Fallschirmspringen

Erfolg für den FSC-Remscheid bei der WM

Moritz Friess und Lucia Lippold (FSC Remscheid).
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Moritz Friess und Lucia Lippold (FSC Remscheid).
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Die deutsche Achterformation legte einen guten Wettbewerb hin. Zwei Spitzensportler des Remscheider Vereins fielen aus.

Von Andreas Dach

Die Weltmeisterschaft in Eloy im US-Bundesstaat Arizona ist Geschichte. Mit guten und ernüchternden Nachrichten den Fallschirmclub Remscheid betreffend. Die positive: Die deutsche Achterformation hat sich hinter dem Gastgeber und Katar die Bronzemedaille gesichert. Was das mit dem FSC zu tun hat? Mit Teamchef Thomas Spielvogel, Olaf Biedermann und Steffen Schiedek haben drei Ehrenmitglieder des Vereins zu diesem Erfolg beigetragen. Die betrübliche Kunde aus den USA: Im Speed-Skydiving konnten die beiden Trumpfasse des FSC nicht mitwirken. Ex-Weltmeister Moritz Friess musste aus gesundheitlichen Gründen passen, bei der amtierenden Europameisterin Lucia Lippold waren es berufliche Gründe.

Zurück zum Achter, dessen Erfolg man in schwierigen sportlichen Zeiten einordnen muss, ohne ihm dabei seine Anerkennung zu nehmen. „Es war die erste Medaille im Formationsspringen seit 1973“, signalisiert Olaf Biedermann in einer Mail an den FSC-Präsidenten Klaus Mathies. Nach fast 50 Jahren gab es also einmal wieder einen Erfolg dieser Größenordnung.

Was man wissen muss: Es nahmen nur fünf Teams am Achter-Wettbewerb teil. Viele Dinge kommen gerade zusammen, die (auch) dem Fallschirmsport das Leben schwer machen. Man denke an die Pandemie, die nicht ausgestanden ist. An den Krieg in der Ukraine. Und an die Inflation – die Kosten schießen gerade durch die Decke. Viele Nationen blieben der Veranstaltung wegen der unsicheren politischen Lagen und der immensen Summen, die aufgebracht werden mussten, fern. Freuen darf und sollte sich die Achterformation – und speziell das FSC-Trio – trotzdem. Wie sagt es Mathies: „Wer nicht mitmacht, kann auch nicht gewinnen.“

Friess und Lippold mussten aus der Ferne miterleben, wie ihre Konkurrenten fantastische Leistungen in die Luft und auf den Boden brachten. So sorgte Friess´ Dauerkonkurrent Marko Hepp für einen neuen Weltrekord – mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit von 529,08 km/h. Damit war Friess WM-Titel und Rekord (517,15 km/h) los. Seine Reaktion: „Glückwunsch an Marko, aber 2023 wird wieder angegriffen.“

Das gilt gewiss auch für Lucia Lippold, die gerade erst im September einen neuen deutschen Rekord aufgestellt hatte (417,65 km/h) und so gerne dabei gewesen wäre.

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