Handball

Panther fegen die Hessen aus der Halle

Panther-Linksaußen Sven Jesussek ließ in der Anfangsphase ESG-Keeper Lukas Voß kaum eine Chance. Foto: Doro Siewert
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Panther-Linksaußen Sven Jesussek ließ in der Anfangsphase ESG-Keeper Lukas Voß kaum eine Chance.
  • Peter Kuhlendahl
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Handball-Drittligist zeigt zum Saisonauftakt eine grandiose Leistung und feiert einen 31:17-Kantersieg

Knapp eine halbe Stunde nach Spielende saß ein Teil der Mannschaft der ESG Gensungen/Felsberg samt ihres Trainers Arnd Kauffeld immer noch fassungslos auf ihren Stühlen in der Halle. In der Mitte stand eine Kiste Kölsch, die Keeper Lukas Voß vom Bierstand der Max-Siebold-Halle geholt hatte. Das, was über die Hessen am Samstagabend hereingebrochen war, musste erst einmal verdaut werden. Die Bergischen Panther setzten zum Saisonstart in der 3. Liga ein ganz dickes Ausrufezeichen, fegten die Gäste mit 31:17 (15:11) von der Platte und zeigten dabei eine grandiose Leistung.

„Das hat schon großen Spaß gemacht“, sagte Panther-Keeper Robin Eigenbrod kurz nach Spielschluss und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Sein famoser Auftritt war einer der Schlüssel zum Erfolg. Neben fünf Siebenmetern, die er hielt, vernagelte Eigenbrod seinen Kasten förmlich. Zwischen der 38. und 53. Minute musste er nicht einmal hinter sich greifen. Die Panther hatten in dieser Viertelstunde im Angriff einen 8:0-Lauf und setzten sich auf 28:14 ab.

„Das war doch mal ein perfekter Saisonstart.“

Jens Reinarz, treffsicherster Panther

Panther-Trainer Marcel Mutz, der sich in seiner akribischen Arbeit vor dem Spiel bestätigt fühlte, schwärmte: „Das war bärenstark, was die ganze Mannschaft geleistet hat. Ich bin unglaublich zufrieden.“ Er hatte sich stundenlang Videos der Gäste angeschaut, ihre Stärken und Schwächen analysiert und dies alles an seine Schützlinge weitergegeben. Die erfüllten seinen Matchplan fast zu 100 Prozent.

Einzig nach zwei Minuten dürfte der Coach zusammengezuckt sein. Hatte er doch sein Team davor gewarnt, im Angriff den Ball leichtfertig zu vertändeln. ESG-Rechtsaußen Maxim Schalles machte sich auf und davon und traf zum 1:0. Dies war allerdings während der dann folgenden restlichen Spielzeit dessen einziger spektakulärer Auftritt. Der Ausnahmespieler verwarf in der Folge zwei Siebenmeter und kassierte Mitte der zweiten Halbzeit nach einem Frustfoul eine Zeitstrafe.

Doch nicht nur ihm zogen die Panther den Zahn in der Defensive. „Unser Innenblock in der Deckung war eine Bank. Und Eigi dahinter grandios. Das war doch mal ein perfekter Saisonstart“, war auch Jens Peter Reinarz sehr zufrieden, der mit seinen sechs Toren, darunter drei traumhaft sicher verwandelte Siebenmeter, zum treffsichersten Panther-Spieler wurde.

Allerdings war die Torstatistik der Gastgeber ansonsten sehr ausgeglichen. „Das war genau unsere Stärke“, lobte Mutz. So war zu Beginn Sven Jesussek nicht zu stoppen. Simon Schlösser und Justus Ueberholz trumpften zudem abwechselnd auf der Spielmacherposition auf.

Zehn Minuten vor dem Ende beim Zwischenstand von 27:14 konnten die Gastgeber dann munter durchwechseln. So kam auch Youngster Conner Schütte zu seinen ersten Spielminuten in der 3. Liga und erzielte in der 53. Minute (28:14) seinen ersten Treffer. „Ich habe mich riesig darüber gefreut. Und das vor meinen Kumpels, die auf der Tribüne saßen“, sagte der Nachwuchsspieler.

„Sein Treffer war das i-Tüpfelchen an diesem tollen Abend“, merkte Marcel Mutz wenig später in der Pressekonferenz an. In der rang derweil sein Gegenüber Arnd Kauffeld nach Fassung: „Schlimmer kann man nicht in eine Saison starten. Im Vorfeld der Partie hatte mein Trainerkollege von zwei Teams auf Augenhöhe gesprochen. Da hat er aber mächtig daneben gelegen.“ Eine Fehleinschätzung, mit der Mutz prima leben konnte . .

Statistik

Panther-Tore: Reinarz (6/3), Schlösser, Ueberholz (je 5), Jesussek, Wolter (je 4), Weiß (3), Görgen (2), Heider, Schütte (je 1).

Zeitstrafen: Görgen (17.), Heider (25.).

Spielfilm: 0:2 (3.), 4:2 (10.), 10:6 (21.), 14:9 (28.), 15:11 (Halbzeit), 16:12 (31.), 20:12 (37.), 20:14 (38.), 28:14 (54.), 30:16 (57.), 31:17 (Endstand).

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