Wer erkennt wen

Nicht nur das Eigentor bleibt in Erinnerung

Die Sportfreunde Lüttringhausen Ende der 1990er-Jahre: unter anderem mit Trainer Uwe Schmitz und Thorsten Greuling (stehend, v.r.). Foto: M. Sieber
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Die Sportfreunde Lüttringhausen Ende der 1990er-Jahre: unter anderem mit Trainer Uwe Schmitz und Thorsten Greuling (stehend, v.r.).
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Wer erkennt wen: Thorsten Greuling stand im Mittelpunkt. Bild sorgt für eine riesige Resonanz.

Von Andreas Dach und Fabian Herzog

Wir wussten es: Ein Thorsten Greuling rockt . . . Sehr sogar. Wenige Tage vor Weihnachten sind in unserer sporthistorischen Serie „Wer erkennt wen“ viele, viele Rückmeldungen bei uns eingegangen. Weil man Greuling halt kennt. Als Lüttringhausener. Als Familienmensch. Als Fußballer. Als Funktionär.

„Mit ihm habe ich meine Schulzeit auf der Albert-Schweitzer-Realschule in Lennep verbracht“, schrieb uns Stefan Schmitz. Daraus ist eine Freundschaft entstanden, die bis heute angehalten hat. Gemeinsam haben sich die beiden für die Sportfreunde Lüttringhausen engagiert. Als Spieler – wie auf dem Bild zu sehen – und auch als Funktionäre. „Thorsten ist auch mein Trauzeuge“, berichtete Schmitz. „Das gleiche Amt habe ich auch bei ihm innegehabt.“

Nur in Sachen Lieblingsclubs fanden sie nie zusammen

Jörg Guardiera als langjährigem Weggefährten war es eine Freude, ausführlich an der Auflösung des Wochenrätsels mitzuwirken. Zumal er Patenonkel von Thorsten Greulings Sohn Malte ist. Aber nicht nur das: Beide verbindet eine jahrelange Freundschaft, die schon zu Schulzeiten begonnen hat. Und auch heute noch hält, da der gesuchte Blondschopf das „Kaminstübchen“ in Lüttringhausen betreibt.

WER ERKENNT WEN

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In Sachen Bundesliga-Lieblingsclubs fanden sie zwar nie zusammen („Für den 1. FC Köln lässt Thorsten fast alles liegen und stehen“), dafür hielten sie über viele Jahre gemeinsam für die SF Lüttringhausen im Betriebssport die Knochen hin. Der Verein war 1996 gegründet worden. Seit 2014 gibt es ihn nicht mehr – mangels aktiver Mitglieder. Zu Glanzzeiten, wie auf dem Bild, gehörten dem BKV-Team viele gute Kicker an, die Guardiera alle namentlich benennen konnte: Stefan Oehler, Daniel Kamm, Andreas Fischer, Damian Walloschek, Lars Koslowski, Thorsten Greuling, Trainer „Uns Uwe“ Schmitz, Marcus Tschiersky, Sascha Makrucki, Sebastian Walloschek, Stefan Schmitz, Markus Schuh, Robert Jaworek und Jörg Guardiera selbst. Letzterer erinnerte sich unter anderem auch an das „schönste und unhaltbarste Eigentor von Thorsten“. Genauer: „Bei einer Ecke wuchtete unser Kopfball-Ungeheuer den Ball in den rechten Winkel des eigenen Tores.“

Auch Sonja Greuling, die geschiedene Frau des Hauptprotagonisten dieser Woche („Wir verstehen uns aber noch sehr gut“), griff spontan zum Hörer: Weil sie viele Akteure auf dem Bild aufzählen konnte. Und weil sie privates und berufliches Engagement („Siebenjähriger Sohn Malte, Selbstständigkeit, stirbt für den 1. FC Köln“) und die ehrenamtliche Tätigkeiten („Heimatbund, Gertenbachstraße, FC Remscheid, Schreiben für den Lüttringhauser Anzeiger“) ihres Ex-Mannes nur zu gut kennt.

Als „sympathischer Knabe“ wurde Greuling von Holger Bitzer beschrieben. Er hat die SF Lüttringhausen als Schiedsrichter im Betriebssport oft gepfiffen: „Eine lustige und pflegeleichte Truppe.“

Claudia Heckmann wusste beizusteuern, dass „Thorsten bekannt ist wie ein bunter Hund“. Eine Einschätzung, die nicht rein zufällig kommt: Sie ist die Mutter des Gesuchten und sagte. „Er ist wie der Papa – ein Pöstchen muss sein.“

Geradezu ins Schwärmen geriet Ede Boldt: „Thorsten ist ein hundertprozentiger Kumpel. Der FC Remscheid kann sich beglückwünschen, dass er etwas für den Verein tut.“ Man kennt sich unter anderem von den Alten Herren des FCR, wo Greuling mittrainiert.

Die Leidenschaft für den Fußball teilt auch Armin Lindenbeck mit dem diesmal Gesuchten. Aber nicht nur das: Beide machen beruflich immer wieder gemeinsame Sache. „Aus einer Geschäftsbeziehung ist eine Freundschaft geworden“, erzählt Lindenbeck.

„Mir gefällt besonders, dass er sich in Lüttringhausen für die Belebung der Altstadt einsetzt“, schrieb Horst Lepperhoff. „Thorsten ist ein Fußballer mit Leib und Seele, sein Vater Fred war auch ein guter Spieler gewesen.“

Schöne Grüße nach Remscheid schickte Sander Steukers. „Durch meinen Umzug nach Belgien sehe ich die Jungs leider nicht mehr.“ Auf dem historischen Bild seien neben Greuling noch „andere super Kerle“ zu sehen.

Von Lars Koslowski-Steinberg bekam Greuling per Mail sogar die Beschreibung „Fußball-Legende“ verpasst. Auf dem Foto stand er neben ihm, wusste deshalb auch: „Thorsten war der eigentliche Initiator des Vereins, dazu Organisator vieler Turniere und Mannschaftsfahrten.“

Damaliger Mitbegründer guckt genau auf Gewicht und Haarfarbe

Mit Sebastian Walloschek meldete sich ein weiterer damaliger Mitspieler und Mitbegründer der Sportfreunde zu Wort, der ebenfalls auf dem Foto zu sehen ist. Er stellte mit Blick auf die gesamte Truppe fest: „Gewicht und Haarfarbe dürfte sich im Laufe der Jahre bei dem ein oder anderen durchaus geändert haben.“

Jürgen Koppka glaubt daran, dass Greuling „noch mal eine große Nummer im Heimatbund wird“. Ihm imponiert, dass „er sich nicht nur für den Fußball einsetzt, sonder auch für das Dorf. Er ist Lüttringhausener durch und durch.“

Seinen „alten Trainer Uwe Schmitz“ entdeckte Marc Gill auf dem Foto: „Er war einer der Besten überhaupt.“

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