IGR muss weiter auf Saisonstart warten

Die IGR-Frauen wollen als Team am Samstagabend in Düsseldorf den zweiten Saisonsieg landen. Archivfoto: Holger Battefeld
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Die IGR-Frauen wollen als Team am Samstagabend in Düsseldorf den zweiten Saisonsieg landen. Archivfoto: Holger Battefeld
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Rollhockey-Bundesliga: Männer können nicht in Düsseldorf spielen, Frauen treten in der Landeshauptstadt an

Von Peter Kuhlendahl

Wenn es nicht alles so traurig wäre . . . Auch das Bundesligaspiel der IGR Remscheid, das für diesen Samstag beim TuS Düsseldorf-Nord angesetzt war, findet nicht statt. Der Grund ist die Inzidenzzahl, die auch in der Landeshauptstadt seit Anfang der Woche über 50 liegt und damit Düsseldorf zum Risikogebiet macht.

Die Gründe sind identisch zur vergangenen Woche. Die IGR bekommt keine spielfähige Mannschaft zusammen, die beim TuS auflaufen kann. „Wir haben versucht, das Heimrecht zu tauschen. Aber die Düsseldorfer haben sich geweigert“, erklärt IGR-Trainer Timo Meier, der über die Ablehnung der Düsseldorfer, nach Remscheid zu kommen, nur mit dem Kopf schüttelt: „Eigentlich müsste auch beim TuS angekommen sein, dass die Spiele, die aus diesem Grund ausfallen, nicht am grünen Tisch gewertet werden. Außerdem hatten sie sich wohl gute Chancen ausgerechnet, zu gewinnen, wenn wir nur mit einem Rumpfkader kommen.“

Dass nicht alle IGR-Akteure in einem Risikogebiet spielen dürfen, hat Gründe. Zwei der vier Remscheider Torhüter sind minderjährig. Bei ihnen haben die Eltern ein Veto eingelegt. Beim dritten Keeper sein Arbeitgeber. Wie auch bei drei weiteren Feldspielern. Die IGR hatte vor einigen Wochen ihre Akteure angehalten, bei ihren jeweiligen Arbeitgebern nachzufragen. Die Antworten sind mittlerweile auch beim Verband so hinterlegt.

Völlig offen ist indes, wann die mittlerweile drei Nachholspiele der Remscheider gegen Darmstadt, Herringen und eben jetzt auch Düsseldorf nachgeholt werden. Am 24. Oktober steht die nächste reguläre Partie gegen die SG Eldagser Falcons auf dem Programm. Das Spiel sollte übrigens laut Plan in Remscheid stattfinden. Als die Stadt aber zum Risikogebiet erklärt wurde, hatten die Niedersachsen angefragt, das Heimrecht zu tauschen. „Dem haben wir sofort zugestimmt. Jetzt spielen wir eben in Springe“, sagt Meier. Die Mannschaft zeigt sich unbeeindruckt von der Absageflut. „Alle sind weiter unglaublich motiviert. Und fiebert dem Tag X entgegen, an dem es auch für uns in der Bundesliga endlich losgeht“, erklärt der IGR-Coach.

Lehren aus dem holprigen Start sind gezogen worden

Anders als die Herren sind die IGR-Frauen am Samstag in der Landeshauptstadt im Einsatz. Um 18.30 Uhr treten sie in ihrem zweiten Bundesligaspiel beim TuS Düsseldorf-Nord an. „Da unser Team so jung ist, gibt es auch keine Probleme mit den Arbeitgebern“, sagt Trainer Marcell Wienberg, der über die Absage des TuS, das Heimrecht zu tauschen, verwundert ist. Das hätte übrigens im Doppelpack mit dem Spiel der Frauen passieren sollen.

Aus sportlicher Sicht hofft das neue IGR-Trainergespann Marcell Wienberg und Caro Reinert, dass seine Schützlinge die entsprechenden Lehren aus dem holprigen Saisonstart beim 6:3-Sieg bei den Moskitos aus Wuppertal gezogen haben. „Die Bundesliga ist bis auf eine Mannschaft unglaublich ausgeglichen. Da kann wirklich jeder jeden schlagen. Deshalb ist es für uns wichtig, mit dem entsprechenden Engagement an die Sache heranzugehen“, meint Wienberg, der keine personellen Probleme zu beklagen hat.

Derweil hat er noch einen weiteren Grund ausgemacht, warum zunächst noch nicht alles rund lief. „Nach dem Trainerwechsel muss man sich natürlich auch erstmal aneinander gewöhnen. Aber da sind wir auf einem guten Weg.“

Nächste Absage

Der RSC Darmstadt kann am Wochenende nicht ins Risikogebiet nach Hamm-Herringen reisen, da Spieler Probleme mit ihren Arbeitgebern bekommen würden. So hatte die IGR die Idee, ob die Hessen nicht an diesem Samstag zum Nachholspiel in Remscheid antreten könnten. Am Donnerstagnachmittag teilte der RSC allerdings mit, dass man dies nicht machen würde.

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