Rollhockey

Neuer Coach will den Titel verteidigen

Tobias Durben, Sandra Pillenkamp, Jochen Thomas und Thomas Beck (v.l.) – Oliver Gabriel fehlte beim Fototermin – coachen und betreuen in der Saison 2020/21 das Team.
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Tobias Durben, Sandra Pillenkamp, Jochen Thomas und Thomas Beck (v.l.) – Oliver Gabriel fehlte beim Fototermin – coachen und betreuen in der Saison 2020/21 das Team.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
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Am Samstag ist Tobias Durben zum ersten Mal als Trainer der IGR-Frauen in der Rollhockey-Bundesliga gefordert.

Nachdem der eigentliche Saisonstart in der Rollhockey-Bundesliga der Frauen Ende September noch einmal verschoben werden musste, geht es für die IGR Remscheid am kommenden Wochenende endlich los. Sie und Ihr Team müssen ordentlich heiß sein, oder?

Tobias Durben: Das kann man wohl sagen. Für alle war die Pause aufgrund der Corona-Pandemie unglaublich lang. Die Vorfreude ist beim gesamten Team natürlich sehr groß.

Die erste Aufgabe steht am Samstag um 16 Uhr bei den Moskitos in Wuppertal an. Wie beurteilen Sie den Gegner?

Durben: Die Moskitos zählen zu den stärksten Teams in der Liga. Sie haben ihr erstes Spiel ja auch bereits absolviert und deutlich gegen Walsum gewonnen. Die Partie habe ich mir auf Video angeschaut. Es wird zum Start ein echter Härtest.

Können Sie aus personeller Sicht in bester Besetzung in die Partie gehen?

Durben: Bei uns ist alles an Bord, und es gibt keine personellen Probleme.

Allerdings hat das Team mit Torhüterin Caro Reinert, die die IGR zuletzt auch mit Marcell Wienberg gecoacht hatte, und Saphira Giersch, die nach Spanien gewechselt ist, zwei wichtige Spielerinnen verloren.

Durben: Dafür ist Annika Zech aus Spanien zurückgekehrt. Natürlich wird uns Saphira in der Offensive fehlen. Wir werden uns taktisch umstellen müssen.

Annika Zech hat in Spanien reichlich Erfahrung sammeln können. Wird sie nun so etwas wie die Leaderin im Team sein?

Durben: Sie wird eine wichtige Rolle spielen. Aber Anna Behrendt bleibt unsere Kapitänin und hat weiter die Führungsrolle inne.

Sie haben die Moskitos als eines der stärksten Teams der Liga charakterisiert. Welche Mannschaften zählen Sie noch dazu?

Durben: Auf alle Fälle den RSC Cronenberg. Beim Rest muss man einfach abwarten. Das sind der SC Bison Calenberg, die RESG Walsum und der TuS Düsseldorf-Nord. Mehr Teams sind es leider nicht mehr. Grundsätzlich muss man abwarten, wie sich die Mannschaften personell entwickelt haben. Da dürfte bestimmt die eine oder andere Wundertüte dabei sein.

Das bedeutet, dass es auch gar nicht so viele Spiele geben wird.

Durben: Es stand ja die Überlegung im Raum, eine Doppelrunde zu spielen. Darauf haben sich die Clubs aber nicht einigen können. Hauptgrund dürfte gewesen sein, dass der eine oder andere Verein befürchtet hat, dass er bei mehr Spielen personelle Probleme bekommen könnte. Jetzt spielen wir eine Hin- und eine Rückrunde. Die ersten vier sind schließlich für das Play-off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Was natürlich Ihr Minimalziel ist, oder?

Durben: Wir gehen als Titelverteidiger an den Start. Man will sich natürlich nicht verschlechtern. Unser Ziel ist der Gewinn der deutschen Meisterschaft.

Sie selbst feiern am Samstag Ihre Premiere als Trainer an der Bande. Wie sind Sie an diese Aufgabe gekommen?

Durben: Caro Reinert und Marcell Wienberg hatten bekanntlich frühzeitig angekündigt, dass sie nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Die IGR hatte dann auch eingeräumt, dass die Nachfolge für das Duo nicht einfach gewesen sei. So kam es schließlich zu einer Lösung als Team. Das war für mich auch entscheidend, dass ich das Amt übernommen habe.

Wer gehört zum Team, und wie sind die Aufgaben verteilt?

Durben: Co-Trainer ist das IGR-Urgestein Jochen Thomas. Oliver Gabriel, der Teammanager der Jugend-Abteilung und Thomas Beck, der 2. Vorsitzende der IGR kümmern sich um die Torhüterinnen. Sandra Pillenkamp ist die Teambetreuerin.

Sie selbst waren in Hamm als Eishockey-Spieler aktiv. Wie sind Sie zum Rollhockey gekommen?

Durben: Ich habe von meinen zehnten bis 17. Lebenjahr Eishockey gespielt. Dann kamen eine Verletzung und schließlich auch meine berufliche Ausbildung. Damals habe ich die Schlittschuhe an den Nagel gehängt. Durch meinen Sohn bin ich dann zum Rollhockey gekommen. Er hat mit sieben Jahren bei Germania Herringen angefangen. Da war ich zunächst nur als Papa dabei. Dann wurde ein Coach für die Torhüter gesucht. Schließlich wurde ich Co-Trainer. 2019 haben wir die Deutsche Meisterschaft geholt.

Sie sind dann in den Nachwuchsbereich nach Remscheid gewechselt. Wie kam das?

Durben: In einem Rollhockey-Jugendcamp hat mein Sohn Arne Beck, den Sohn des 2. Vorsitzenden der IGR, kennengelernt. Die beiden wurden beste Freunde. Und so kam es schließlich zum Wechsel.

Zur Person

Im Jahr 2019 ist Tobias Durben von Germania Herringen zur IGR Remscheid gekommen. In der neuen Saison ist er als Trainer der IGR-Frauen im Einsatz.

Tobias Durben wurde am 6. April 1978 im westfälischen Hamm geboren. Dort lebt er mit seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn. In Hamm arbeitet Durben als Konstruktionsmechaniker. Bei den damaligen Hammer Eisbären hat er von 10. bis 17. Lebensjahr Eishockey gespielt. In der Folge war er in vielen Individual-Sportarten aktiv. Wie zum Beispiel beim Mountainbiken.

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