Handball

Panther-Nachwuchs eint einzig die Klasse

Boris Komuczki, Lea Pickard und die Panther-A-Jungs haben sich für diese Saison eine Menge vorgenommen. Fotos: Bergische Panther
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Boris Komuczki, Lea Pickard und die Panther-A-Jungs haben sich für diese Saison eine Menge vorgenommen.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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In der A-Jugend-Regionalliga verfolgen Jungen und Mädchen unterschiedliche Ziele.

Die Aushängeschilder der Region im Jugendhandball erkennt man auch in dieser Saison wieder an denselben, eindeutigen Merkmalen: stark, schnell, bissig und gefährlich. Die Bergischen Panther haben als einziger Verein in Remscheid, Radevormwald, Hückeswagen, Wermelskirchen und Burscheid Mannschaften in der Regionalliga ins Rennen geschickt und ihre Vormachtstellung der jüngeren Vergangenheit untermauert. Jeweils im männlichen und weiblichen A-Jugendbereich sind Panther-Teams in der zweithöchstmöglichen Spielklasse unterwegs, verfolgen allerdings völlig unterschiedliche Ziele.

Ambitioniert und ehrgeizig sind die Jungs unterwegs, die von Boris Komuczki und Lea Pickard trainiert werden. „Wir wollen es unter die ersten vier, fünf Mannschaften schaffen“, verdeutlicht Komuczki, der das Team schon seit drei Jahren unter seinen Fittichen hat und auf eine völlig unproblematische Quali im Sommer zurückblickt: „Das war sehr souverän von uns. Wir waren gut vorbereitet, hatten allerdings auch schwache Gegner.“ Den Kader bilden die Torhüter Arthur Heu und Magnus Merten sowie die Feldspieler Clemens Wickert, Philip Lock, Jan-Pascal Bremer, Ben Vornehm, Thorben Remmel, Jannis Lorenz, Nektarios Romas, Samuel Arndt, Tim Kleinert, Tim Schmidt, Kian Schütte und Marlon Kraus.

Beeindruckend starteten die Panther in die Saison, fegten den TB Wülfrath mit 37:15 (21:9) aus der eigenen Halle und übernahmen gleich mal die Tabellenführung. Doch schon im zweiten Spiel zeigte sich, dass die Mannschaft Ausfälle von Leistungsträgern nicht kompensieren kann. Beim starken BTB Aachen war bis zur Pause alles offen. Als dann aber die Rückraumgrößen Lorenz und Remmel mit jeweils drei Zeitstrafen vom Feld mussten, lief nicht mehr viel zusammen. Am Ende stand eine 22:33 (12:13)-Niederlage, für die man sich eine Woche später mit einem hart erkämpften 27:26 (16:14) rehabilitierte. Daran soll am kommenden Sonntag bei der HSG Homberg-Rheinhausen angeknüpft werden.

„Wir sehen es wie Bodybuilder. Je mehr Gewichte, desto leichter wird es irgendwann.“

Martin Bick, Trainer der Mädchen

Komuczki sieht in seinem Kader eine Menge Potenzial, hat aber auch ein gravierendes Manko ausgemacht: „Wir haben viele Studenten dabei, die unter der Woche nicht zu Hause sind und so viele Trainingseinheiten verpassen.“ Dies wirke sich massiv aus. Vier Mal pro Woche bittet der Coach, der bekanntlich auch für die 3. Mannschaft der Panther in der Landesliga verantwortlich ist, zum Training. Bei dem Pensum verwundert es nicht, wie froh er ist, in Lea Pickard tatkräftige Unterstützung an seiner Seite zu haben. Die Handballerin des TV Witzhelden II ist seit Jahren mit dabei und kennt einige Spieler noch als kleine Jungs.

Diese nun an den Erwachsenenbereich heranzuführen, ist das Hauptziel des Trainergespanns. Zwei Spieler sammeln diesbezüglich schon in der aktuellen Saison Erfahrung auf hohem Niveau. Ben Vornehm und Jannis Lorenz trainieren und spielen bei den Panthern II in der Verbandsliga, übernehmen dort bereits Verantwortung und tragen sich regelmäßig in die Torschützenliste ein.

Langfristig verfolgen die A-Mädchen der Panther ähnliche Ziele, kurzfristig eint sie mit Jungs einzig die Spielklasse. Zwar tritt auch das Team von Martin Bick und seiner Co-Trainerin Julia Bergmann, die selbst in der 2. Mannschaft spielt, in der Regionalliga an. „Wir sind uns aber bewusst, dass wir da eigentlich nichts zu suchen haben“, sagt der Trainer, der mit der blutjungen Truppe die Wahl zwischen Regional- und Oberliga hatte und sich für Erstgenannte entschied. Denn: „Wir sehen das wie Bodybuilder. Je mehr Gewichte, desto leichter wird es irgendwann.“

Ein verschworener, lernwilliger Haufen: Die A-Mädels der Panther wollen sich auch von Niederlagen nicht den Spaß nehmen lassen.

Soll heißen: Auch in Niederlagen werde ein Lerneffekt erzielt. Wie eben bislang beim 17:30 (8:14) gegen St. Tönis, 14:45 (6:24) in Aachen und 18:46 (10:22) gegen Gräfrath. „Eine unserer Hauptaufgaben ist es, die Mädels bei Laune zu halten“, sagt Bick, der vom Charakter seiner Mannschaft, die er vor der Abbruch-Saison 2020/21 übernommen hat, begeistert ist: „Alle ziehen mit, sind wissbegierig. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Die Kaderstruktur zeigt, wie langfristig bei den Panthern gedacht wird. Nur Marie Scharwächter und Talea Schiffner sind älterer Jahrgang, Nina Brandt, Janne Jacobs, Sahaana Karthikayan, Milena Maier, Marie Klesper und Pia Eck spielen ihre erste A-Jugend-Saison. Und Paulina Eschemann, Eva Goecke, Janne Kessler, Lia Kapitza, Teresa Heider, Emma Bick und Fiona Welte sind sogar noch B-Jugend und spielen parallel in dieser auf Kreisebene in einer Kooperation mit dem TuS Opladen.

Talent ist in jedem Fall eine Menge vorhanden. Das wird im Fall von Emma Bick und Paulina Eschemann auch schon speziell gefördert, beide trainieren einmal pro Woche bei den Oberliga-Frauen der Panther mit. Was der weiblichen A-Jugend aber fehlt, ist eine zweite Torhüterin neben Pia Eck. „Wer Interesse hat, kann gerne beim Training vorbeischauen“, sagt der Trainer. Gemeint sind die Einheiten dienstags und donnerstags (jeweils 17.30 bis 19 Uhr) am Schulberg.

Oberliga

Mit den B-Jungs hatte der Remscheider TV bis kurz vor dem Saisonstart ein weiteres Team für die Regionalliga gemeldet, das dann aber in die Oberliga zurückgezogen wurde. Dort gewann man das bisher einzige Spiel. Auf höchster Verbandsebene ebenfalls vertreten sind die weibliche C-Jugend der Panther (bisher 3:3-Punkte) und die weibliche A-Jugend der HSG Rade/Herbeck (2:0). Die B-Mädchen der Bergstädter wurden Mitte Oktober zurückgezogen.

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