Leichtathletik

Olympia: Steinacker kämpft um ihre letzte Chance

So sieht doch Zuversicht aus. Marike Steinacker freut sich auf die kommenden Monate und will zeigen, was sie kann. Foto: MS
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So sieht doch Zuversicht aus. Marike Steinacker freut sich auf die kommenden Monate und will zeigen, was sie kann.
  • Fabian Herzog
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Wermelskirchener Diskuswerferin will sich ihren großen Traum erfüllen

Ihr Kindheitstraum ist greifbar. Oder zumindest in Reichweite. Egal, wie man es auch nennen möchte: Marike Steinacker hat in diesem Jahr Großes vor. Die Wermelskirchener Diskuswerferin, die für Bayer Leverkusen startet und in Neubrandenburg trainiert, will es zu den Olympischen Spielen nach Tokio schaffen. Bei allen Unwägbarkeiten, die die im vergangenen Jahr wegen Corona ausgefallene und für den Zeitraum 23. Juli bis 8. August 2021 geplante Megaveranstaltung weiterhin begleiten.

Für Steinacker ist es so etwas wie die letzte Chance, sich ihren Traum von Olympia zu erfüllen. „Als ich die Spiele in Sydney 2000 und Athen 2004 am Fernseher verfolgt habe, habe ich mir gesagt: Da will ich auch mal hin“, erinnert sich die 28-Jährige noch. Kurze Zeit später fing sie mit der Leichtathletik an, kämpfte sich in die nationale Spitzengruppe und ist nun so nah dran an ihrem Traum wie nie zuvor.

Drei Diskuswerferinnen werden Deutschland in Tokio vertreten. „Sechs werden die Norm von 63,50 Metern schaffen“, ist sich die Wermelskirchenerin sicher. Sie will dazugehören und zur richtigen Zeit in Top-Form sein. „Im Mai sind die wichtigen Wettkämpfe“, erzählt Steinacker.

Für sie gilt es, das Jahr 2020 auszublenden. Die Pandemie traf sie und ihre Motivation mit voller Breitseite. Zwar konnte die 28-Jährige einige Wettkämpfe bestreiten, an ihr Leistungs-Maximum kam sie aber nicht heran. Auch nicht bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig, wo sie unter ihren Möglichkeiten blieb, „nur“ 55,36 Meter erreichte und Vierte wurde. „Aber das habe ich abgehakt.“

Erneuter Trainerwechsel: von Kollark zu Bergmann

Kurz nach den Deutschen Meisterschaften hatte ihr Trainer Dieter Kollark aus unterschiedlichen Gründen die Zusammenarbeit mit Marike Steinacker beendet. Daraufhin machte sie sich auf die Suche nach einem neuen Coach. Den fand sie dann auch in Gerald Bergmann, der unter anderem Ralf Bartels zum Kugelstoß-Europameistertitel 2006 geführt hat. „Ich bin wegen des Wechsels gar nicht traurig“, sagt Steinacker. Das Training mache ihr jetzt noch mehr Spaß, da sie sich dort besser einbringen könne.

Wie sich die seit dem Herbst 2020 laufende Zusammenarbeit auswirkt, zeigt sich am Samstag das erste Mal. Da tritt Marike Steinacker zu einem Wettkampf im Olympiastützpunkt Kienbaum an, 40 Kilometer östlich von Berlin gelegen. Ursprünglich sollte es da um ein Ticket für den Winterwurf-Europacup im März im portugiesischen Leiria gehen, doch der wurde coronabedingt kurzfristig abgesagt. So wird es für die Wermelskirchenerin eine erste Standortbestimmung für den Sommer werden. Erste Pluspunkte könnte sie dort sammeln. Großen Druck macht sie sich allerdings nicht: „Ich gehe es ganz locker an.“

Entscheidend wird es dann spätestens im Mai. Dann will Marike Steinacker voll da sein und sich den Wunsch erfüllen, von dem sie schon als kleines Mädchen geträumt hat.

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