Sportlicher Adventskalender

Die Nummer 5 wird in die Wiege gelegt

Die Nummer 5 hat es ihr angetan: Julia Schaefer mit tollen Erinnerungsstücken aus ihrer Zeit als Handballerin. Foto: Schaefer
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Die Nummer 5 hat es ihr angetan: Julia Schaefer mit tollen Erinnerungsstücken aus ihrer Zeit als Handballerin. Foto: Schaefer
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Nächstes Türchen im Adventskalender des RGA-Sports: mit WTV-Handballerin Julia Schaefer.

Von Fabian Herzog

Viele Zweikämpfe hat sie während ihrer langen Handballkarriere absolviert. Dazu gehörten für Julia Schaefer auch immer die um das richtige Trikot. Denn für die heute 37-Jährige war stets klar, dass es nur eins sein durfte: das mit der Nummer 5. „Das ist eben mein Glücksbringer“, sagt die Rückraumspielerin des Verbandsligisten Wermelskirchener TV, die eine Familientradition fortsetzt. Denn schon ihr Papa Konni hatte die 5 auf dem Rücken, als er für den SV 09 Wermelskirchen seine Tore warf.

Es verwundert daher auch nicht, dass die nächste Generation der Schaefers auch schon mit dieser Nummer unterwegs ist. Joshua, der ältere von zwei Söhnen von Julia und Markus Schaefer, spielt in der Jugend des WTV. Ihm wurde die 5 beinahe wortwörtlich in die Wiege gelegt. Kurz nachdem er vor 13 Jahren auf die Welt kam, brachte Ina Mollidor, Schäfers damalige Mitspielerin bei der TG Hilgen, ein entsprechendes Trikot als Geschenk mit ins Krankenhaus. Verrückt!

„In der Schwanen-halle zu spielen, ist für mich wie nach Hause kommen.“
Julia Schaefer, WTV-Handballerin

So leicht, an ihre Lieblingsnummer zu kommen, hatte es die Mama nicht. Als sie als junge Spielerin von 09 zur HG Remscheid wechselte, war ihr der Familien-Glücksbringer zunächst nicht vergönnt. Denn Melanie Wels trug die 5, sodass sich Schaefer, damals noch unter dem Namen Müller, mit der 16 begnügen musste. Erst als Wels eine Saison später den Verein verließ, konnte sie sich ihre Nummer schnappen. Die trug Schaefer auch bei den folgenden Stationen in Rade und Hilgen, ehe sie bei Teutonia Riemke in Bochum auf die 17 ausweichen musste. Prompt zog sich einen Bandscheibenvorfall zu. Wer glaubt da an einen Zufall?

Nach der Rückkehr zu den Panthern hatte sie ihre 5 wieder. Auch beim TuS, als Spielertrainerin der 2. Mannschaft, trug sie diese. In dieser Zeit machte Schaefer bezüglich einer Rückennummer eine unvergessene Erfahrung. Bei einem Spiel in Essen wurde Jessica vom Hoff beinahe vom Spiel ausgeschlossen, weil sie – wegen ihres Geburtstages – die 88 trug. Dies passte dem Schiedsrichter nicht, weil die Zahl mit dem Hitlergruß in Verbindung steht. So musste sich vom Hoff für diese Partie ein Trikot mit einer anderen Nummer besorgen.

Beim TV Witzhelden, Schaefers letzter Station vor dem Wechsel zum WTV im Sommer 2019, wurde sie mit einem ganz neuen Problem konfrontiert. „Das Trikot mit der Nummer 5 war mir viel zu klein“, erzählt sie lachend. „Das hätte keinen Spaß gemacht. Weder mir noch den Zuschauern.“ Also wich sie für die erste von zwei Saisons zur 69 aus und bekam erst, als es einen neuen Satz Trikots gab, ihren Wunsch erfüllt.

Klar, dass Schaefer beim WTV auch wieder die 5 auf dem Rücken trägt. Dies rundet für sie die Rückkehr in ihre Heimatstadt ab. „In der Schwanenhalle zu spielen, ist für mich wie nach Hause zu kommen“, sagt die 37-Jährige. „Das ist meine Heimat.“ In der ist sie übrigens auch als Lehrerin tätig. Schaefer arbeitet an der Sekundarschule und hat sogar dort zur Zahl 5 eine besondere Beziehung. Doch nicht etwa, weil sie diese bevorzugt als Schulnote verteilt. Nein, sie unterrichtet in einer 5. Klasse.

Nachwuchs

Mit ihrem Ehemann Markus, dem ehemaligen Fußballtorhüter der TG Hilgen und heutigen Handballer der Bergischen Panther IV, hat Julia Schaefer einen weiteren Sohn: Bjarte. Der Zweijährige trägt aber noch keine Trikots. Die Nummer scheint allerdings schon festzustehen.

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