Fußball

„Nolle“ Weyers bleibt ihrem Fußball verbunden

Nicole Weyers ist froh, nach einer langen Karriere einen tollen Abschluss geschafft zu haben.
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Nicole Weyers ist froh, nach einer langen Karriere einen tollen Abschluss geschafft zu haben.
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44-jährige Lüttringhauserin beendet die eigene ereignis- und sprüchereife Karriere.

Von Fabian Herzog

„Hollemann, Pellemann, Putzka Pellemann, Pillemann, Piep!“ Wenn es diesen Spruch in den vergangenen fast drei Jahrzehnten auf den Fußballplätzen der Region zu hören gab, war Nicole „Nolle“ Weyers nicht weit. „Der hat mich im Prinzip durch meine ganze Karriere begleitet“, erzählt die 44-Jährige lächelnd, die die Schuhe nun aber an den Nagel gehängt hat. Und den Schlachtruf, mit dem früher auch mal die gegnerischen Mannschaften begrüßt wurden, direkt mit. „Jetzt ist es einfach genug“, sagt die Lüttringhauserin, die 20 Jahre lang bei TuRa Süd und zuletzt für zwei Saisons noch einmal beim SC 08 Radevormwald aktiv gewesen ist.

Ihr anvisiertes Ziel hat sie damit erreicht. „Ich wollte immer selbst entscheiden, wann ich aufhöre“, verdeutlicht Weyers. Also noch nicht vergangenes Jahr im Oktober, als sie sich einen Bänderriss zugezogen hat. Und auch nicht, wenn sie konditionell kaum noch mithalten könnte. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt.“

Ihrem Sport wird die passionierte Fußballerin aber verbunden bleiben – auf unterschiedlichen Ebenen. Alleine schon durch ihre Kinder verbringt Weyers ungezählte Stunden auf Sportplätzen. Sohn Justin (18) ist Torwart beim FC Remscheid in der A-Jugend. „Die Spiele, die ich von ihm verpasst habe, kann ich an einer Hand abzählen“, sagt sie. Auch die jüngere Tochter Emilia (9) – die ältere Jamie-Lee (12) bildet die Ausnahme der fußballverrückten Regel – kickt beim FCR, was zunächst wegen eines fehlenden Trainers für die F1 auf der Kippe stand. So sprang „Nolle“ Weyers gemeinsam mit ihrem Sohn ein, übernahm das Coaching und findet: „Es funktioniert super.“

Die Fußballbegeisterung spiegelt sich auch im passiven Bereich wider. Wenn im Fernsehen die Bundesliga läuft, hockt Familie Weyers vor dem Bildschirm. „Drei bis vier Mal pro Saison fahren wir auch ins Stadion“, berichtet die Mutter von ihrer Leidenschaft für Borussia Dortmund, die Mitte der 1990er („Ich war Fan von Stephane Chapuisat“) mit einem Trainingsbesuch samt Autogrammjagd begann und im auf dem Borsigplatz gefeierten Champions-League-Titel 1997 längst noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat.

Ihre eigene fußballerische Glanzzeit erlebte Weyers bei TuRa Süd, wo sie sich nach Stationen beim BV 10 („mit 16 angefangen“) und VfL Lennep („unter Claudio Giuliano“) heimisch fühlte und zur Führungsfigur entwickelte. „Es waren tolle Jahre“, blickt sie auf zwei Dekaden in Bliedinghausen, wohin sie immer wieder gerne zurückkehrt. „Das ist wie nach Hause kommen.“

Zum Abschluss ihrer Karriere ging´s für „Nolle“ Weyers, die den Spitznamen schon direkt nach der Geburt von ihrem Onkel verpasst bekommen hatte, in die Bergstadt. Sarah Kilic und Maria Reichhardt, zwei ehemalige Mitspielerinnen, hatten sie erfolgreich auf den Kollenberg gelockt. „Dort hatten wir eine tolle Mannschaft“, schwärmt die 44-Jährige. Diese bereitete ihr einen standesgemäßen Abschied, inklusive eines Trikots mit dem Spruch aller Sprüche. „Hollemann, Pellemann, Putzka Pellemann, Pillemann, Piep!“

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