Handball

Panther feiern einen dreckigen Sieg

Derbysieger – die Bergischen Panther konnten am Samstagabend nach dem Erfolg in Opladen feiern.
+
Derbysieger – die Bergischen Panther konnten am Samstagabend nach dem Erfolg in Opladen feiern.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
    schließen

Handball-Drittligist holt in Opladen die nächsten Punkte. – Regionalligist HGR siegt in Dinslaken.

Von Peter Kuhlendahl

3. Liga: TuS Opladen – Bergische Panther 20:25 (9:13). Ein Gewinner stand schon vor dem Anpfiff der Partie in der Bielertsporthalle im Leverkusener Stadtteil Opladen fest. „Ich habe nur einen Muskelfaseriss“, erklärte ein zwar leicht humpelnder, aber dennoch strahlender Henrik Heider. Der Rückraumspieler der Panther hatte befürchtet, er hätte sich einen Kreuzbandriss zugezogen.

Gegen 21.30 Uhr konnte dann auch der Rest des Teams unbeschwert feiern. Aber der, der daran den größten Anteil hatte, tat dies – wie es nun mal seine Art ist – in aller Bescheidenheit. „Ich glaube, das war eine ganz ordentliche Leistung von mir“, sagte Max Conzen und konnte sich doch noch ein Lächeln abringen. 60 Minuten hatte der Keeper zuvor zwischen den Pfosten gestanden, rund 20 Bälle in dieser Zeit abgewehrt und auch drei Siebenmeter gemeistert. „Das war eine bärenstarke Leistung von Max. Das war klasse“, lobte ihn auch Trainer Marcel Mutz in den höchsten Tönen.

Viel Lob gab es ansonsten aber eher nicht zu verteilen. Beide Mannschaften zeigten eine Leistung, die über weite Strecken eher bescheiden war. „Ich hatte es ja im Vorfeld angekündigt, dass dies kein spielerischer Leckerbissen sein würde“, sagte Mutz. Nach zehn Minuten hätte ihm da keiner in der Halle, die anders als erwartet längst nicht ausverkauft war, widersprochen. 2:1 führten die Gäste zu diesem Zeitpunkt gegen ein Opladener Team, das einige personelle Ausfälle verkraften musste.

Entsprechend wenig lief bei den Gastgebern im weiteren Verlauf zusammen. Die Panther spielten irgendwie ihren Stiefel runter und hatten sich nach 23 Minuten auf 10:5 abgesetzt. Doch urplötzlich wurde es wieder eng, und Opladen verkürzte auf 9:11 (28.). Simon Wolter und Timo Blum, (vier Sekunden vor der Pause) sorgten dann aber für eine halbwegs komfortable Halbzeitführung.

Die hatte auch im Verlauf des gesamten zweiten Abschnitts bestand. Allerdings versäumten es die Panther, sich noch deutlicher abzusetzen. Wie in der Phase ab der 44. Minute. In doppelter Überzahl vergab Simon Schlösser einen Siebenmeter und in der Folge Jan Blum frei von Rechtsaußen. Dies alles war nach dem Schlusspfiff aber egal. „Man muss die Spiele auch mal dreckig gewinnen“, meinte Mutz und freute sich auch noch über die restlichen Ergebnisse des Spieltags.

Die sorgten dafür, dass die Panther nun auf dem dritten Tabellenplatz stehen. „Das kann man dem Team nicht hoch genug anrechnen. Das ist eine unglaubliche Leistung“, erklärten die beiden Panther-Verantwortlichen Jochen Lorenz und Peter Schütte unisono und ließen sich nach dem Schlusspfiff im Foyer das Kölsch schmecken.

Regionalliga: MTV Rheinwacht Dinslaken – HG Remscheid 27:29 (11:19). Vor mehr als sieben Jahren hatte der frühere rumänische Nationalspieler Marius Timofte nach einer 16-jährigen Amtszeit Dinslaken verlassen. Jetzt soll der 55-Jährige das Team vor dem Abstieg retten und saß am Sonntagvormittag zum ersten Mal wieder auf der MTV-Bank. Doch allein das reichte den Gastgebern nicht. Die Remscheider landeten einen am Ende verdienten Sieg.

Die Gäste waren von Beginn an hellwach. „Da hat alles super funktioniert“, lobte Trainer Alexander Zapf zu diesem Zeitpunkt sein Team, das sich nach 22 Minuten auf 15:5 abgesetzt hatte. Zwar kam dann ein wenig Sand ins Getriebe, aber mit einer deutlichen Führung ging es für die Remscheider, die kurzfristig auf Achim Jansen (Muskelfaserriss) verzichten mussten, in die Pause.

Nach dem Wechsel verlor die HGR mehr und mehr den Faden. In der Offensive wurden ein ums andere Mal beste Chancen vergeben. „Das war wieder ein typisches Spiel für uns“, war Zapf nun unzufrieden. Allerdings war der Sieg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Tore

Panther: Wolter (5), Weiß, J. Blum (je 4), Ueberholz, Görgen (je 3), Bleckmann, Padeken, T. Blum, Steinhaus (je 1), Schlösser, Wöstmann (je 1/1).

HGR: Hinkelmann (7), Suiters, Hertz (je 4), Jung, Rath, Pflüger (je 3), Taymaz, Hermann (je 2), Grewe (1).

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Favoritenrolle gilt nur auf dem Papier
Favoritenrolle gilt nur auf dem Papier
Favoritenrolle gilt nur auf dem Papier
Sportprogramm am Wochenende
Sportprogramm am Wochenende
Sportprogramm am Wochenende
Dorndorf: Vom Amboss-Coach zum Fan
Dorndorf: Vom Amboss-Coach zum Fan
Dorndorf: Vom Amboss-Coach zum Fan
Coach ohne Illusionen
Coach ohne Illusionen

Kommentare