Night on Bike

Alles wird anders sein – und doch schön

In seinem Element: Sven Schreiber ist die Seele der Night on Bike. Auch am Mikro. Foto: Roland Keusch
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In seinem Element: Sven Schreiber ist die Seele der Night on Bike. Auch am Mikro.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Sven Schreiber glaubt fest an die achte Auflage der Night on Bike, die am 14. und 15. August in Rade stattfinden soll

Nur noch anderthalb Wochen bis zur Night on Bike. Wie sind die Gefühle bei Ihnen als Hauptverantwortlichem? Eher gemischt?

Sven Schreiber: Worauf ist die Frage bezogen?

Na ja, auf das Gesamtpaket. Eine solche Veranstaltung dieser Art hat es in der Geschichte dieses radsportlichen Ereignisses noch nie gegeben.

Schreiber: Das stimmt. Inzwischen wird die Vorfreude immer größer. Der größte Teil der Arbeit ist erledigt. Wir freuen uns auf das, was da so kommt. Wobei ich ins höchste Risiko gegangen bin. Noch habe ich keine Startgebühren eingezogen und auch keine Sponsorengelder. Das wird erst auf den letzten Drücker passieren, weil wir das auch so angekündigt haben.

Konkret gefragt: Wird die Veranstaltung am Samstag und Sonntag nächster Woche stattfinden? Die Coronazahlen sind wieder ansteigend.

Schreiber: Stand jetzt zu 100 Prozent. Wenn die momentan geltenden Regeln seitens der Bundesregierung oder des Landes NRW nicht noch erheblich verändert werden, werden wir loslegen.

Aber ohne Zuschauer.

Schreiber: Das müssen wir im Sinne der Veranstaltung so akzeptieren. Es wird keine Kinderrennen geben, das E-Bike-Rennen findet nicht statt, und das Kommen und Gehen von Radsportfans bleibt diesmal ebenfalls aus. Zudem verzichten wir sehr bewusst auf die Runde durch die Stadt und wollen nicht dafür verantwortlich sein, wenn es neue Corona-Hotspots gibt. Die Leute sind ausgehungert, wollen Party machen. In Verbindung mit unserer Night on Bike wird das nicht möglich sein.

Also geht man als Veranstalter ein wenig zerknirscht an die Aufgabe heran?

Schreiber: Am Anfang war das Gefühl wirklich komisch, anders als sonst. Aber für die Sportler wird es großartig sein. Sie sind froh, endlich wieder mit Gleichgesinnten zusammenzukommen. Wobei ich glaube, dass der Wettkampfgedanke eher an zweiter Stelle stehen wird. Es ist eher ein frohes Miteinander. Die Sportler werden es genießen, endlich wieder Fahrrad zu fahren. Es herrscht ein anderes Flair.

Hat es während der Organisation besondere Momente gegeben?

Schreiber: Das kann man wohl so sagen. Es gibt Teams, die ihre kompletten Räder im Hochwasser verloren haben und deshalb nicht teilnehmen können. Sowohl an der Wupper wie in der Eifel. Sie mussten zusehen, wie ihre Räder weggeschwommen sind.

Was gibt es zu der Strecke zu sagen?

Schreiber: Sie ist neu und wird Teilnehmerinnen und Teilnehmern alles abverlangen. Ich bin sicher, dass es nicht möglich sein wird, einen neuen Rekord aufzustellen. Pro Runde sind sechs Kilometer bei 140 Höhenmetern zu absolvieren.

Wie wollen Sie verhindern, dass Zuschauer zum Start- und Zielbereich in die Nähe von Ispingrade kommen?

Schreiber: Die Zufahrt dorthin und zum Fahrerlager wird gut kontrolliert. Alleine Teilnehmer und Anwohner werden wir durchlassen. Und den Verlauf der Strecke geben wir gar nicht erst groß bekannt.

Sagen Sie bitte etwas zu den Wettbewerben.

Schreiber: Wir bieten wieder das 24-Stunden- und das 16-Stunden-Rennen an. Beginn ist am Samstag, 14. August, um 12 Uhr beziehungsweise um 20 Uhr. Im Einzelwettbewerb haben wir die größte Teilnehmerzahl, die es bei uns je gab. 70 sind es über die lange Distanz, 30 über die kürzere. Dazu kommen die Zweier-, Vierer- und Achter-Teams.

Die volle Konzentration gilt diesmal dem Sport.

Scheiber: Ja, darauf wird der Fokus gelegt. Wir wollen zeigen, dass wir noch da sind. Als einziger Veranstalter auf diesem Gebiet in diesem Jahr wird uns das gelingen. Es gibt nichts Vergleichbares. In Duisburg ist das Rennen abgesagt, am Nürburgring und in München. All die großen Rennen fallen aus. Bei uns wird der Startschuss erfolgen. Und im nächsten Jahr bieten wir dann auch wieder die große Runde durch die Stadt an.

Sind Sie gemeinsam mit Christian Hens wieder für die Moderation zuständig?

Schreiber: Ein bisschen Unterhaltung für die Fahrerinnen und Fahrer muss schon sein – ja! Es wird im Start- und Zielbereich eine Moderation geben und auch eine sehr gute Stimmung herrschen. Für die Aktiven werden wir sicher noch etwas Besonderes vorbereiten. Das haben sie sich schließlich verdient.

Persönlich

Sven Schreiber wurde am 28. Juli 1968 in Radevormwald geboren. Mit Ehefrau Nicole hat er eine Tochter (Jacqueline, 28). Er ist selbstständiger Inhaber der Agentur Hammer-Events und steht in Kürze (14./15. August) zum achten Mal in der Verantwortung für die Ausrichtung der Night on Bike. Er selbst ist auch begeisterter Mountainbiker, muss nach einer Verletzung derzeit etwas kürzer treten.

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