Handball

Der Mief der Hallen fehlt seit Monaten

In der vergangenen Saison war David Kreckler für den LTV Wuppertal als Spielertrainer in der Oberliga am Ball. Archivfoto: Andreas Fischer
+
In der vergangenen Saison war David Kreckler für den LTV Wuppertal als Spielertrainer in der Oberliga am Ball.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
    schließen

Spielertrainer David Kreckler will mit der 2. Mannschaft der Panther in die Oberliga.

Von Peter Kuhlendahl

Dass er den Mief der Turnhallen mal vermissen würde, hätte sich David Kreckler auch nicht träumen lassen. Für den Spielertrainer der 2. Mannschaft der Bergischen Panther, der auch einige Zeit als Handballprofi aktiv war, bestand sein Jahr seit ewigen Zeiten aus festen Abläufen. „Im Sommer gab es mal ein paar Wochen Pause“, erzählt Kreckler, der vor wenigen Tagen 38 Jahre alt wurde. Ansonsten war sein Leben von Vorbereitungszeiten, Training und eben den Spielen geprägt.

In dieser Saison trägt David Kreckler, hier mit Vorstand Hans-Jürgen Middendorf, das Trikot der Bergischen Panther.

Kreckler: „Dies alles ist seit März natürlich grundlegend anders. Ich vermisse es, weil der Handball mir immer einen unglaublichen Spaß gemacht hat.“ Und immer noch macht. Nachdem die aktuelle Saison im Spätsommer zunächst gestartet war, hat er mit dem Verbandsligateam in fünf Spielen fünf Siege eingefahren. Dazu kam er auch bei der 1. Mannschaft der Panther in der 3. Liga bei einem Spiel zum Einsatz, als dort aus personellen Gründen Not am Mann war.

„Ich vermisse den Handball, weil er mir immer unglaublichen Spaß gemacht hat.“
David Kreckler

Ob und wann es nun weiter geht, weiß auch der Linkshänder nicht. Aber falls die Saison fortgesetzt wird, ist und bleibt der Aufstieg in die Oberliga das große Ziel. „Das kann es für die Mannschaft auch nur sein, die in der abgebrochenen vergangenen Spielzeit so unglücklich gescheitert war.“

Da war Kreckler noch beim Oberligisten LTV Wuppertal aktiv. Ebenfalls als Spielertrainer. „Eine Rolle, die ich eigentlich gar nicht mehr ausfüllen wollte“, erzählt der Handballer, der dann einen Anruf des neuen Panther-Managers Frank Lorenzet bekam. Den kannte er aus vielen gemeinsamen Jahren beim Leichlinger TV. Sowohl in der 2. Bundesliga als auch in der 3. Liga.

Der ursprüngliche Plan war, dass Kreckler den Verbandsligisten als Spieler unterstützt. Doch dann musste Norbert Bothe, der als Trainer eingeplant war, aus gesundheitlichen Gründen passen. Und schon war Kreckler wieder in der Rolle des Spielertrainers: „Allerdings übernimmt Lori eine Trainingseinheit in der Woche. Und bei den Spielen coacht Christian Schmitz von der Bank aus.“ Ob dies in der kommenden Saison in dieser Konstellation auch noch so ist und ob Kreckler bei den Panthern bleibt, ist noch völlig offen: „Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.“

Dabei wohnt er im kommenden Jahr noch näher an der Max-Siebold-Halle in Hilgen. Mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Sohn zieht er von Köln nach Wermelskirchen. Außerdem hat sich weiterer Nachwuchs angekündigt. Mit Kindern hat der Ex-Profi auch beruflich zu tun. In der Domstadt absolviert er nach einem Lehramtsstudium gerade seine Referendarzeit an einer Grundschule.

Auf die Idee, Lehrer zu werden, kam Kreckler über Umwege. Der gebürtige Dortmunder ist gelernter Sport- und Fitness-Kaufmann und hat dann auch in einem Fitnessstudio gearbeitet. „Dann wurde mir aber immer bewusster, dass ich arbeite, wenn Freunde und Familie frei haben. Auf Dauer war das nichts.“ Da er bei den Stationen seiner sportlichen Karriere auch oft mit Nachwuchsteams gearbeitet hatte, machte er daraus schließlich einen Beruf.

Seine Nachwuchszeit verbrachte Kreckler bei der HSG Schwerte/Westhofen, für die er bei den Senioren auch in der Regionalliga aktiv war. Es folgten Engagements beim ASV Hamm und TuS Spenge. Von dort ging es zum damaligen Bundesliga-Absteiger Eintracht Hildesheim. Da wurde er aber nicht glücklich, „ weil die einen griechischen Nationalspieler auf Rechtsaußen hatten, an dem ich nicht vorbeikam“. Also ging es zurück in den Handball-Westen.

Zum Leichlinger TV und Frank Lorenzet. Den Kontakt hatte Christian Born hergestellt. An die Zeit in der 2. Liga bei den Pirates denkt er gerne zurück. Und so kehrte er nach dem Bundesliga-Abstieg und einem einjährigen Gastspiel bei Eintracht Hagen wieder dorthin zurück.

Der Abschied war dann aber ernüchternd für ihn. Der Plan war, dass er an der Seite von Lorenzet als Co-Trainer arbeiten sollte. Dann trennten sich die Leichlinger kurz vor dem Saisonstart von Lorenzet und hatten für Kreckler keine Verwendung mehr. „Nach so vielen Jahren war das schon enttäuschend, wie da mit mir umgegangen wurde.“

Also wechselte er nach Wuppertal und arbeitete da auch mit den Ex-Wermelskirchenern Marc Ross und Jens Buss zusammen. Und eben Lori, der seinen ehemaligen WTV-Kumpels beratend zur Seite stand. Und Kreckler dann zu den Panthern lotste.

Verbandsliga

Nach dem bisherigen Saisonverlauf spricht alles für einen Zweikampf um den Aufstieg in die Oberliga zwischen der 2. Mannschaft der Bergischen Panther und dem TuS Lintorf. Beide Teams haben bisher eine blütenweiße Weste. Allerdings hat der TuS ein Spiel mehr auf dem Konto. Kurz vor der Unterbrechung der Saison wäre es am 7. November in Lintorf zum Gipfeltreffen gekommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Alle Teams brennen auf die Premieren
Alle Teams brennen auf die Premieren
Alle Teams brennen auf die Premieren
Es wird gelacht: vorher, dabei, nachher
Es wird gelacht: vorher, dabei, nachher
Es wird gelacht: vorher, dabei, nachher
Van der Wal und Lange geben sich das Ja-Wort
Van der Wal und Lange geben sich das Ja-Wort
Van der Wal und Lange geben sich das Ja-Wort
Pleite in Opladen: Bergische Panther enttäuschen maßlos
Pleite in Opladen: Bergische Panther enttäuschen maßlos
Pleite in Opladen: Bergische Panther enttäuschen maßlos

Kommentare