Handball

Panther knabbern an einer bitteren Pleite

Simon Wolter sorgte vor den diszipliniert Masken tragenden Zuschauern dafür, dass die Panther zur Pause noch führten. Foto: Doro Siewert
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Simon Wolter sorgte vor den diszipliniert Masken tragenden Zuschauern dafür, dass die Panther zur Pause noch führten.
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Handball: Zum Auftakt in der 3. Liga siegt die HSG Rodgau Nieder-Roden in Burscheid

Von Peter Kuhlendahl

Die einen Protagonisten hockten stumm in der Kabine. Andere hatten sich zu ihren Lieben auf die Tribüne gesetzt. Die sportliche Leitung hatte sich in den Geräteschuppen zurückgezogen. Die am Ende bittere 25:27 (12:10)-Niederlage der Bergischen Panther gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden musste irgendwie verdaut werden. „Ein Fazit zu diesem Spiel? Da muss sich im Augenblick echt passen“, meinte Panther-Coach Marcel Mutz noch eine Viertelstunde nach Spielende in der Schulberg-Halle in Burscheid am Samstagabend.

Blick auf die andere Seite. Die Hessen hatten es sich auf den Stühlen in der Halle bequem gemacht. Eine Kiste Bier wurde getrunken. Übermäßige Jubelarien waren aber keine aufgekommen. Sie genossen einfach still ihren Erfolg am ersten Spieltag der 3. Liga und wussten nur zu gut, an welch seidenem Faden der Sieg am Ende gehangen hatte.

„Wir waren einfach nicht konsequent genug“, meinte Rückraumspieler Simon Wolter und sprach damit das Problem an, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Partie gezogen hatte. Im Angriff leisteten sich die Panther viel zu viele Aussetzer. Sowohl in Form von zahlreichen Fahrkarten, als auch von technischen Fehlern.

Der, der in der ersten Halbzeit indes eine überragende Leistung gezeigt hatte, war Torhüter Robin Eigenbrod. Mehr als ein Dutzend erstklassiger Paraden gelangen ihm. Dazu wehrte er noch zwei Siebenmeter ab. Ihm war es in erster Linie zuzuschreiben, dass nach 18 Minuten alle völlig entgeistert auf die Anzeigetafel blickten. 3:3 (!) stand da zu lesen. „Das war schon sehr komisch“, meinte Eigenbrod, der sich zudem selbstkritisch zeigte: „Ich hätte nach der Pause auch noch den einen oder anderen mehr halten müssen.“

Doch zunächst zurück in die ersten 30 Minuten. Da fanden die Panther endlich im Angriff Lösungen. Weil mit Wolter, der nach 20 Minuten Henrik Heider auf Halbrechts ablöste, einer aus dem Rückraum traf. So gingen die Panther gar mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Pause.

Die wurde im zweiten Abschnitt von 12:10 auf 15:11 (36.) ausgebaut. „Aber dann haben wir uns eben wieder Fehler erlaubt, die ein so starker Gegner konsequent nutzt“, monierte Mutz. Keine vier Minuten benötigen die Hessen und lagen plötzlich mit 16:15 in Front (40.). Und als sie die Führung auf 21:18 (47.) ausgebaut hatten, entfuhr es Panther-Boss Hans-Jürgen Middendorf: „Das war es!“

In der Schlussphase geht die wilde Fahrt erst richtig los

Doch weit gefehlt. Jetzt ging die wilde Fahrt erst richtig los. 22:19 führten die Gäste. Dann schafften Max Weiß, Felix Korbmacher und Moritz Görgen den Ausgleich (22:22, 49.). Die Hessen aus der Nähe von Offenbach nahmen eine Auszeit und setzten sich wieder auf 25:22 ab (54.).

Die Vorentscheidung? Von wegen. Jetzt fand Marcel Mutz die richtigen Worte. Zwei Treffer durch Justus Ueberholz und einer von Weiß sorgten für den erneuten Ausgleich (57.). Dann flog die grüne Karte von Gäste-Coach Jan Redmann. Ob es ein letzter Schachzug war oder einfach nur Glück, sei dahingestellt. Als der US-amerikanische Nationalspieler und Linksaußen Sam Hoddersen, der insgesamt sechs Treffer erzielte, 20 Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt setzte, gingen die Köpfe der Panther endgültig nach unten.

Panther-Tore: Ueberholz (6), Weiß (5), Blum (4), Schlösser, Wolter (je 3), Reinarz (2/1), Görgen, Korbmacher (je 1).

Ausfall

Die neue Drittliga-Staffel Mitte ist am Freitagabend gleich mit einem kuriosen Spielausfall in die neue Saison gestartet. In Köln-Nippes gingen die Lichter in der Halle der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule nicht richtig an. So gab es einige lange Gesichter. Das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem Longericher SC und Aufsteiger TuS Opladen konnte nicht angepfiffen werden. Einen neuen Termin gibt es noch keinen.

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