Fußball

Nächste beiden Spiele sind maßgeblich

Einen Platz an der Sonne gibt es für den FCR und seine Trainer Marcel Heinemann und Mike Kupfer (v.l.) noch nicht. Foto: Michael Sieber
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Einen Platz an der Sonne gibt es für den FCR und seine Trainer Marcel Heinemann und Mike Kupfer (v.l.) noch nicht.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Analyse: Der FC Remscheid muss sich um den Klassenerhalt keine Sorgen machen und vielleicht doch.

Es war nur ein Spiel. Aber eins, aus dem man bei genauem Hinschauen eine Menge herausfiltern konnte. Zunächst einmal: Mit dem 1:1 (1:0) des FC Remscheid gegen den SV Burgaltendorf in der Fußball-Landesliga konnte der Zwei-Punkte-Abstand auf die Essener gewahrt werden. Trotzdem ist die Lage einigermaßen unangenehm für den FCR. Von den vier Abstiegsplätzen, welche die Gruppe 3 vorsieht, scheint nur einer durch den FC Blau-Gelb Überruhr fest belegt zu sein. Alle anderen Teams haben durchaus realistische Chancen, dem Sumpf noch zu entsteigen. Beziehungsweise: andere reinzuziehen. Wir ordnen die Situation ein.

Was spricht dafür, dass der FCR mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben wird?

Eine Menge. Das Team hat gegen Burgaltendorf gezeigt, dass es eine größere Qualität als beispielsweise der Gegner hat und nur durch vergebene Großchancen verpasste, die drei Punkte in Remscheid zu behalten. Aber der eine Zähler ist nicht so schlecht nach den langen Wochen der Vorbereitung, in denen man trotz vieler Testspiele nie wirklich weiß, wo man steht. Ein bisschen mehr Schussglück und ein wenig mehr Abgeklärtheit vor dem Kasten – dann wird man sich schon bald nach oben orientieren.

Adis Babic (mitte) und Ahmed Al Khalil (l., daneben) sind als Kapitäne und Führungsspieler immens gefordert.

Auch die Personalsituation könnte dazu beitragen, oder?

Mit Armen Shavershyan, Daniel Saibert und Toni Angelov fehlten drei Akteure aus unterschiedlichen Gründen. Wenn sie wieder dazukommen, hat das Trainerteam um Marcel Heinemann noch mehr Variationsmöglichkeiten und kann Spielern auch mal eine Pause geben.

Spricht denn auch etwas dafür, dass der FCR doch noch etwas mit dem Abstiegskampf zu tun haben könnte?

Nun, maßgeblich hängt alles von den kommenden beiden Partien ab. Erst muss man am kommenden Sonntag beim abgeschlagenen Schlusslicht in Überruhr ran. Dann ist eine Woche später mit dem Vorletzten Duisburger SV ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf zu Gast im Röntgen-Stadion, der aktuell nur drei Zähler weniger auf dem Konto hat. Gewinnt man diese beiden existenziell wichtigen Begegnungen und hat danach sechs Punkte mehr auf dem Konto, kann man der sportlichen Zukunft zwar nicht komplett sorgenfrei, aber doch mit einer ganzen Portion mehr Gelassenheit entgegensehen. Wenn nicht – dann kann es noch einmal so richtig eng werden.

Wie ist es um die nervliche Stabilität der Mannschaft bestellt? Oder anders gefragt: Ist man für den Abstiegskampf gewappnet?

Die Führungsspieler wie Adis Babic, Ahmed Al Khalil oder Patrick Posavec sind nicht nur wegen ihres Alters, sondern auch wegen ihrer Erfahrung enorm wichtig. Die Jüngeren brauchen Spieler, an denen sie sich aufrichten können. Selbst dann, wenn – wie im Falle von Sonntag – einer mal einen rabenschwarzen Tag erwischt. Patrick Posavec wird das wieder gutmachen wollen, weil es ihn unglaublich wurmt, zwei XXL-Chancen gegen Burgaltendorf ausgelassen zu haben. Wichtig ist zudem, dass der FCR mit Maurice Horn einen formstabilen Keeper hat.

Und was ist sonst noch gerade wichtig (gewesen) beim FCR?

Der Verein hat sich am Sonntag, wie viele andere Clubs unseres Verbreitungsgebietes auch, sehr deutlich positioniert und mit einer Schweigeminute und einem entsprechenden Plakat („Stop War“) ein starkes Zeichen gesetzt. Dafür gab es reichlich Sympathiepunkte. Die anderen, für den Klassenerhalt notwendigen, muss man bis zum 22. Mai auf dem Platz holen. Teammanager Mike Zintner war für die Anfertigung des Schriftstücks verantwortlich gewesen, hatte die Tapetenrolle gemeinsam mit seiner Ehefrau mit Buchstaben versehen. „War gar nicht so einfach“, gab er zu. „Der Wind hat uns ganz schön zu schaffen gemacht.“ Am Ende hatte es schließlich geklappt. Gut so.

Restspielplan

Diese Begegnungen stehen für den FCR noch an: FC BG Überruhr (6.3., A), Duisburger SV 1900 (13.3., H), DJK BW Mintard (20.3., A), VfB Speldorf (27.3., H), SV 09/35 Wermelskirchen (3.4., A), SF Hamborn (10.4., H), VfB Frohnhausen (18.4., A), SV Gens Osman (24.4., H), SpVgg. Steele (8.5., A), ESC Rellinghaus (15.5., H), Mülheimer FC 97 (22.5., A).

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