Tennis

Die Meinungen gehen auseinander

Auch Dennis Kürten und die Herren 30 des TC Grün-Weiß Lennep müssen darauf warten, in der Niederrheinliga zum Schläger greifen zu können. Foto: Michael Sieber
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Auch Dennis Kürten und die Herren 30 des TC Grün-Weiß Lennep müssen darauf warten, in der Niederrheinliga zum Schläger greifen zu können.
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Obwohl Tennis als Individualsport gilt, darf nicht in der Halle gespielt werden.

Von Fabian Herzog

Am vergangenen Wochenende hätte es endlich losgehen sollen. Nach coronabedingter Verschiebung von November auf Dezember war die Hoffnung in der Tennis-Szene vor ein paar Wochen noch groß, die Hallensaison endlich starten zu können. Wegen der weiter dramatischen Infektionszahlen wurde aber auch daraus nichts, sodass mittlerweile gar eine komplette Absage der Spielzeit unterm Dach in Erwägung gezogen wird. Zeit für eine Analyse der derzeitigen Lage.

Wie ist der aktuelle Stand im Tennissport?

Bis mindestens zum 10. Januar bleibt der Saisonstart verschoben. Was dann passiert, hängt von den Beschlüssen der Bundesregierung ab. Sollte sich die Lage der Pandemie innerhalb eines Monats schlagartig verbessern, schließt sich direkt das nächste Problem an: die Hallenkapazitäten. Weil längst nicht jeder Verein eine eigene Halle hat, könnte es im wahrsten Sinne des Wortes eng werden. Was wiederum das Einhalten von Abstandsregeln erschweren würde.

Der Tennis-Verband Niederrhein hat vor wenigen Tagen Stellung bezogen. Was sind die Kernpunkte?

Pohlhausen-Vorsitzende Anika Graf ist für eine Saisonabsage.

Die wichtigste Aussage ist: Die Winterhallenrunde wird neutralisiert. Bedeutet, dass es – wie schon im vergangenen Sommer – keine Auf- und keine Absteiger geben wird. Die Teilnahme ist also freiwillig, Strafgelder im Falle eines Rückzugs werden nicht erhoben. Der TVN wird die Spielpläne nicht umstricken, sondern überlässt es den Vereinen, sich untereinander auszutauschen und Termine zu finden. Dabei gibt es keine Beschränkung auf das Wochenende.

Wie gehen die Vereine damit um?

Exemplarisch sei der SC Rot-Weiß Remscheid genannt, der sieben Mannschaften ins Rennen schicken will. „Sobald die Saison gespielt werden kann, wollen wir auch starten“, spricht sich der neue Vorsitzende Ralph Schöpp, dessen Verein den Vorteil eigener Hallen hat, gegen eine Absage der Saison aus. Er hat zuletzt selbst noch das Privileg genutzt, das das Tennis abseits des Wettkampfgeschehens als Individualsport in Nordrhein-Westfalen genießt. Im Außenbereich dürfen unter der Einhaltung sämtlicher Coronaregeln weiterhin Einzel und Doppel gespielt werden – allerdings nur von zwei Haushalten. Aber auch das dürfte sich angesichts der Witterung erledigt haben. „Tennisspieler sind doch Weicheier“, sagt Schöpp mit einem Augenzwinkern.

Wie sieht es im Mittelrhein aus?

Logischerweise ruht auch dort der Spielbetrieb. Allerdings war der Saisonstart deutlich früher angesetzt, sodass beispielsweise die Damen 30 von TuRa Pohlhausen Tennis immerhin ein Duell in der 2. Verbandsliga austragen konnten. Das 2:4 in Bocklemünd ist allerdings nicht der Grund, warum die selbst spielende Vorsitzende Anika Graf sagt: „Ich bin für eine Absage der Hallensaison.“

Selbst ein Start Mitte Januar würde ihrer Meinung nach das Problem mit sich bringen, dass sich die Mannschaften ja erst einmal drauf vorbereiten müssten, um Verletzungen vorzubeugen. Und dann kämen aus ihrer Sicht noch zwei Faktoren dazu. Erstens: die Hallenkapazität. „Wir teilen uns beispielsweise die in Born mit Grün-Weiß Lennep“, erzählt Graf. Alleine die Lenneper haben 13 Teams gemeldet, Pohlhausen fünf. Zweitens: das Infektionsrisiko. Schließlich würde ja nicht nur auf großer Distanz zwischen zwei Gegnern gespielt werden, sondern beispielsweise zu Auswärtsspielen mit vielen in einem Auto angereist werden.

An diesem Wochenende hat nun auch der Tennis-Verband Mittelrhein reagiert und bekanntgegeben, dass es unter anderem auch keine Auf- und Absteiger geben wird und die ursprünglich für Dezember (und die Folgezeit bis zu einem möglichen Wiederbeginn) angesetzten Partien ersatzlos gestrichen werden..

RW-Vorsitzender Ralph Schöpp hofft auf einen baldigen Start.

Niederrheinliga

Vier Mannschaften „unsrer“ Tennisvereine haben für die Wintersaison in der Niederrheinliga, der höchstmöglichen Spielklasse in der Halle, gemeldet. Von Rot-Weiß Remscheid sind dies die Herren 55 und 60 sowie die Damen 30. Dazu kommt mit den Herren 30 des TC Grün-Weiß Lennep ein weiterer Stammgast auf der Verbandsebene.

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