Blick über den Zaun

Mehr als 1500: Noch nie wurden so viele Dauerkarten verkauft

Die Trainer Gudjon Valur Sigurdsson (l.) und Anel Mahmutefendic nehmen die Neuen in die Mitte.
+
Die Trainer Gudjon Valur Sigurdsson (l.) und Anel Mahmutefendic nehmen die Neuen in die Mitte.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
    schließen

Handball: Aufsteiger VfL Gummersbach geht die Saison in der Bundesliga gleichermaßen realistisch wie bescheiden an.

Vom ersten Spieltag an hat man alleine den Klassenerhalt im Blick. Nicht mehr, nicht weniger. Da ist man sich bei den Verantwortlichen des VfL Gummersbach einig. Der Aufsteiger in die Handball-Bundesliga geht die Aufgabe realistisch und bescheiden an. „Für uns kann nur das Ziel sein, zwei andere Mannschaften hinter uns zu lassen“, sagt Geschäftsführer Christoph Schindler. Und erntet bei seinen Worten ein zustimmendes Nicken von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson.

Man wirkt entspannt bei den Oberbergischen. Bei denen, die sich so gerne als „Heimat des Handballs von 1861“ anpreisen. 1500 Dauerkarten sind bereits weg, was ein neuer Rekord ist. Spielmacher und Neuzugang Dominik Mappes ist nach seinem Innenbandriss auf einem guten Genesungsweg („Vielleicht reicht es am Wochenende beim Testspiel in Krefeld schon für ein paar Minuten“), und die Kapitänsämter sind auch vergeben. Nationalspieler Julian Köster und der Isländer Ellidi Vidarsson sollen es richten, nachdem der bisherige „Anführer“ Timm Schneider nach Hüttenberg abgewandert ist.

„Das sind Superjungs“, findet Sigurdsson, der das Duo bestimmt hat. „Sie sind Vorbilder auf und neben dem Spielfeld.“ Zudem darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Dauerkartenpreise nicht angehoben werden, was Christoph Schindler als „kleines Dankeschön an die Fans“ wertet. Sie haben dem Club in der 2. Liga und in schwierigen Coronazeiten die Treue gehalten.

Es läuft also alles beim VfL, der ein sehr intensives Trainingslager in Graz hinter sich gebracht hat. „Das war schon sehr, sehr anstrengend“, gibt Tom Jansen zu. Auch ein Neuzugang. Der Linkshänder, der im rechten Rückraum seine Stärken hat, ist aus Großwallstadt gekommen. Wenn es überhaupt einen Grund für ein paar Sorgenfalten gibt, betrifft der die Verletzung von Martin Nagy. Der Torhüter laboriert an einem Mittelfußbruch. Eine langwierige Geschichte. So bleiben nur Routinier Tibor Ivanisevic und der erst 16-jährige Oskar Knudsen. Ein wenig dürftig, um damit in die Saison zu gehen, welche gleich die schwierige Auswärtsaufgabe beim TBV Lemgo und das Heimdebüt gegen den Deutschen Meister SC Magdeburg bereit hält. Ob der VfL im Kasten kurzfristig noch nachlegen wird? Christoph Schindler lässt sich nicht in die Karten schauen: „Wenn es etwas zu vermelden gibt, werden wir das tun.“

Zurück zur blau-weißen Bescheidenheit. „Ich gehe davon aus, dass wir nicht so viele Spiele gewinnen wie in der 2. Liga“, gibt Sigurdsson zu Protokoll. „Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.“ Der VfL wirkt bereit für das, was so kommt. Am 23. August wird die offizielle Saisoneröffnung in der Schwalbe-Arena gefeiert. Der ukrainische Abo-Meister Motor Zaporozhye, der künftig in der 2. Bundesliga spielen wird, ist in Gummersbach zu Gast. Dann kann man schon mal mit einem großen Vorhaben starten: „Wir wollen es jeden Gegner bei uns so unangenehm wie möglich machen.“ Willkommen zurück in der Bundesliga, VfL . . .

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare