Handball

Panther sind heiß auf das Starensemble

Nationalspieler Tobias Reichmann ist, wie hier bei der EM im vergangenen Januar, als Rechtsaußen mit außergewöhnlicher Sprungkraft bekannt. Beim TV Emsdetten spielt er vornehmlich im rechten Rückraum.
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Nationalspieler Tobias Reichmann ist, wie hier bei der EM im vergangenen Januar, als Rechtsaußen mit außergewöhnlicher Sprungkraft bekannt. Beim TV Emsdetten spielt er vornehmlich im rechten Rückraum.
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In der 3. Liga ist an diesem Freitagabend der TV Emsdetten in Wermelskirchen zu Gast.

Von Peter Kuhlendahl

Es war eine Mischung aus Stolz, Frust und Vorfreude, die mit einer Kampfansage einherging. Nach dem grandiosen Auftritt der Bergischen Panther am vergangenen Samstag beim Tabellenführer HSG Krefeld, der am Ende in einem 32:32-Remis mündete, fiel sowohl bei den Verantwortlichen und auch den Spielern dieser Satz: „Jetzt wollen wir den nächsten Großen der Liga ärgern.“ Gemeint ist der TV Emsdetten, der an diesem Freitag (20 Uhr) in der Schwanen-Halle in Wermelskirchen seine Aufwartung macht.

Die Ausgangslage

Allein schon nach dem Blick auf die Tabelle vor dem elften Spieltag steht eine Sache fest: Wenn der Zweitplatzierte auf den Dritten trifft, kann man mit Fug und Recht von einem Spitzenspiel sprechen. Und nach der jüngsten Erfolgsserie der Panther mit 9:1-Punkten aus den letzten fünf Spielen sowieso. Klar ist jedoch, dass die Hausherren aus diesem Grund völlig befreit aufspielen können, während sich die Gäste keinen Ausrutscher leisten können. Der Zweitliga-Absteiger war als Topfavorit auf den Titel ins Rennen gegangen. Allerdings hat das Team bereits in Krefeld eine Niederlage kassiert, beim vorletzten Auftritt in Köln beim Remis gegen Longerich einen weiteren Punkt liegengelassen und mühte sich am vergangenen Freitag zu einem knappen 26:25-Sieg beim Aufsteiger TV Aldekerk.

Der TV Emsdetten

Als die Westfalen nach dem Zweitliga-Abstieg den deutschen Nationalspieler Tobias Reichmann vom Bundesligisten MT Melsungen verpflichteten, standen sie im Sommer bundesweit in den Schlagzeilen und machten deutlich, wohin die Reise gehen soll. Doch der 34-Jährige, der 106 Länderspiele auf dem Buckel hat und mit dem THW Kiel die Deutsche Meisterschaft, den DHB-Pokal und die Champions League gewonnen hat, ist nicht der einzige Ausnahmespieler im Kader. Fast alle Akteure haben Zweit- oder Erstliga-Erfahrung. Und auch international gespielt. Wie Mateusz Piechowski, der in der polnischen Nationalmannschaft und für Wisla Plock in der Champions League gespielt hat. Oder Marcel Schliedermann, der fünf Jahre beim HSV Hamburg aktiv war und dort die Deutsche Meisterschaft, den Sieg im DHB-Pokal und den Titel in der Champions League feiern konnte. Oder der Isländer Anton Runarsson, der 2021 mit Reykjavik isländischer Meister wurde und in der europäischen Königsklasse spielte.

Die Bergischen Panther

Bei der Trainingseinheit am Mittwochabend staunte Panther-Trainer Marcel Mutz nicht schlecht. Bis auf eine Ausnahme stand da seit einer gefühlten Ewigkeit die komplette Mannschaft in der Halle. Die Ausnahme war Keeper Max Conzen, der nach seiner Erkrankung noch nicht wieder fit ist, auch am Freitag wohl nicht im Kader stehen wird und wie in Krefeld durch Robert Franz ersetzt wird. Zurück ins Team kehrt dafür wieder Ex-Profi Max Weiß. Bjarne Steinhaus und Lukas Elverfeld haben ihre Verletzungen zwar auskuriert, ein Einsatz dürfte aber noch zu früh kommen.

Die Einschätzung des Trainers

Bei Marcel Mutz ist die Vorfreude auf das Spiel riesig. „Und bei allen anderen natürlich auch.“ Allerdings ist es keinesfalls als Understatement einzuordnen, wenn er sagt: „Wir gehen als absoluter Außenseiter in die Partie. Unser Ziel ist es, das Spiel möglichst lange offen zu halten.“ Dass seine Schützlinge dafür eine ähnlich starke Leistung wie am vergangenen Samstag in Krefeld abrufen müssen, liegt auf der Hand. „Aber die Jungs brennen alle auf die Partie. Und der Schlüssel für einen Erfolg wird sein, dass wir wieder als Einheit auftreten“, lautet die Einschätzung des Coaches, der sich ansonsten wie gewohnt nicht in die taktischen Karten blicken lässt.

Klar ist jedoch, dass er seinen Schützlingen nicht mit auf den Weg geben wird, sich speziell um einen der Ausnahmespieler aus Emsdetten zu kümmern. Mutz: „Schaltet man einen aus, springen eben die anderen in die Bresche.“ Ein wenig setzt der Coach auch auf die eigenen Zuschauer: „Ich hoffe, dass sie aus der Schwanen-Halle einen echten Hexenkessel machen.“

Gut zu wissen

Die Bergischen Panther hoffen an diesem Freitag in der Partie gegen Emsdetten auf eine volle Schwanen-Halle in Wermelskirchen. Der Vorverkauf ist prima gelaufen. Alle, die noch kein Ticket haben, sollten nicht auf den letzten Drücker in der Halle erscheinen. Die Partie fängt um 20 Uhr an. Ab 19 gibt es Eintrittskarten an der Abendkasse.

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