Adventskalender

Ohne ihre Mutter wäre sie keine Fußballerin

Patricia Wojarski von hinten . . . im Trikot der TG Hilgen. Foto: PW
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Patricia Wojarski von hinten . . . im Trikot der TG Hilgen.
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Türchen Nummer 15 im Adventskalender des RGA-Sports mit Patricia Wojarski (TGH).

Von Andreas Dach

Ihre Geburtstage sind für sie etwas Besonderes. „Darauf freue ich mich jedes Jahr wie ein kleines Kind“, sagt Patricia Wojarski. Die Fußballerin der TG Hilgen, vor einigen Wochen 26 Jahre alt geworden, genießt den Tag dann immer ausgiebig mit der Familie und mit Freunden. „Ich mag die gemeinsame Zeit“, sagt die im Außendienst tätige Versicherungsfachfrau.

Wen wundert es also, dass sie großen Wert auf das Trikot mit der Nummer 15 legt? Sie ist schließlich am 15. Oktober 1994 zur Welt gekommen. Bei ihren ersten Stationen (VfB Marathon, Hastener TV, FC Remscheid und BV Gräfrath) musste sie noch ohne die für sie wichtige Zahl auskommen. „Seit 2016 aber trage ich die 15“, berichtet sie. Zuletzt bei der SG Hackenberg und auch jetzt in der neuen Saison nach ihrem Wechsel zur TG Hilgen.

Wobei sie bei ihrer aktuellen Station noch nicht viele Gelegenheiten hatte, ihre Qualitäten unter Beweis zu stellen. Zuerst war da eine dreimonatige Sperre, nachdem sie die Gelb-Schwarzen verlassen hatte, dann kam Corona.

. . . und von vorne. Mit einem strahlenden Lächeln.

„Es nervt mich total, dass ich nicht Fußball spielen kann“, stellt die Tochter eines Portugiesen und einer Polin heraus. Sie sagt: „Fußball ist meine Passion, darin gehe ich auf.“ Rückblickend wird sie ihrer Mutter sehr dankbar sein. Diese hatte sie beim VfB Marathon ohne ihr Wissen zu einer Fußballschule für Kinder angemeldet. Schon wenig später wurde Patti Wojarski Mitglied: „So bin ich zum Vereinssport gekommen.“ Sie hat sich vorgenommen hat, so lange Fußball zu spielen, „bis ich nicht mehr laufen kann“. Was die Wahrscheinlichkeit größer werden lässt, dass man die Remscheiderin noch häufig mit der 15 im Dress der TGH sehen wird.

Eingelebt hat sie sich übrigens schnell. an ihrer neuen Wirkungsstätte. Was zum einen daran liegt, dass neben ihr mit Zehra Acar und Sophie Trautvetter zwei weitere Spielerinnen den Weg von der SG Hackenberg nach Hilgen gewählt haben. Und mit Jennifer Blasiak (Hastener TV), Janina und Madeline Kern (beide FCR) hat sie schon bei früheren Stationen zusammengespielt.

Es passt also alles auf der Kuno-Hendrichs-Anlage. Oder besser: Es könnte alles passen. Jeder Tag mehr, der ohne Fußball vergeht, ist für sie kein Guter. „Schon als Kind“, schildert Patricia Wojarski, „habe ich alles durch die Gegend getreten, was nicht fest war.“ Wobei das nicht falsch verstanden werden soll: Sie geht edel mit dem Ball um, hat auf ihren bisherigen Stationen immer die Zehner-Position bekleidet.

Klar, dass sie auch Vorbilder hat. Bei den Männern ist es Cristiano Ronaldo. Der ist Portugiese. Wie ihr Papa. Wojarski ehrlich: „Als ich jung war, habe ich mich in ihn verguckt.“

Bei Fatmire Alushi (geborene Bajramaj) war es die außergewöhnliche Karriere, welche die TGH-Fußballerin sehr beeindruckt hat. Die Fußballerin war mit ihrer Familie Anfang der 90er-Jahre aus dem Kosovo nach Remscheid gekommen und hat es bis in die Weltspitze gebracht. Das wird bei Wojarski eher nicht mehr funktionieren. Doch der Fan der Sängerin Pink ist auch so glücklich. Mit ihrer 15 auf dem Rücken.

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