Handball

Max weiß, wann es für ihn ideal passt

Seine Rückkehr nach langer Verletzungspause wird bei den Bergischen Panthern sehnsüchtig erwartet. Voraussichtlich wird Max Weiß beim Handball-Drittligisten aber zunächst einmal in der Abwehr zum Einsatz kommen.
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Seine Rückkehr nach langer Verletzungspause wird bei den Bergischen Panthern sehnsüchtig erwartet. Voraussichtlich wird Max Weiß beim Handball-Drittligisten aber zunächst einmal in der Abwehr zum Einsatz kommen.
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Bergische Panther spielen in der 3. Liga beim Vorletzten VfL Gladbeck.

Von Andreas Dach

Der Blick auf die Tabelle ist trügerisch. In der 3. Liga weisen die Handballer des VfL Gladbeck ein Punkteverhältnis von 0:10 auf. Nackte Zahlen, die nicht für eine große sportliche Klasse sprechen. Deprimierend sind sie zudem. Nun ist Marcel Mutz niemand, der sich von solchen tabellarischen Äußerlichkeiten blenden lässt. Der Trainer der Bergischen Panther schaut lieber ein zweites Mal hin. Zur Not auch ein drittes Mal. Vor dem Spiel der Panther beim Vorletzten der Liga (Sa., 19.30 Uhr) sagt er: „Der VfL hat seine fünf Partien gegen die ersten Fünf der Tabelle verloren. Das sollte man nicht übersehen.“ Zweimal deutlich, dreimal erst in der Schlussphase.

Jetzt kommt mit seinem Team ein Gegner, gegen den sich Gladbeck sicher etwas ausrechnet. Zumal die Heimspiele meist von einer hitzigen Atmosphäre geprägt sind. Das Publikum gilt seit jeher als treu. Und wenn dann Max Krönung erst einmal ins Rollen kommt . . . Der Rückraumlinke, der genauso gerne auch in der Mitte spielt, ist Dreh- und Angelpunkt. „Er ist überragend und trifft meist zweistellig“, weiß Mutz.

Wir fahren nicht dorthin, um nur duschen zu gehen!

Marcel Mutz, Panther-Trainer

Womit jetzt genug des Lobes für den Gastgeber von Samstagabend ist. Denn Mutz ist wichtig: „Wir sollten in erster Linie auf uns gucken.“ Da sieht man bei genauem Hinschauen eine Mannschaft, die im Angriff gut drauf ist, zuletzt aber erhebliche Schwächen in der Abwehr gezeigt hat. Der Coach: „Da müssen wir Ruhe reinbekommen, und das ist auch das Hauptthema unserer Trainingsarbeit in dieser Woche.“ An Leidenschaft und Moral hatte es zuletzt bei der knappen 35:36-Niederlage gegen Ahlen nicht gemangelt. Eher ein wenig am Spielglück.

Als Linksaußen Timo Blum aus spitzem Winkel unmittelbar vor der Schlusssirene die Chance zum Ausgleich bekam, fehlten bei seinem Wurf nur Zentimeter. Danach war er erst einmal untröstlich. Brauchte es aber ebenso wenig zu sein wie Torhüter Robin Eigenbrod, dem fast gar nichts gelungen war. Beide haben oft genug nachgewiesen, wie wichtig sie für die Mannschaft sind. Vielleicht ja schon wieder in Gladbeck, wo die Panther laut Mutz nicht hinfahren, „um nur duschen zu gehen“.

Kurz: Man will gewinnen, auch wenn Prognosen über die Aufstellung einmal mehr einem Roulettespiel gleichen. In dieser Woche hat es Justus Ueberholz erwischt, der von einer Erkältung geplagt wird. Dass er sich nach Möglichkeit trotzdem in den Dienst der Mannschaft stellen wird – daran besteht kein Zweifel. Dorian Wöstmann (Muskelfaserriss) wird alleine bei Siebenmetern sein gutes Auge unter Beweis stellen können.

Bleibt die Frage nach der Besetzung am Kreis. Max Weiß und Lukas Elverfeld befinden sich wieder im Training, wenn auch – nach langer Verletzungspause – zum Teil noch mit Problemen. Mutz: „Es geht aber in die richtige Richtung.“ Weiß hat auf jeden Fall Respekt vor einem möglichen Comeback, wie er kürzlich dem RGA bestätigte: „Ich werde nicht zu früh einsteigen. Es ist der Mannschaft und mir ja nicht damit gedient, wenn ich wieder lange ausfalle.“ Vielleicht reicht es ja schon mal für ein paar Minuten in der Abwehrzentrale. Am Kreis hilft Jens Reinarz noch einmal aus.

Der Sonntag

Früher trugen die Panther ihre Heimspiele gerne sonntags aus. Inzwischen präferiert man längst den Freitag oder Samstag. Der 16. Oktober bildet eine von wenigen Ausnahmen. Dann empfängt man sonntags um 17 Uhr den TuS Spenge.

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