Fußball

Niederlagen wirken nicht immer nach

Sowohl Yannick Raufeiser (l.) mit dem SV 09/35 als auch Lucas Kupfer mit dem FCR mussten zuletzt Auswärtsniederlagen einstecken. Zu Hause soll´s nun wieder besser laufen.
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Sowohl Yannick Raufeiser (l.) mit dem SV 09/35 als auch Lucas Kupfer mit dem FCR mussten zuletzt Auswärtsniederlagen einstecken. Zu Hause soll´s nun wieder besser laufen.
  • Fabian Herzog
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Heimspiele für die Landesligisten FCR und SV 09/35. Born schlägt BVB in Bezirksliga mit 7:0.

Von Andreas Dach und Fabian Herzog

Landesliga: FC Remscheid – SC Reusrath (So., 14.30 Uhr, Röntgen-Stadion). Die jüngste Niederlage hat Wirkung gezeigt. Einfach so zur Tagesordnung übergehen? Das wollte man beim FCR nach dem 0:1 in Velbert nicht. Zu enttäuschend war gewesen, wie man sich dem Schicksal ergeben hatte. „Wir haben das einfach so über uns ergehen lassen“, ärgert sich Trainer Marcel Heinemann auch Tage danach noch über den Auftritt seines Teams. Fast niemand ging den letzten Meter, kaum einer wollte Verantwortung übernehmen. So hat der Landesligist (vorerst) den Anschluss nach oben verloren. Mit einem sogenannten „Willenstraining“ wurde die Mannschaft auf die Pflichtaufgabe gegen Reusrath vorbereitet. Bedeutet: Die Zügel beim FCR sind angezogen worden.

Dass mit Armen Shavershyan und Tristan Maresch zwei Eckpfeiler in den Kader zurückkehren, wird die Aufgabe erleichtern. Ein Selbstläufer wird sie angesichts des Fehlens von Adis Babic, Patrick Posavec, Luca Dantas und Haci Köseoglu aber nicht. Ahmed Al Khalil kommt nach seiner langen Verletzungspause weiterhin vorerst nur für Kurzeinsätze in Frage.

Landesliga: SV 09/35 Wermelskirchen – DV Solingen (So., 15.30 Uhr, Dönges-Eifgen-Stadion). Kein Trainer verliert gerne. Auch bei Sebastian Pichura wirken Niederlagen schon mal länger nach. Zuletzt, nach dem 1:5 des SV 09/35 in Frintrop, war das anders. Pichura sagt: „Ich war in der Nacht von Sonntag auf Montag nicht schlaflos.“ Er und sein Team hatten neidlos anerkannt, dass der Tabellenführer eine Klasse für sich darstellt. Noch einmal der Wermelskirchener Coach: „Das ist eine super Truppe mit einem super Trainer.“

Gleichwohl: Am Sonntag will man es besser machen. Und bekommt es mit einem Gegner ähnlichen Kalibers zu tun. Auch DV Solingen ist Aufsteiger, hat nach einem verheerenden Saisonstart längst die Kurve bekommen und seit dem 25. September (1:2 in Mintard) kein Spiel mehr verloren. Der Lohn: Platz fünf, ein Zähler und ein Rang vor dem SV 09/35. Die Punkte will er trotzdem im Dönges-Eifgen-Stadion behalten.

Die Lehren aus der Frintrop-Pleite sind gezogen, der Kader bietet wieder mehr Möglichkeiten. Unter anderem deshalb, weil Alex Kelm wieder zur Verfügung steht. Tom Paß und Eray Yigiter sind weiter gesperrt, Maxim Vlasiuc ist noch im Urlaub. Alle anderen dürften zur Verfügung stehen, auch wenn man bei Erik August, Luca Lilliu und Emre Circir aus unterschiedlichen Gründen noch abwarten muss. Pichura freut sich auf eine Partie, „in welcher es auf die Tagesform ankommt“.

Bezirksliga: SSV Bergisch Born – BV Burscheid 7:0 (2:0). Im vorgezogenen Derby hatte der Spitzenreiter bis zum Seitenwechsel Mühe. Nach Jannik Hoffmeisters 1:0 (31.) erzielte Cengiz Cetin gar den Ausgleich für den Aufsteiger, wurde wegen Abseits aber zurückgepfiffen. Auf das 2:0 von Nick Salpetro mit dem Halbzeitpfiff ließen die Borner einen dominanten zweiten Durchgang folgen, in dem Nico Postic (47.), Alex Eicker (49.), erneut Nick Salpetro (70.), Anis Geus (72., Foulelfmeter) und Carmelo Salpetro (85.) trafen. „Das war insgesamt okay“, konstatierte SSV-Trainer Tim Janowski.

Sein Gegenüber Yakup Karakus hatte wieder auf Keeper Hausser Garmiani und fünf A-Jugendliche zurückgreifen, aber auch nur einen Ersatzspieler aufbieten können. „Dadurch sind uns die Kräfte ausgegangen“, sagte der Trainer.

Bezirksliga: SC 08 Radevormwald – SSV Berghausen (So., 15.30 Uhr, Kollenberg). Fünf Siege hat der SC 08 in dieser Saison bisher eingefahren, vier Mal lag er dabei in Rückstand. Und auch beim 4:2 in Baumberg vergangene Woche war´s eine emotionale Achterbahnfahrt. „Das ist schon stark Herzinfarkt-gefährdend“, gibt Trainer Zdenko Kosanovic zu. „Einfach kann Rade jedenfalls nicht.“ Gegen den Vorletzten sieht er sein Team in der Pflicht, die nächsten drei Punkte nachzulegen, muss aber wichtige Spieler wie Lucas Rogowski (Urlaub) und Berkay Colak (Gelb-Rot-Sperre) ersetzen.

Bezirksliga: SV Bayer Wuppertal – SC Ayyildiz (So., 15.30 Uhr). Im Bayer-Sportpark steigt ein Kellerduell, in dem Ayyildiz-Trainer Axel Kilz ein großer Gewissenskonflikt erspart bleibt. Denn: Sein Sohn Jannis, sonst Leistungsträger bei den Wuppertalern, wird nicht spielen können. „Er ist verletzt“, berichtet der Papa, der in der Rückrunde der vergangenen Saison unterstützend auf der Trainerbank des SVB tätig war. „Jetzt geht´s für mich und meine neue Mannschaft darum, uns von der Abstiegszone abzusetzen“, sagt Axel Kilz, der auf Osman Öztürk (letztmals gesperrt) und Ömer Akyüz (noch nicht wieder fit) verzichten muss und auf Bedri Mehmetis Einsatz hofft.

Bezirksliga: ASV Mettmann – Dabringhauser TV (So., 16.15 Uhr). Die Flutlichtfarce der Vorwoche, als das Schiedsrichtergespann entschieden hatte, das Derby gegen Born (3:3) trotz schlechter Lichtverhältnisse zu Ende spielen zu lassen, möchte der DTV so gut es geht – Achtung: Wortspiel – ausblenden. Trainer Patrick Grün ist für die Aufgabe beim neuen Tabellenzweiten, der im ebenfalls vorgezogenen Spiel am Donnerstag beim TSV Ronsdorf durch einen Treffer von Torjäger Carlos Penan mit 1:0 gewann, durchaus optimistisch: „Wenn wir gut stehen, sind wir nicht chancenlos.“ Jetzt fällt aber auch noch Kapitän Cedric Haldenwang wegen eines Nasenbeinbruchs aus dem Born-Spiel, der schon operiert wurde, aus.

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