Radsport

Neu-Rader fiebert der Radsport-DM entgegen

Sebastian Mordmüller in seinem Element: Bei der DM will der passionierte Mountainbiker vorne mitmischen.
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Sebastian Mordmüller in seinem Element: Bei der DM will der passionierte Mountainbiker vorne mitmischen.
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Sebastian Mordmüller startet am Samstag mit seinem Mountainbike in Bad Salzdetfurth.

Von Fabian Herzog

Wortspiel-Fanatiker dürften ihre wahre Freude haben und vermutlich sagen: Endlich ist er dort angekommen, wo er hingehört. Sebastian Mordmüller ist Radsportler durch und durch. In Jugendzeiten stieg er für die Junioren-Nationalmannschaft in die Pedale und betreibt seinen Sport auch heute noch mit großer Hingabe. Und das seit kurzem eben nicht mehr von Wuppertal aus, wo der Lehrer der Remscheider Albert-Schweitzer-Realschule seit seinem Studium gewohnt hat, sondern in Radevormwald. Also in Rad-evormwald.

Auf einem alten Industriegelände, „direkt hinter Beyenburg“, hat er sich mit seiner Partnerin niedergelassen. „Wir fühlen uns sehr wohl im Bergischen“, meint der 36-Jährige, der dies vor allem auch aus sportlicher Sicht sagt. Hier kann er trainieren, sich an Bergen auspowern und auf Wettkämpfe vorbereiten, die er für Velo Solingen bestreitet.

Wie an diesem Samstag, wenn neben seinen „Heimspielen“ am 14. August in Remscheid und 21. August in Solingen der absolute Saisonhöhepunkt ansteht. Mordmüller geht mit seinem Mountainbike wieder bei der Deutschen Cross-Country-Meisterschaft an den Start, die diesmal im niedersächsischen Bad Salzdetfurth und damit nicht weit entfernt von seiner ursprünglichen Heimat ausgetragen wird. „Meine Eltern wohnen dort in der Nähe“, erzählt der aus dem Weserbergland stammende Radsportler, der die Gegend entsprechend gut kennt. „Die Strecke wird aber komplett neu sein“, weiß Sebastian Mordmüller, der den Rundkurs deshalb vor wenigen Tagen schon einmal abgefahren ist. Sein Fazit: „Der ist schon anspruchsvoll und nicht ohne.“

In der Masterklasse I der Elite möchte der Remscheider Lehrer wieder vorne mitmischen. So wie in den vergangenen Jahren, als er mal Zweiter und mal Dritter wurde. „An so einem Tag muss vieles zusammenpassen“, findet Mordmüller, der mit einer Platzierung unter den ersten Fünf zufrieden wäre.

Den ganz großen Ehrgeiz früherer Tage, als er bis zu einer Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber leistungsorientiert fuhr und lange zu den zehn Besten seiner Altersklasse in Deutschland gehörte, hat er nicht mehr. „Es geht vor allem auch darum, Spaß zu haben“, sagt der 36-Jährige, der die DM mit meist einem 30-köpfigen Teilnehmerfeld wie ein „um die Wette fahren mit Kumpels“ sieht.

Darauf hat er sich aber bestmöglich vorbereitet. Mit einem kleinen Trainingslager in der Nähe des Gardasees, erfolgreichen Teilnahmen am Drei-Nationen-Cup in Belgien und den Niederlanden (jeweils gewonnen) sowie vielen Trainingskilometern im Bergischen Land. Nicht nur, aber auch in Radevormwald, der neuen Heimat des Radsportlers.

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