klasse werden den Panthern fehlen: Sven Jesussek. Foto: Doro Siewert
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Sein Tempo, seine Tore und seine handballerische Klasse werden den Panthern fehlen: Sven Jesussek.
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Letztes Heimspiel des Handball-Drittligisten an diesem Freitag soll ein besonderes werden.

Von Andreas Dach

Einmal Kneifen gefällig? In der Tat, es stimmt: Die Handballer der Bergischen Panther tragen bereits ihr letztes Heimspiel in dieser Drittliga-Saison aus. Wenn an diesem Freitag um 20 Uhr der TuS Volmetal zu Gast ist, müssen die Fans des Drittligisten für längere Zeit Abschied nehmen von ihren Lieblingen. Doch Achtung: Wer zum Anfeuern den mittlerweile gewohnten Weg in Richtung der Max-Siebold-Halle einschlagen möchte, sollte das nicht tun. Die Begegnung findet in der Schwanen-Halle in Wermelskirchen statt.

Ja, richtig gelesen: Was eigentlich im Laufe der Spielzeit häufiger der Fall sein sollte, aus den unterschiedlichsten Gründen aber nicht möglich gewesen ist, wird nun ganz am Ende der Spielzeit noch Realität. Dort, wo der WTV früher um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpfte, wird endlich wieder hochklassiger Handball angeboten. Eben am Schwanen. Was mit Blick auf die drei Trägervereine der Panther gewiss auch Sinn macht. Im Laufe der Spielzeit wurde bereits in Burscheid gespielt, meist in Hilgen, aber noch nie in Wermelskirchen.

Klar, dass die Vorfreude nicht nur beim TuS, der sich seinerzeit der Spielgemeinschaft angeschlossen hatte, riesengroß ist. Die Panther wollen als Tabellenvierter und frei von jeglichen Abstiegssorgen noch einmal ein Handballfest feiern. Da kommt der TuS Volmetal mit seiner bekanntlich großen und stimmungsvollen Fangemeinde gerade recht.

Auf alle Fälle wird es ein emotionaler Abend. Um sich das vorzustellen, braucht es keine XXL-Fantasie. Auf Instagram hat der Verein den Abschied von Sven Jesussek angekündigt. „Bobby“, wie alle den Linksaußen nennen, wird den Verein nach sieben sehr erfolgreichen Jahren verlassen. „Ich muss berufsbedingt kürzertreten und kann deshalb nicht weitermachen“, wird Jesussek zitiert, der zur Saison 2015/2016 vom BHC II gekommen und maßgeblich am Drittliga-Aufstieg 2017 beteiligt gewesen war. Er wird nur schwerlich zu ersetzen sein.

Was genauso für Jens Reinarz gilt. Der frühere Bundesligaspieler beendet seine Laufbahn. Gerade in dieser in vielen Phasen nicht ganz einfachen Saison hat der Halblinke, Linksaußen, Kreisläufer (was hat er eigentlich nicht gespielt?) noch einmal seine ganze Qualität eingebracht. Und damit sind längst nicht nur die berühmt-berüchtigten Anspiele auf seinen Kumpel Max Weiß gemeint. Er war Anführer, ist vorneweg marschiert.

Das weiß man bei den Panthern, die (nicht nur deshalb) auf eine bestens besuchte Schwanen-Halle hoffen. Als zusätzliches Bonbon hat man einen „Kindertag“ ausgerufen: Alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Eine tolle Aktion.

„Wir wollen für einen guten Abschluss sorgen!“

Marcel Mutz, Panther-Trainer

Was nun ist handballerisch von den Panthern zu erwarten? Eine Mannschaft, die unbedingt gewinnen will und gelöster Stimmung ist. Aber ob das reicht, um das Fehlen wichtiger Akteure zu kompensieren? Max Conzen (kann sich an diesem Freitag freitesten) könnten wegen Corona noch ausfallen, Justus Ueberholz hat mit Nachwirkungen von Corona zu tun, Simon Wolter ist am kleinen Finger operiert worden, und Max Weiß hat sich unlängst in Menden eine Verletzung am Meniskus zugezogen. Trotz allem sagt Trainer Marcel Mutz: „Wir wollen für einen guten Abschluss für die scheidenden Spieler und für uns selbst sorgen. Für mich wird das sehr emotional.“

Gut zu wissen

Zu den Akteuren, die anlässlich der Partie gegen Volmetal verabschiedet werden, gehört auch Torben Schneider. Der langjährige Kreisläufer, der bis Saisonende noch in der Zweiten der Panther spielt, war über viele Jahre ein wichtiger Faktor beim Team von Marcel Mutz. Als Typ und Kraft seiner sportlichen Klasse. Dem trägt man nun Rechnung, will ihm auf diese Weise noch einmal Danke sagen.

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