Fußball

FCR muss den Ruhrpott-Beton knacken

Wenn FCR-Stürmer Tristan Maresch so frei vor dem Tor auftaucht, muss er seine Chance wie im Spiel gegen Duisburg nutzen. Foto: Michael Sieber
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Wenn FCR-Stürmer Tristan Maresch so frei vor dem Tor auftaucht, muss er seine Chance wie im Spiel gegen Duisburg nutzen.
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Fußball-Landesliga: Remscheid empfängt Überruhr – Wermelskirchen reist nach Frohnhausen.

Von Peter Kuhlendahl

FC Remscheid – FC Blau-Gelb Überruhr (So., 15 Uhr, Röntgen-Stadion). Die Null steht. Bisher sowohl beim FCR als auch beim Aufsteiger, der seine Aufwartung macht. Da die Essener allerdings bislang auch nur einen Treffer erzielt haben, ist klar, wo ihre Stärken liegen. Der Tabellenführer muss vor den heimischen Fans also den ordentlich angerührten Ruhrpott-Beton knacken.

„So kann man es ausdrücken“, meint FCR-Trainer Marcel Heinemann, der weiß, was auf seine Schützlinge wartet. „Überruhr wird sich hinten reinstellen und auf Konter warten. Da müssen wir höllisch aufpassen“, betont der Coach.

Dass sein Team nicht nur deshalb das Spiel machen muss, dürfte auch wegen der taktischen Einstellung der Gäste auf der Hand liegen. Mit zwei Siegen haben die Remscheider endlich mal wieder einen guten Saisonstart hingelegt. Entsprechend breit sollte die Brust aller Beteiligten sein. Und da nun zwei Heimspiele in Folge anstehen, könnte dieser Auftakt richtig veredelt werden. Doch davon will Heinemann zunächst einmal nichts wissen. „Für unsere sehr junge Mannschaft war es wichtig, dass wir zwei Siege einfahren konnten. Das hat das Selbstbewusstsein enorm gestärkt.“

Auf die erfolgreiche Startelf der ersten beiden Auftritte kann der Coach nun allerdings nicht zurückgreifen. Malte Lüttenberg, der in Burgaltendorf die gelb-rote Karte gesehen hat, ist gesperrt. Als Alternative hat sich der Japaner Ibuki Noguchi aufgedrängt, der seine Verletzung aus der Vorbereitungszeit auskuriert hat. Ein Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Einsatz von Bedri Mehmeti. Der Allrounder hat sich im vergangenen Spiel eine Meniskusquetschung zugezogen.

Übrigens: Mit seinem Gegenüber auf der Trainerbank hat Heinemann in dieser Woche bereits Kontakt gehabt. „Mit Stefan Lorenz habe ich den Trainerschein gemacht. Ich freue mich, ihn wieder zu treffen.“ Lorenz ist übrigens Ex-Profi. Von Dynamo Berlin wechselte er 1998 zum VfL Wolfsburg. Es folgten vier Jahre bei Rot-Weiss Essen und dann drei Jahre beim Wuppertaler SV. Bei RWE war er später auch Co-Trainer an der Seite von Sven Demandt.

VfB Frohnhausen – SV 09/35 Wermelskirchen (So., 15 Uhr). Die 2:4-Heimpleite gegen Klosterhardt ist Wermelskirchens Coach Sebastian Pichura in dieser Woche noch über die Bettdecke gekrochen. Aber nicht etwa, weil sein Team schlecht gespielt hat. „Die Gegentore sind nach Standardsituationen und individuellen Fehlern passiert. Das war sehr unglücklich“, findet Pichura, der deshalb auch keinen Anlass sieht, grundlegende Dinge zu ändern.

Allerdings bereitet dem Coach die personelle Situation Kopfzerbrechen. Neben den Langzeitverletzten fällt auch Mark Mittmann weiter aus. Furkan Kücüktireli muss nach seiner Blinddarm-Operation drei Wochen pausieren. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Umut Demir. Der Offensivspieler hat sich am vergangenen Sonntag eine schmerzhafte Knieprellung zugezogen.

Derweil gibt es eine Veränderung im Kader. Der Kölner Dennis Weis, der nach Verletzungen nicht in Tritt gekommen ist, hat den Verein wieder verlassen. Dafür kommt Frederik Streit ins Eifgen. Der frühere Spieler des FC Remscheid war zuletzt beim 1. FC Wülfrath. „Freddy hat zwar noch Trainingsrückstand. Aber er gehört am Sonntag eventuell bereits zum Kader“, kündigt Pichura an.

In Essen treffen die Wermelskirchener auf ein Team, das besonders mit der 0:7-Pleite am vergangenen Sonntag in Speldorf für Rätsel gesorgt hat. Nicht wenige hatten den VfB im Aufstiegsrennen auf dem Zettel. „Da muss grundsätzlich was schiefgelaufen sein“, sagt Pichura und will sich ansonsten aber nicht an Spekulationen beteiligen. Er setzt auf die Stärke seines Teams – und will in der kommenden Woche wieder ruhiger schlafen.

Gut zu wissen

Im ersten und bisher einzigen Heimspiel konnte der FC Remscheid mit 300 Fans ein „ausverkauftes“ Röntgen-Stadion vermelden. Am Sonntag darf diese Anzahl auf 500 erhöht werden. Nach der neuen NRW-Corona-Schutzverordnung ist das nun möglich. Der FCR hat dies mit den Ordnungsbehörden der Stadt in dieser Woche abgestimmt. Der Verein appelliert noch einmal an alle Besucher, im Stadion eine Maske zu tragen und die Abstände einzuhalten.

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