Handball

Panther agieren mit Licht und Schatten

13 Treffer warf David Kreckler für die 2. Mannschaft der Panther gegen Lintorf. Zum Sieg reichte das aber nicht. Foto: Doro Siewert
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13 Treffer warf David Kreckler für die 2. Mannschaft der Panther gegen Lintorf. Zum Sieg reichte das aber nicht.
  • Peter Kuhlendahl
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Handball-Drittligist siegt ohne Mühe in Schalksmühle gegen Volmetal – Verbandsligist unterliegt im Spitzenspiel

Wenn die Fans in der Halbzeitpause lieber am Bierstand im Foyer der Halle hängenbleiben und ihre Plätze auf der Tribüne leer bleiben, sagt das viel über die Leistung der eigenen Mannschaft aus. Das, was der TuS Volmetal am Samstagabend in Schalksmühle in der Partie gegen die Bergischen Panther vor der Pause ablieferte, sprach Bände. Und der am Ende klare 27:19 (13:6)-Erfolg der Gäste machte die eigentlichen Kräfteverhältnisse gar nicht mal so deutlich. „Wichtig war einfach, dass wir gewonnen haben“, betonte Panther-Trainer Marcel Mutz, der die zweite Halbzeit auch reichlich für Experimente nutzte.

Entschieden war die Partie im Grunde bereits in der Anfangsphase. Die Panther legten los wie die Feuerwehr, nutzten jeden Fehler der Gastgeber gnadenlos aus und lagen nach sieben Minuten mit 6:0 in Führung. Auch eine frühe Auszeit des TuS änderte an der hoffnungslosen Unterlegenheit nichts. Volmetal fand gegen die kompakte Defensive der Panther kein Mittel. Und wenn sich doch eine Lücke auftat, war da auch noch Torhüter Robin Eigenbrod, der in der ersten Halbzeit eine bärenstarke Leistung zeigte. „Wir haben uns nicht vorgestellt, dass wir es so leicht haben. Aber die schnelle Führung hat für die nötige Sicherheit gesorgt“, sagte „Eigi“.

Bezeichnend für den weiteren Spielverlauf war, dass die Westfalen erst in der 23. Minute zum ersten Feldtor zum 4:10 kamen. Zuvor hatten sie einzig von der Siebenmeterlinie getroffen. An der deutlichen Überlegenheit änderte sich dann auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts. Max Weiß und Justus Ueberholz stellten schnell auf 15:6 und raubten damit dem Tabellenletzten die letzte Hoffnung. Dass die Partie im weiteren Verlauf ausgeglichener war, hatte mehrere Gründe. Einer war, dass Ueberholz einen Schlag auf den Daumen bekam und auf die Bank musste. „Ärgerlich ist, dass es beim Zurücklaufen passiert ist. Ich glaube aber, dass die Kapsel heil geblieben ist“, sagte der Spielmacher.

Nach der Pause blieben einige Plätze auf der Tribüne in Schalksmühle, wo Volmetal sein Heimspiel austrug, leer.

Außerdem wechselten die Panther jetzt munter durch, agierten auch in der einen oder anderen Situation mit dem siebten Feldspieler. „Dabei sind wir mit unseren Chancen aber zu fahrlässig umgegangen“, zeigte sich Jens-Peter Reinarz durchaus selbstkritisch. Zum mit Abstand besten Offensivspieler wurde derweil Rechtsaußen Moritz Görgen, der nach dem Wechsel mit sieben Treffern eine hundertprozentige Wurfquote hatte.

Panther II: 35 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache

Eine Enttäuschung gab es für die Panther fast zeitgleich am Samstagabend in der heimischen Max-Siebold-Halle. Im Spitzenspiel der Verbandsliga musste sich die 2. Mannschaft dem Tabellenführer TuS Lintorf mit 30:35 (15:17) geschlagen geben. „Beim Blick auf die Anzahl der Gegentore wird schnell deutlich, wo unser größtes Problem lag“, hatte Coach Erwin Reinacher den Hauptgrund für die Niederlage parat.

Vor der Pause war die Partie bis in die Schlussphase zunächst ausgeglichen. Dann sorgten individuelle Fehler dafür, dass die Gäste mit einem kleinen Polster in die Halbzeit gehen konnten.

Im zweiten Abschnitt wehrten sich die Panther II und kämpften sich zurück in die Partie. Mit zwei Treffern in Folge sorgte der A-Jugendliche Ben Vornehm in der 45. Minute für den 25:25-Ausgleich. Doch die Hoffnung auf eine spannende Schlussphase war dann sehr schnell dahin. Fehler in der Offensive sorgten dafür, dass der Spitzenreiter über Tempogegenstöße zu einfachen Toren kam. Eine erneute Wende gelang den Gastgebern nicht mehr. Reinacher: „Das war wirklich schade. Wir hätten den vielen Zuschauern in der Halle gerne noch mehr geboten.“

Tore

3. Liga, Panther: Görgen (10), Ueberholz (4), Schlösser (4/2), Reinarz (3/2), Weiß, Jesussek (je 2), Conzen, Wolter (je 1).

Verbandsliga, Panther II: Kreckler (13/7), Radermacher (6), Funccius (4), Alof, T. Schneider, Vornehm (je 2), Napiwotzki (1).

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