Handball

Panther gewinnen Kampfspiel gegen den TuS Spenge

Justus Ueberholz führte die Panther zum Heimsieg über den TuS Spenge.
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Justus Ueberholz führte die Panther zum Heimsieg über den TuS Spenge.
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Drittligist liefert beste 20 Minuten der Saison ab – Regionalligist HGR enttäuscht maßlos.

Von Andreas Dach

3. Liga: Bergische Panther – TuS Spenge 26:25 (13:10). Nach solch einem Spiel kann man schon mal zu einem Scherzchen aufgelegt sein. „Immer wenn ich Hallensprecher bin, gewinnen die Panther“, sagte Frank Lorenzet und war sichtlich aufgeräumter Stimmung. Zur Erklärung: Der Manager war für den verhinderten etatmäßigen Jochen Lorenz eingesprungen. Erstmals überhaupt.

Ja, ja, wer solch eine dramatische Partie für sich entscheidet, ist gut drauf. Das zog sich wie ein roter Faden durch die anschließenden Analysen. „Ich bin sehr glücklich, dass wir dieses Kampfspiel gewonnen haben“, sagte beispielsweise Trainer Marcel Mutz. Und Torhüter Robin Eigenbrod gab zu: „Es war schön, mal wieder den einen oder anderen Ball gehalten zu haben.“

Die Defensive war diesmal der Schlüssel. Vor allem in der Anfangsphase, als die Panther ihre bislang besten 20 Minuten dieser Saison ablieferten und mit 10:4 in Führung gingen. Das war eine Wahnsinnsleistung, zu welcher auch Torhüter Max Conzen seinen Beitrag geleistet hatte. Doch solch einen perfekten Vortrag kann man nicht über die komplette Distanz abliefern. Schon gar nicht gegen einen körperlich so robusten Gegner.

Spenge kam bis zur Pause auf drei Tore heran und hatte bis zur 37. Minute erstmals den Ausgleich geschafft. Nur in Führung gingen die Ostwestfalen über die gesamte Zeit nie. So wuselten sich die Panther irgendwie durch. Mit großer Moral und mit Toren in den richtigen Momenten. Dass der eingewechselte Eigenbrod mehrfach super parierte, war die perfekte Vorlage für Lorenzets Wortbeitrag.

Tore: Ueberholz (6), Schlösser (6/4), Weiß, Heider, Wolter (je 3), T. Blum, Görgen (je 2), Reinarz (1).

Regionalliga: HG Remscheid – OSC Rheinhausen 27:35 (12:14). Hinten? Mit Ausnahme des starken Torhüters Linus Mathes quasi nicht vertreten. Vorne? Zum Teil vogelwild agierend und nur durch den mutigen Kevin Suiters zwischendurch noch einmal an einer Wende schnuppernd. So leicht lässt sich die Riesenenttäuschung zusammenfassen, welche die HGR sich und ihren Fans bereitete. „Grausam“ – so lautete die erste Reaktion von Trainer Alexander Zapf. Er schaute bereits voraus: „Am Mittwoch müssen wir uns im HVN-Pokal die Sicherheit zurückholen.“ Dann geht es um 19.45 Uhr zum Oberligisten TV Geistenbeck. Mit einer Leistung wie am Samstagabend gegen die Duisburger könnte das die nächste unübersteigbare Hürde darstellen . . .

Der junge Kevin Suiters war einer der wenigen Aktivposten bei der HGR.

Es passte kaum etwas beim Gastgeber, der bereits nach wenigen Minuten seinen Spielmacher Felix Handschke mit einer möglicherweise bösen Knieverletzung verlor. Für ihn kam Suiters. Ausgerechnet der verpasste es beim Stand von 22:26 mit einem missglückten Heber, die Toredistanz weiter zu verkürzen. Doch: Wer noch blutjung ist, dem verzeiht man solche Aktionen (eher). Und sonst? Die HGR ließ quasi alles vermissen. Vor allem Moral, Leidenschaft und den Glauben an sich selbst. Bestenfalls ein Mini-Trost, dass OSC-Co-Trainer „Matze“ Puhle, einst Klassetorhüter des VfL Gummersbach, sagte: „Die Partie hätte auch 45:42 ausgehen können.“

Tore: Suiters (7), Jansen (5/4), Rath (3), Luciano (3/1), Hinkelmann, Grewe, Hermann (je 2), Pflüger, Hertz (je 1), Handschke (1/1).

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